Deutschlands Zeitungsverleger schalten um auf Attacke. Harte Worte gegen den BDI, weil der immer noch Bedenken gegen das geplante Leistungsschutzrecht hat. von Steffen Grimberg
also wen ich google wäre ... ich würde die verleger die den sinn bei googlenews nicht verstanden haben von der kostenlosen werbung (verlinkung des artikels) einfach ausschließen. dann sollen die doch selbst sehen wie sie an ihre leser von morgen kommen.
18.07.2012 21:35 Uhr
von Michael Schöfer:
Das Leistungsschutzrecht ist eine Bedrohung für die Meinungsfreiheit, weil jede mittelbare oder unmittelbare gewerbliche Nutzung von Nachrichten entweder gebührenpflichtig wird oder von den Presseverlagen untersagt werden kann. Als gewerblich definiert der Referentenentwurf wiederum "jede Nutzung, die mittelbar oder unmittelbar der Erzielung von Einnahmen dient". Angeblich soll die private Nutzung von Presseerzeugnissen nicht beeinträchtigt werden, aber durch die unpräzisen Formulierungen des Gesetzes könnten auch private Blogger vom Leistungsschutzrecht betroffen sein, etwa wenn sie selbst oder ihr Provider ein Werbebanner einblenden. Unmittelbare oder mittelbare Erzielung von Einnahmen! Rechtliche Unsicherheit ist jedenfalls Trumpf. Es ist folglich mit einer Abmahnwelle zu rechnen, die viele Blogger zum Aufgeben zwingen wird, denn wer kann sich horrende Anwalts- und Gerichtskosten leisten. Kaum jemand.
18.07.2012 17:40 Uhr
von rolfmueller:
Hat schon mal jemand von den Telefonbuchverlagen eine Beteiligung an den Anzeigenerlösen der Telefonbücher verlangt? Ein Leistungsschutzrecht ist so weit her geholt wie eine Schönwettersteuer. Wenn etwas gestärkt werden muss, dann die Stellung der Urheber gegenüber den Verwertern, aber davon will die Medienmafia natürlich nichts wissen.
18.07.2012 13:05 Uhr
von Marcy:
Ist schon bemerkenswert, was da an Bullshit aufgetischt wird. Wen bitte will man mit solchen Argumenten verarschen?
Auf der einen Seite verlangt man von Suchmaschinen, dass diese für Snippets(!) auf ihren Ergebnissiten bezahlen, die sich durch einfachste Mittel (robots.txt, meta-tags) deaktivieren liessen. Auf der Anderen leitet z.B. ein Herr Keese irgendwo noch eine Pflicht(!) der Suchmaschinen her, all diese Angebote zu indizieren. Suchmaschinen sind also gezwungen, den Verlagen Klickvieh zu liefern (gratis versteht sich) und sollen dafür auch noch bezahlen... natürlich ist das ein grandioses Geschäftsmodell für die Verlage.
Das Chaos, das entsteht, wenn selbst das setzen eines Links mit einer URL, die Teile der Überschrift eines Artikels enthält, kostenpflichtig werden kann, will ich mir gar nicht vorstellen.
Und zum Thema Nutzung fremder Inhalte: Wenn hier wer das Internet zur Gratis-Selbstbedienungstheke erklärt hat, dann sind das genau die Verlage, die gerade nach dem LSR brüllen. Für die sind doch Youtube, Facebook, Google-Bildersuche, etc. ein wahres Gratisparadies.
Den Verantwortlichen hat man, mit Verlaub, ins Hirn...
18.07.2012 11:52 Uhr
von Klaus Schmitz:
Die Verleger, hier Hauptsächlich Springer, Burda und Mohn haben doch unsere Regierung in erpresserischen Weise vor ihren Karren spannen lassen (gebt uns was wir wollen oder wir schreiben euch weg). Hier laufen die selben Vorgänge wie bei den Meldeämterauskünften. Jeder kann Google mit einfachen Befehlen ausklammern, doch hier wird nur ein Konstrukt gesucht, für nichts einen monetären Gewinn zu erzielen, dass alles rechtsunsicher für Blogger und andere Verlinker. Die Verlage haben halt das Internet immer noch nicht verstanden und wollen mit diesem usseligen Gesetz den Status Quo halten und ggf. negative Stimmen über dieses Gesetz mundtot machen. Das ist übelste ZENSUR durch die Hintertüre.
17.07.2012 18:32 Uhr
von s3basti8n:
Hat sich schon mal jemand die Mühe gemacht und auf Googlenews die Werbebanner gezählt? Richtig dazu muss man gar nicht zählen können, da sind keine. Heise online und Spiegel reiben sich doch schon die Hände wenn es kein Googlenews mehr geben sollte, ich mach mir nicht die Mühe um bei irgend welchen Verlagen nach Informationen zu suchen. Wer nicht mehr auffindbar sein will kann die Googlebots doch einfach aussperren. Das lässt den Schluß zu das es nicht um Google geht sondern darum kleinen unabhängigen Bloggern richtig einen rein zu würgen und abzuzocken. So wird keine Meinungsvielfallt gewehrleistet.
Leserkommentare
19.07.2012 15:33 Uhr
von schreiber:
also wen ich google wäre ... ich würde die verleger die den sinn bei googlenews nicht verstanden haben von der kostenlosen werbung (verlinkung des artikels) einfach ausschließen. dann sollen die doch selbst sehen wie sie an ihre leser von morgen kommen.
18.07.2012 21:35 Uhr
von Michael Schöfer:
Das Leistungsschutzrecht ist eine Bedrohung für die Meinungsfreiheit, weil jede mittelbare oder unmittelbare gewerbliche Nutzung von Nachrichten entweder gebührenpflichtig wird oder von den Presseverlagen untersagt werden kann. Als gewerblich definiert der Referentenentwurf wiederum "jede Nutzung, die mittelbar oder unmittelbar der Erzielung von Einnahmen dient". Angeblich soll die private Nutzung von Presseerzeugnissen nicht beeinträchtigt werden, aber durch die unpräzisen Formulierungen des Gesetzes könnten auch private Blogger vom Leistungsschutzrecht betroffen sein, etwa wenn sie selbst oder ihr Provider ein Werbebanner einblenden. Unmittelbare oder mittelbare Erzielung von Einnahmen! Rechtliche Unsicherheit ist jedenfalls Trumpf. Es ist folglich mit einer Abmahnwelle zu rechnen, die viele Blogger zum Aufgeben zwingen wird, denn wer kann sich horrende Anwalts- und Gerichtskosten leisten. Kaum jemand.
18.07.2012 17:40 Uhr
von rolfmueller:
Hat schon mal jemand von den Telefonbuchverlagen eine Beteiligung an den Anzeigenerlösen der Telefonbücher verlangt? Ein Leistungsschutzrecht ist so weit her geholt wie eine Schönwettersteuer. Wenn etwas gestärkt werden muss, dann die Stellung der Urheber gegenüber den Verwertern, aber davon will die Medienmafia natürlich nichts wissen.
18.07.2012 13:05 Uhr
von Marcy:
Ist schon bemerkenswert, was da an Bullshit aufgetischt wird. Wen bitte will man mit solchen Argumenten verarschen?
Auf der einen Seite verlangt man von Suchmaschinen, dass diese für Snippets(!) auf ihren Ergebnissiten bezahlen, die sich durch einfachste Mittel (robots.txt, meta-tags) deaktivieren liessen. Auf der Anderen leitet z.B. ein Herr Keese irgendwo noch eine Pflicht(!) der Suchmaschinen her, all diese Angebote zu indizieren. Suchmaschinen sind also gezwungen, den Verlagen Klickvieh zu liefern (gratis versteht sich) und sollen dafür auch noch bezahlen... natürlich ist das ein grandioses Geschäftsmodell für die Verlage.
Das Chaos, das entsteht, wenn selbst das setzen eines Links mit einer URL, die Teile der Überschrift eines Artikels enthält, kostenpflichtig werden kann, will ich mir gar nicht vorstellen.
Und zum Thema Nutzung fremder Inhalte: Wenn hier wer das Internet zur Gratis-Selbstbedienungstheke erklärt hat, dann sind das genau die Verlage, die gerade nach dem LSR brüllen. Für die sind doch Youtube, Facebook, Google-Bildersuche, etc. ein wahres Gratisparadies.
Den Verantwortlichen hat man, mit Verlaub, ins Hirn...
18.07.2012 11:52 Uhr
von Klaus Schmitz:
Die Verleger, hier Hauptsächlich Springer, Burda und Mohn haben doch unsere Regierung in erpresserischen Weise vor ihren Karren spannen lassen (gebt uns was wir wollen oder wir schreiben euch weg). Hier laufen die selben Vorgänge wie bei den Meldeämterauskünften. Jeder kann Google mit einfachen Befehlen ausklammern, doch hier wird nur ein Konstrukt gesucht, für nichts einen monetären Gewinn zu erzielen, dass alles rechtsunsicher für Blogger und andere Verlinker. Die Verlage haben halt das Internet immer noch nicht verstanden und wollen mit diesem usseligen Gesetz den Status Quo halten und ggf. negative Stimmen über dieses Gesetz mundtot machen. Das ist übelste ZENSUR durch die Hintertüre.
17.07.2012 18:32 Uhr
von s3basti8n:
Hat sich schon mal jemand die Mühe gemacht und auf Googlenews die Werbebanner gezählt?
Richtig dazu muss man gar nicht zählen können, da sind keine.
Heise online und Spiegel reiben sich doch schon die Hände wenn es kein Googlenews mehr geben sollte, ich mach mir nicht die Mühe um bei irgend welchen Verlagen nach Informationen zu suchen.
Wer nicht mehr auffindbar sein will kann die Googlebots doch einfach aussperren.
Das lässt den Schluß zu das es nicht um Google geht sondern darum kleinen unabhängigen Bloggern richtig einen rein zu würgen und abzuzocken.
So wird keine Meinungsvielfallt gewehrleistet.