Leiharbeiter in Israel: Generalstreik im Heiligen Land
Etwa eine halbe Million Beschäftigte sind in Israel in den Streik getreten, um die Situation der Leiharbeiter zu verbessern. Die Protestierenden fordern gleichen Lohn und gleiche Rechte.
Bild: reuters
JERUSALEM afp | In Israel hat sich der Streit um die Bezahlung von Leiharbeitern im öffentlichen Dienst und Teilen der Privatwirtschaft am Mittwoch mit einem Generalstreik zugespitzt. Zu der Aktion, an der sich etwa eine halbe Million Beschäftigte vor allem im öffentlichen Dienst beteiligen wollten, hatten die Gewerkschaften aufgerufen.
Vor allem in Amtsstuben und staatlichen Krankenhäusern wurde gestreikt, aber auch bei den Banken, der Bahn und der Börse. Am internationalen Flughafen Ben Gurion in der Nähe von Tel Aviv wurde der Flugverkehr bis Mittag komplett eingestellt.
Hintergrund des Generalstreiks ist die umstrittene Situation von Leiharbeitern vor allem im öffentlichen Dienst. Ein Sozialgericht hatte Gewerkschaften und Finanzministerium zu einer Einigung aufgerufen, am Mittwochnachmittag wollten beide Seiten wieder beraten.
Die Gewerkschaften fordern, dass zumindest ein Teil der Leiharbeiter fest in den öffentlichen Dienst übernommen wird oder zumindest die gleichen Rechte und den gleichen Lohn bekommt wie ihre festangestellten Kollegen.
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