Die Jamaikanerin hat schön lackierte Fingernägel und eine gelbe Schleife im Haar. Dann läuft sie los und holt sich Gold. Knapp, aber so ist das eben beim 100-Meter-Lauf.von Jasmin Kalarickal

Siegessicher läuft Shelly-Ann Fraser-Pryce los und holt sich Gold. Bild: dapd
Die Startbedingungen: Acht Frauen in Topform. Unter den 100 Meter Läuferinnen sind zwei Jamaikanerinnen und ein Trio aus den USA. Deshalb ist schon vor dem Start ins Finale klar: Die schnellste Frau der Welt kommt entweder von der Reggaeinsel oder aus den USA. Zu den größten Favoriten gehören die Peking-Siegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce und die US-Amerikanerin Carmelita Jeter.
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Die Entscheidung: Wie erwartet, wird es eng. Die Muskelfrau Jeter liegt leicht vorn. Dicht gefolgt von Fraser-Pryce. Die 1,57 Meter kleine Jamaikanerin läuft mit kurzen, schnellen Schritten und legt zu. Auf den letzten Metern werden die Schritte größer, sie überholt Jeter und kommt in 10,57 Sekunden ins Ziel. Gold für Jamaika! Fraser-Pryce hatte schon vor dem Startschuss ein Siegerlächeln im Gesicht. Silber geht an Weltmeisterin Carmelita Jeter, die knapp hinterherhechtet. Bronze ersprintet sich die Jamaikanerin Veronica Campbell-Brown.
Das Drama: Knapp ist es ja fast immer. Es geht um Millisekunden! Ein Drama, aber kein Trost, für die, die als Verlierer aus dem Wettkampf gehen.
Die Schlussfolgerung: Erst mal in Ruhe Fingernägel in Gelb lackieren, gelbe Schleife ins Haar, Goldkettchen umgehängen, in die Kamera lächeln. Dann klappt's auch mit der Goldmedaille.
Und sonst? Was soll man denn noch über diese zehn Sekunden schreiben?
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Leserkommentare
05.08.2012 07:45 | reblek
"Ein Drama, aber kein Trost, für die, die als Verlierer aus dem Wettkampf gehen." - Aha, alles ab Platz ist gilt als "Verli ...