In Sylvie Verheydes „Confession“ spielt der britische Musiker Pete Doherty einen Libertin im Frankreich des frühen 19. Jahrhunderts. von Anke Leweke

Viele Muskeln, wenig Seele und noch weniger Witze: „Man of Steel“, der neue Superman-Film von Zack Snyder, ist ein zähes Vergnügen. von Dirk Knipphals

Zwischen schöner Tontechniker-Nostalgie und bedrückender Klaustrophobie: Peter Stricklands Film „Berberian Sound Studio“. von Thomas Groh

Liebe tut zunächst immer und überall gleich weh: Nanouk Leopolds Film „Oben ist es still“ erkundet behutsam das Begehren eines Bauern. von Lukas Foerster

Virtuos überinszeniert, denn die Geschichte ist am Ende doch sehr mager: Derek Cianfrances „The Place beyond the Pines“ leidet an einer banalen Botschaft. von Anke Leweke

Leider ungeil: In „Fuck for Forest“ von Michal Marczak wollen Ökoaktivisten mit befreiter Sexualität den Regenwald retten. Ganz schön naiv. von Cristina Nord

Alain Resnais ist der wagemutigste unter den französischen Autorenfilmern. Sein neuer Film, „Ihr werdet euch noch wundern“, erkundet die Aporien der Sprache der Liebe. von Lukas Foerster

„After Earth“, ein neuer Science-Fiction-Film mit Will Smith, wirbt für Scientology. Warum man sich trotzdem nicht sorgen muss. von Cristina Nord

Zensur, Repression, kaum Filme: Warum es sich trotzdem gerade jetzt lohnt, für das Kino zu kämpfen. Ein Gespräch mit dem Filmemacher Jean-Pierre Bekolo.

Die Dokumentarfilmerin Katrin Rothe hat mit „Betongold“ die Geschichte einer skrupellosen Mietervertreibung verfilmt. Es ist ihre eigene.

„To the Wonder“, der neue Spielfilm von Terrence Malick, schwelgt im Mysterium der Liebe. Es entsteht ein Gefühl des Stillstands. von Sven Von Reden

Die Goldenen Palmen sind verliehen. Zwei Dinge haben das Filmfestival geprägt: die Neigung zur Tragikomödie und der Umstand, dass Geld eine große Rolle spielt. von Cristina Nord

Zwei lesbische junge Frauen: „La vie d'Adèle“ erzählt die Geschichte der ersten Leidenschaft. Und weil er das so gut macht, hat er dafür die Goldene Palme bekommen.

Filmemacher Olivier Assayas über seinen Film „Die Wilde Zeit“, autobiografische Anekdoten und die Träume der 68er-Generation in Frankreich.

Der Film „5 Jahre Leben“ erzählt von Murat Kurnaz' Gefangenschaft in Guantánamo. Ein Gespräch mit dem Ex-Gefangenen über den Umgang mit Erinnerungen.

Für „Mutter und Sohn“ erhielt Calin Peter Netzer den Goldenen Bären. Eiin Gespräch über Rumänien, den Filmstar Luminita Gheorghiu und die Radikalität der Form.
In dem Film „5 Jahre Leben“ erzählt Stefan Schaller die Geschichte von Murat Kurnaz, der in Guantánamo inhaftiert war. Der Regisseur verzichtet auf gängige Effekte. von Stefan Reinecke

Ein Jahr verbrachten die Regisseure Castaing-Taylor und Paravel bei den Fischern vor Neuenglands Küste. Daraus wurde ihr Film „Leviathan“. von Anke Leweke

Claude Lanzmanns Film „Le dernier des injustes“ ist ein Meilenstein: Im Zentrum steht Benjamin Murmelstein, der dem Judenrat in Theresienstadt vorstand. von Cristina Nord

Während einer Fernsehübertragung löst ein Mann mit einer Schreckschusspistole Panik aus. Zuvor gab es beim Filmfest schon einen spektakulären Raub.

Mit viel Aufwand wurden die Waldhütte schön morsch, die Kloschüsseln keimig und der Wald moosig gemacht. Und dann wird die Sau rausgelassen. von Thomas Groh

„Paradies: Hoffnung“ beschließt Ulrich Seidls Female-Misbehaviour-Trilogie: eine messerscharfe Studie der tiefen Verunsicherung des Sichverliebens. von Barbara Wurm

Konfetti, Komparsen, Kostüme: Baz Luhrmanns bombastische Neuverfilmung von „The Great Gatsby“ eröffnet das Filmfestival Cannes. von Cristina Nord

Die 66. Filmfestspiele eröffnen prunkvoll mit „The Great Gatsby“. Im Wettbewerb laufen 20 Filme, viele stimmen sehnsüchtig – nur die Frauen fehlen. von Cristina Nord

Ein Thirtysomething-Pärchen muss sich auf „Formentera“ seinen Sinnkrisen stellen. Die Handlung ist so karg wie die Landschaft, die Hauptrollen wunderbar besetzt. von Jens Müller

Der Filmregisseur Peter Sehr ist im Alter von 61 Jahren in München gestorben. Für „Kaspar Hauser“ erhielt er 1993 den Deutschen Filmpreis.

Flache Bilder, von „Flatness“ keine Spur: Die Kurzfilmtage Oberhausen beschäftigen sich in diesem Jahr mit den Neuen Medien. von Claudia Lenssen

Iris von Roten stritt in der Schweiz für Gleichberechtigung und Frauenstimmrecht. Werner Schweizer und Katja Früh widmen ihr den Film „Verliebte Feinde“. von Barbara Schweizerhof

Die Doku „The Court“ zeigt die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Es entsteht das Bild, Geschichte werde von großen Männern gemacht. von Cristina Nord

Brian de Palmas neuer Film „Passion“ wäre gern ein erotischer Thriller. Aber die Femmes fatales gehen lieber Designerschuhe kaufen. von Cristina Nord

Die Wurst strahlt Volksnähe aus. Wie gut Politiker Würste essen, analysiert Experte Constantin Alexander.

Ein Pferd beim Plantschen, jede Menge Mangos und Herr Müller-Lüdenscheidts Alptraum. Unsere Bilder der Woche.

Körperfülle, Farben, Bärte oder Buchstaben. Gehörlose haben eindeutige Bezeichungen für Politiker.

Die Demonstranten in Istanbul sind hartnäckig. Trotz harter Polizeieinsätze verharren sie auf dem Taksim-Platz.


Kolumne von Silke Burmester
„Schlechte Zeiten! Gute Zeiten!“, ruft das Netzwerk Recherche. So schlimm kann es mit der Krise nicht sein, wenn Blätter schlüpfrige Werbung verweigern.