• 22.07.2012

Leipziger Denkmal für 1989

Podeste zum Mitnehmen

Leipzig plant ein Denkmal, das an die "friedliche Revolution" von 1989 erinnert. Doch vielen Bürgern missfällt der Entwurf für das Kunstwerk, den eine Jury prämiert hat.von Marie-Sophie Rudolph

  • 23.07.2012 10:24 Uhr

    von manfredo:

    @ womue:

    sehr geile idee! hätten sie mal bei dem wettbewerb mitgemacht.

    es gibt noch alternativen:

    z.B. : "Die Posaune von Leipzig"

    http://www.youtube.com/watch?v=y_i3fo2y31M

  • 23.07.2012 09:27 Uhr

    von womue:

    Warum nicht die Mitglieder des ZK der SED als Gartenzwerge in einem Brunnen, wo ihnen das Wasser immer bis zum Hals steht...

    Ist den Sachsen ihr Humor vergangen?

  • 23.07.2012 08:24 Uhr

    von auch das noch:

    ddr - deutsche(russischer satellit)

    demokratische(wie bitte????)

    republik(lächerlich)

    überall wird die ostzonale terrorgruppe
    als ddr bezeichnet.
    weiß ja nicht wo meine
    ost-mit-zeitgenossen aufgewachesen sind?
    da wo ich aufgewachsen bin, hieß es bei
    nicht wenigen kindern z.b.:
    braune augen, schwarzes haar, ist ein jude,
    ist doch klar. als 8 jähriger war ich zu
    tiefst erschrocken, bin ich heute noch.
    sehr leichtgewichtige, dünne menschen,
    waren kz-schablonen, umgangssprachlich.
    wo die kinder und jugendlichen dies nur
    aufgegriffen haben, in diesem heute gerne
    als bildungsluxusparadies dargestellten
    terrorpädogogen-apparat, unter oberster
    führung von leuten mit psychosen aus
    flucht, verstecken und auch jahrelangem
    zuchthaus-aufenthalten.

    ich bin dafür als denkmal eine banane und
    einen videorecorder aufzustellen, weil ich
    denke, daß dies den eigentlichen grund für
    die proteste darstellt. der größte teil
    konnte einfach nicht mithalten beim kampf
    um stellungen innerhalb des westgeldadels
    im ostzonalen feudalsystem.
    die aufstellung von videorekorder und banane
    würde die situation klar beschreiben,
    das wäre die darstellung der WAHRHEIT
    da bin ich mir absolut sicher, da wir aber
    menschen sind, bleibt die wahrheit wie fast
    immer, auf der strecke, umgangsprachlich.

    ich spreche aus erfahrung, weil ich die
    ereignisse von 88/89 hautnah miterlebt und
    gestaltet habe. verbot des sputnik, reaktionen
    einiger auf die ereignisse in china,
    kontrolle der wahlauszählung mai 89 usw.
    es gab so gut wie keinen menschen, der es
    überhaupt gewagt hätte, wirklich klar die
    wahrheit zu sagen (flüstern und hinter vor-
    gehaltener hand schon eher) und zu handeln.
    es war die nackte angst in diesem terrorregime.
    oft ist es im nachhinein so, die, wo mensch
    meinte, woah, der sagt und handelt richtig,
    waren stasi gesteuert, im's. nicht immer,
    aber doch viel zu oft, jetzt, mit meinem
    wissen von 2012 gehört das hier noch mit dazu.

    es ist wie mit adolf, wer sein kampf gelesen
    hatte, wußte schon wohin die reise geht.
    ulbricht zum start der nächsten staatlichen
    terrorveranstaltung: es muß aussehen wie
    demokratie genossen! alles klar, oder?
    da hab ich noch lange nicht gelebt.

    schlußkommentar: die kommunisten konnten im
    anschluß an die nazimordmaschine nicht wirklich
    die sau rauslassen. sonst hätten wir hier
    ereignisse wie unter stalin, mao, polpot usw.
    gehabt. die lager der sowjetischen besatzung
    nach 45 waren ja ein hauch davon.
    so werden dem arbeiterführer thälmann bis
    heute gedenkstätten gewidmet.

  • 22.07.2012 20:33 Uhr

    von Stev:

    Leipzig wird ein Denkmal verordnet

    „Am Schluss aber hat einer den Hut auf – das ist der Regisseur. Dieser Regisseur ist nun die Stadt Leipzig“
    Und den Einwohnern von Leipzig wird damit gesagt , daß sie eben nicht "Leipzig" sind.

    Die Auswahl krankt neben des Ausschlusses der Leipziger bei der Entscheidungsfindung (in diversen Umfragen gab es übrigens immer eine Mehrheit dafür, überhaupt kein neues Denkmal aufzustellen, es gibt schon einige), dem vorgesehenen Platz, der keinen Bezug zu 1989 hat und gerade frei war, auch an den ziemlich inspirationslosen Entwürfen. Die konnten durchweg keine Begeisterung auslösen. Gewinnen wird irgendein Mittelmaß. Das wäre dann wiederum passend für die Zeit der Errichtung und das drumherum.

    Interessant wäre eine Art Dokumentationswand zu den Leuten, die am 9.10.1989 zu jener Demonstration auf der Straße waren. Über ihre Ziele und Wünsche zu jener Zeit und was aus ihnen (den Personen und den Zielen) wurde. Das wurde mal kurz andiskutiert, war dann aber wohl zu heikel (politisch unerwünscht), da Sachen wie deutsche Einheit und erneute Fremdbestimmung zu jener Zeit noch lange nicht Thema waren.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder