Männerfußball-Bundesliga, 20. Spieltag

Schalke verschärft VfL-Krise

Hertha BSC hat Bayern-Verfolger Borussia Dortmund den perfekten Rückrundenstart verdorben. Unterdessen gewann Schalke souverän gegen Wolfsburg.

Johannes Geis feiert das zweite Tor von Schalke gegen Wolfsburg.  Foto: reuters

BERLIN dpa | Hertha BSC hat Bayern-Verfolger Borussia Dortmund den perfekten Rückrundenstart verdorben und seine eigenen Ambitionen auf die Champions League untermauert. Der Überraschungsdritte der Fußball-Bundesliga kam gegen die Westfalen am Samstag zu einem 0:0. Der FC Schalke 04 verschärfte mit einem souveränen 3:0 (2:0) die Krise beim VfL Wolfsburg.

Mit dem dritten Rückrunden-Sieg setzte der VfB Stuttgart beim spektakulären 4:2 (2:0) bei Eintracht Frankfurt seinen Weg ins gesicherte Mittelfeld fort. Der FC Ingolstadt vergrößerte durch das 2:1 (0:1) über den FC Augsburg ebenfalls den Abstand zur Abstiegszone. Beim Tabellenletzten Hannover 96 verschärft sich die Lage durch das 0:1 (0:1) gegen den FSV Mainz 05 weiter.

FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg 3:0 (2:0)

Julian Draxler war „auf das Schlimmste“ gefasst. Und die Schalker Fans bereiteten der früheren Identifikationsfigur schon beim Warmlaufen einen lautstarken Empfang. Pfiffe verfolgten ihn auch während jedes Ballkontakts, beim ersten Auftritt in der alten Heimat nach zuvor 14 königsblauen Jahren konnte auch der Weltmeister die VfL-Auswärtsmisere nicht beenden. Mit dem siebten sieglosen Spiel in Serie wächst als Achter der Abstand zu den Europapokalplätzen. Dank des Weitschuss-Treffers von Klaas-Jan Huntelaar (24.), Freistoßkünstler Johannes Geis (35.) und Alessandro Schöpf (87.) sind die Schalker weiter mitten im Rennen um die Champions-League-Plätze.

Eintracht Frankfurt – VfB Stuttgart 2:4 (0:2)

Das Duell zwischen der Eintracht und dem VfB steht einfach für Spektakel. Nach 18 Toren in den vergangenen drei Aufeinandertreffen sorgten vor allem die Schwaben für die Highlights – und streben mit dem vierten Sieg nacheinander unter Neu-Trainer Jürgen Kramny weiter nach oben. Christian Gentner (27.) nach starker Vorarbeit von Lukas Rupp, Daniel Didavi kurz vor dem Pausenpfiff, Georg Niedermeier (65.), Filip Kostic (76./Foulelfmeter) trafen für den VfB. Alexander Meiers (52.) elfter Saisontreffer und das 2:4 durch Szabolcs Huszti (90.) waren für Frankfurt zu wenig. Die Gelb-Roten Karten für Didavi (67.) und Frankfurts Carlos Zambrano (75.) rundeten die höhepunktreiche Partie ab.

Hannover 96 – FSV Mainz 05 0:1 (0:1)

Hannover wartet weiter verzweifelt auf den Thomas-Schaaf-Effekt. Nach der dritten Niederlage unter dem neuen Trainer wird die Situation beim Tabellenletzten immer prekärer. Dank Jairo Samperio (24.) feierten die Mainzer im zehnten Auftritt in Hannover den ersten Sieg und schieben sich Richtung Europapokalränge.

Hertha BSC – Borussia Dortmund 0:0

Defensivstratege José Mourinho dürfte auf der Tribüne seine helle Freude gehabt haben, Fans von Angriffsfußball kamen hingegen nicht voll auf ihre Kosten. Neben BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verfolgte der derzeit joblose Star-Coach die Partie auf der Tribüne. Der Überraschungs-Dritte aus der Hauptstadt besaß sogar die besseren Möglichkeiten, konnte aber am Ende auch mit dem Punktgewinn leben. Dortmund verpasste nach zwei souveränen Siegen den idealen Auftakt in die Rückrunde.

FC Ingolstadt 04 – FC Augsburg 2:1 (0:1)

Marvin Matip (59.) und Moritz Hartmann per Foulelfmeter (85.) beendeten gleich zwei Augsburger Serien. Als letztes Bundesliga-Team kassierten auch die Schwaben einen Gegentreffer in der Rückrunde und blieben im vierten Anlauf zudem erstmals sieglos in Ingolstadt, das sich vom Rivalen absetzte. Im bayerischen Duell sorgte Konstantinos Stafylidis (14.) durch seinen Distanztreffer mit dem Außenrist zumindest für den Hingucker des Tages.

Borussia Mönchengladbach – Werder Bremen 5:1 (2:0)

Befreit ließen die Gladbacher Profis am Samstagmorgen auf dem Rad im Kraftraum den ersten Rückrundensieg Revue passieren. Beim Ende der Ergebniskrise erinnerte das junge Team wieder an phasenweise begeisternde Auftritte aus den Start-Tagen von Coach André Schubert. Der zuletzt angekratzte Heilsbringer nutzte die Gelegenheit und warb um Nachsichtigkeit in schwereren Zeiten: „Ich hoffe, dass die Leute Verständnis dafür zeigen, wenn diese 18-, 19-, 20-jährigen Burschen mal nicht so gut spielen und auch mal Verständnis da ist, wenn es nicht so gut läuft.“

 

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