Rithy Panh hält in seinen Filmen die Erinnerung an den Terror der Roten Khmer wach. Jetzt erscheint seine Autobiographie „Auslöschung" auf Deutsch. von Cristina Nord

Beim Internationalen Film Festival ist der Niedergang der Filmindustrie in Hongkong zu spüren. Im Programm steckt trotzdem cinephiler Enthusiasmus. von Lukas Foerster

Mit 83 Jahren ist der Regisseur am Dienstag gestorben. Der gehetzten Antriebslogik des Genrekinos stellte er ein piktorial-sinnliches Verständnis von Kino entgegen. von Thomas Groh

Wieder einmal eine schwierige Literaturverfilmung: Deepa Mehta bleibt gegenüber Rushdies „Mitternachtskinder“ leider viel zu ehrfürchtig. von Ekkehard Knörer

In „Die Jagd“ wird Kindergärtner Lucas von einem Mädchen des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Der Film zeigt, wie die Welt um ihn herum zerfällt. von Sven Von Reden

Ein Kostümfilm nach allen Regeln der Kunst: Catherine Breillats „Die letzte Mätresse“ erscheint als DVD. Mit einer hinreißenden Asia Argento in der Hauptrolle. von Ekkehard Knörer

In Ulrich Seidls neuen Film „Paradies: Glaube“ besucht die fiktive Figur Anna Maria reale Menschen zuhause. Über Katholizismus der Hauptfigur und unterdrückte Sexualität.

„Teenage Angst“ und wippende Busen, brave Disney-Stars und Exploitation-Schauwerte: „Spring Breakers“ tobt sich an der Küste Floridas aus. von Diedrich Diederichsen

Kampf zweier Weltreligionen, eine Libido auf Abwegen und schmerzende Knie: Ulrich Seidls neuer Film „Paradies: Glaube“. von Cristina Nord

Stefan Kolditz hat für das ZDF die Miniserie „Unsere Mütter, unsere Väter“ geschrieben. Es ist das Porträt einer Generation im Schützengraben. von Jürn Kruse

Ein Katastrophenfilm? Nein, „Hai-Alarm am Müggelsee“ von Leander Haußmann und Sven Regener ist eher eine unrunde Aneinanderreihung von Gags. von Barbara Schweizerhof

Fern der Komödiendramaturgie: Judd Apatows neuer Film „Immer Ärger mit 40“ verhandelt Mittelschichtsneurosen, in wunderbar leichtfüßige Dialoge gekleidet. von Lukas Foerster
Jane Fonda sendet solidarische Grüße: In „No!“ erzählt der chilenische Regisseur Pablo Larraín von einem Werber, der zum Wahlkampfleiter gegen Pinochet wird. von Andreas Busche

„Greedy Lying Bastards“ startet in den amerikanischen Kinos. Das Thema Klimawandel ist in den USA in etwa so beliebt wie Sozialimus. von Antje Passenheim

Bille August hat den beliebten Roman „Nachtzug nach Lissabon“ mit Jeremy Irons verfilmt. Uninspiriert, doch am Ende bleibt die Selbstfindung. von Claudia Lenssen

In Westafrika gibt es kaum noch Möglichkeiten, Filme im Kino zu sehen. Umso wichtiger ist das 1972 gegründete Filmfestival Fespaco. von Katrin Gänsler

Im Iran ist man erbost über den Oscar für Ben Afflecks Polit-Thriller. Und darüber, dass er von Michelle Obama persönlich verkündet wurde. Ein Gegenfilm ist in Planung.

Bescheiden-trotzig, angemessen beeindruckt und immer nah am Kinogott: Die Oscars entfalteten wieder einmal ihre Sogwirkung, boten aber wenig Überraschendes. von Barbara Schweizerhofer

Ben Affleck liefert mit „Argo“ den besten Film ab, Daniel Day-Lewis stellt einen Oscar-Rekord auf und zwei Österreicher nehmen Gold-Statuen mit nach Hause.

Das Oscar-Rennen ist offener denn je. Denn erstmals dürfen alle Akademie-Mitglieder abstimmen und nicht nur die, die bei einer Vorführung anwesend waren. von Bert Rebhandl

Ein Zeichen für die Oscarverleihung? Michael Hanekes „Liebe“ gewann die Césars in sämtlichen wichtigen Kategorien. Auch „Argo“ und Kevin Costner wurden ausgezeichnet.

Zwei der fünf Oscar-Kandidaten in der Kategorie Dokumentarfilm kommen aus Nahost: „5 Broken Cameras“ und „The Gatekeepers“. von Susanne Knaul

Tom Hoopers macht aus dem Erfolgsmusical „Les Misérables“ einen erwartbar uninspirierten Film. Seine oscarnominierten Darsteller aber machen alles wieder wett. von Barbara Schweizerhof
Deformierte Männerkörper und beseelte Maniacs: Paul Thomas Andersons „The Master“ reist in die USA nach dem Zweiten Weltkrieg. von Diedrich Diederichsen

„Nacht über Berlin“ zeigt eine Liebe während Hitlers „Machtergreifung“. Die Kulissen sehen aus wie Kulissen, die Geschichte wirkt sehr konstruiert. von Jürn Kruse

Das iranische Kulturministerium droht Jafar Panahi mit Repressionen. Der Grund ist, dass er weiterhin Filme dreht und damit auch noch Preise gewinnt. von Bert Rebhandl

Überlange Arbeitstage, dauernde Erreichbarkeit, keine Zeit fürs Privatleben: Filmschaffende arbeiten an der Grenze zum Zusammenbruch. von Maike Rademaker

Groß war die Vorabkritik an der nun zu Ende gegangenen 63. Berlinale. Zu Unrecht. Vor allem in den Nebenreihen gab es Großartiges zu entdecken. von Cristina Nord

Die Bären kommen am Schluß: Zu den Preisträgern der Berlinale gehören der Regisseur David Gordon Green und die Schauspielerin Paulina García.

Weil sie vermeintliche Kommunisten waren, wurden 1965 2,5 Millionen Indonesier ermordet. Joshua Oppenheimer lässt die Killer ihre Taten selbst nachspielen. von Andreas Busche

Von Stierhörnern in Stierkämpfern, Zombies und menschlichen Engeln. Unsere Bilder der Woche.

Das Handy hat Geburtstag: Eine kurze Geschichte der ebenso erfolgreichen wie nervtötenden Erfindung.

Was der nordkoreanische Führerkult mit Raketen und Rammlern aus Brandenburg zu tun hat.

Schnee verpiss dich, keiner vermisst dich. Der Frühling muss kommen. Jetzt, sofort. Hau rein, Lenz!


Kolumne von Andreas Fanizadeh
Die „Spex“ war gelebter Mythos. Aber warum fehlt in „Das Buch. Spex. 33 1/3 Jahre Pop“ einer von Diedrich Diederichsens wichtigsten Aufsätzen?