• 28.08.2012

Moorburg wehrt sich gegen die Unterbringung ehemaliger Straftäter

Ein Dorf will nicht mehr

Drei ehemalige Sicherungsverwahrte sollen im Dezember in Hamburg-Moorburg einziehen. Das hat der Hamburger Senat beschlossen, ohne die Anwohner zu fragen. von Christine Bödicker

  • 01.09.2012 15:26 Uhr

    von Jengre:

    @susa

    Sorry, aber da gerade Sie bedienen nur Reflexe, Klischees, Vorurteile und diffuse Ängste (wenn auch die der vorgeblich augeklärten Seite).

  • 31.08.2012 14:20 Uhr

    von Friedel:

    Es ist schon richtig das diese Menschen irgendwo leben müssen!!!- Unabhängig davon was sie verbrochen haben sind es Menschen und haben eben auch Rechte.- Allerdings ist Moorburg der falsche Platz.- Es gibt dort keine Möglichkeit zum Einkaufen, keine Ärzte in der Nähe nicht einmal einen Zigarttenautomaten in der Nähe!!.- Aber dafür 4!! Bushaltestellen von denen aus alle dort lebenden Kinder zur Schule fahren oder auch zu Freizeitaktivitäten aufbrechen.Nur 2 Häuser weiter ist die erste Familie mit Kindern!!In dörflicher Umgebung ist nicht die nötige Anonymität vorhanden, dort kennt jeder jeden und die Atmosphäre wäre dann geprägt von Angst und Unruhe.

  • 30.08.2012 15:38 Uhr

    von Brennessel:

    Ich hörte letztens in der Hafencity wären noch ein paar Wohnungen frei. Da gibts auch keine Kinder.

  • 30.08.2012 11:26 Uhr

    von susa:

    @Jengre:

    Bitte halten Sie sich doch an die Tatsachen. Tatsache Nr.1 ist, dass nur die Sicherungsverwahrten entlassen werden, bei denen die Gefahrenprognose negativ ist. Menschen, die also gerade _nicht_ als fortwährend gefährlich eingeschätzt werden. Tatsache Nr.2 ist, dass diese Menschen keineswegs "unkontrolliert" in die Freiheit entlassen werden: Sie sind einer Reihe von Auflagen unterworfen, arbeiten meist tagsüber in geschlossenen und überwachten Einrichtungen, und manche werden sogar polizeilich überwacht.

    Ich frage mich allerdings so langsam, ob die polizeiliche Überwachung nicht eher erforderlich ist, um die Ex-Sicherungsverwahrten vor einem von Bild und Konsorten aufgewiegelten Lynchmob zu schützen. Mir persönlich macht dieser Möchtegern-Lynchmob deutlich mehr Angst, als die Vorstellung, einen Ex-Sicherungsverwahrten in meiner direkten Nachbarschaft zu haben.

  • 29.08.2012 23:16 Uhr

    von Stefan:

    warum nicht in Berne oder am Alsterufer oder in der Hafencity? Oder warum nicht in der Hafenstrasse oder im Gängeviertel?Oder in der Schanze. Wäre doch mal eine Bereicherung für unsere Reichen oder für Künstler oder für Linksintelektuelle. Vielleicht könnten ehemals Sicherheitsverwahrte dort als Erzieher umgeschult werden? Keiner schreit :Hier wenn es um die Unterbringung geht. Und das nicht ohne Grund. Es ist eine berechtigte Angst. Aber es wäre auch mal eine Chance zu sehen wie denn Reiche, Künstler, "In Viertel" etc auf eine reale gesellschaftliche Herausforderung so reagieren.

  • 29.08.2012 20:51 Uhr

    von Karin Bryant:

    Nach dem ich alle Kommentare zu diesem Thema gelesen hab kommen ich zu dem
    Ergebnis dass keiner der Leute die dafuer plädieren dass diese Sexualtäter in Moorburg
    Angesiedelt wurden in der Naehe oder gar in dem Ort lebt.Ich glaube auch nicht dass sie
    solche Nachbarn haben möchten,jedenfalls nicht wenn sie selber Kinder haben.
    Ich finde es total richtig dass die Moorburger davon In Kenntnis gesetzt wurden als ihnen
    die neuen Mitbewohner geschickt wurden.Schliesslich gibt es genügend Grund Kinder
    Vor diesen vorbestraften ,einschlägig bekannten Leuten zu schützen.das ist zwar
    ein Problem fuer die Maenner aber ein noch groesseres fuer die Moorburger.

  • 29.08.2012 15:57 Uhr

    von Jengre:

    @Hanseatin

    Und wie stehen Sie zur Menschenwürde und dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung (oder sogar dem Lebensrecht) der nächsten Opfer, die es nicht vielleicht, sondern definitiv gibt, wenn als fortwährend hochgefährlich eingeschätzte Sexualstraftäter mit soziopathischen oder sadistischen Störungen unkontrolliert in die Freiheit entlassen werden? Es geht hier um eine Abwägung, die sich niemand leichtgemacht hat. Wer alle Vergewaltiger für therapierbar (und therapiewillig) hält, müßte nach der gleichen Logik wie manche Erzkonservative auch Homosexualität für "umpolbar" halten.

  • 29.08.2012 15:35 Uhr

    von susa:

    Die anhaltende Treibjagd auf ehemalige Sicherungsverwahrte ist unerträglich. Wo immer diese Menschen hinverwiesen werden: Behörden und Medien kolportieren den neuen Wohnort in allen Details. Ja, auch ihr, liebe tazler, in diesem Artikel - muss das denn sein? Die ständige Polizeibegleitung (trotz negativer Gefahrenprognose - was soll das eigentlich?) tut ein übriges, die Vorstellung einer anhaltenden Bedrohung durch tickende menschliche Zeitbomben in den Köpfen der Bevölkerung zu zementieren. Ich sehe inzwischen keine andere halbwegs grundgesetzkonforme (Würde des Menschen und so ...) Vorgehensweise mehr, als diesen Menschen eine komplett neue Identität zu geben und jede Art polizeilicher Überwachung dauerhaft von ihnen abzuziehen. Ob damit dem Sicherheitsbedürfnis der Treibjäger besser gedient wäre sei mal dahingestellt ...

  • 29.08.2012 07:58 Uhr

    von Hanseatin:

    Da hört das Demokratieverständnis von Herrn Brandt dann auf.... dabei ist auch die Resozialisierung ein Teil unserer Verfassung und ein wesentliches Element unseres Strafrechts. Einfach mal nachlesen. Das bildet, Herr Brandt. Es ist geradezu zynisch, die Zerstörung Moorburgs mit der Unterbringung dieser Männer zu vergleichen. Im Übrigen gilt auch für diese Männer das Prinzip der Freizügigkeit, im Prinzip könnten die hinziehen, wo sie wollten.
    Schon mal darüber nachgedacht, das eine Gesellschaft, die eine sein will, auch damit umgehen können muß und ja, wenn man es so ausdrücken will, muß sie das aushalten können. Diese Männer werden von Stadtteil zu Stadtteil geschubst, können keinen Schritt unbeobachtet machen und wenn sie dann dem Druck nicht standhalten, ist das Geschrei groß, ohne das jemand darüber nachdenkt, was da eigentlich wirklich passiert.

  • 28.08.2012 21:57 Uhr

    von Frank Bittler:

    Ohne die Wahlergebnisse von Moorburg zu kennen behaupte ich ganz frech:

    Die Moorburger bekommen was sie gewählt haben.

    Und ich gönn es ihnen von Herzen.

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