Bei einer Massenpanik in der Madrid Arena sind am frühen Donnerstagmorgen drei junge Frauen getötet worden. Laut einer Besucherin gab es nur einen Ausgang.

Momentaufnahme aus der Madrid Arena: „Die Leute weinten, wurden zusammengequetscht.“ Bild: dpa
MADRID afp | Eine Halloween-Feier in Madrid mit tausenden Gästen ist zur Tragödie geworden: Bei einer Massenpanik in einem Stadion wurden am frühen Donnerstagmorgen drei junge Frauen totgetrampelt und zwei weitere Menschen schwer verletzt, wie die spanische Polizei mitteilte. Eine Augenzeugin berichtete, den Besuchern der riesigen Party habe nur ein Ausgang zur Verfügung gestanden.
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Die Massenpanik sei offenbar durch ein bengalisches Feuer ausgelöst worden, das jemand ins Innere des Stadions geworfen hatte, sagte ein Polizeisprecher. Die Feier unter dem Motto „Thriller Music Park“ fand in der Madrid Arena, einem überdachten Stadion mit Platz für 10.000 Menschen, statt.
Als die Einsatzkräfte am Unglücksort eingetroffen seien, hätten sie fünf junge Frauen mit Atemstillstand vorgefunden, sagte der Chefmediziner der Rettungskräfte von Madrid, Fernando Prados. Drei von ihnen konnten vor Ort wiederbelebt werden, eine dieser drei sei aber später auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.
Die Lage der beiden Verletzten war laut Prados „sehr ernst“. Bei den drei Todesopfern handelte es sich der Polizei zufolge um drei Frauen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Nach ihrer Alarmierung gegen 4.30 Uhr räumte die Polizei das Gebäude, die Evakuierung verlief den Angaben zufolge ohne Zwischenfälle. Es wurde eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.
Eine Besucherin der Halloween-Party sagte, es habe vor dem einzigen Ausgang einen Stau gegeben. Die übrigen Türen seien verschlossen gewesen, „damit da keiner raus kann“, sagte die Besucherin namens Sandra dem Radiosender Cadena Ser. „Die Leute weinten, wurden zusammengequetscht, und es gab niemand, der dieses Mädchen wiederbeleben konnte.“ Schließlich sei ein Kellner über die Absperrung gesprungen, um der jungen Frau zu helfen.
Einem Augenzeugen zufolge hatte sich die Massenpanik auf einem Gang des Stadions ereignet, wo tausende Gäste, viele von ihnen kostümiert, zu elektronischer Musik tanzten. Ein anderer Besucher berichtete, den Ausrichtern sei bewusst gewesen, dass das Stadion überfüllt gewesen sei: „Die haben uns gesagt, dass es zu viele Leute gibt, dass keine Leute mehr rein könnten“, sagte er dem spanischen Fernsehen.
Die Veranstalter hatten angekündigt, bei der Feier würden die „weltbesten DJs“ auflegen. Außerdem sollte es einen Kostüm-Wettbewerb geben, bei dem Michael Jacksons Musikvideo "Thriller" als Vorbild dienen sollte.
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