Moskau

Programm der Reise

vom 5. bis 11. Oktober 2019

Der Kreml – der historische Mittelpunkt der Hauptstadt Bild: Nadja Moussa

1. Tag (Samstag)

Sie reisen individuell nach Moskau. Im Hotel erwartet Sie Ihr Reiseleiter Bernhard Clasen. Nach dem Check-in im Hotel Abendessen in einem Restaurant und Programmvorstellung. Anschließend Vortrag zum Thema "Sozialabbau in Russland" und kleiner Stadtrundgang

2. Tag (Sonntag)

Per Bus unternehmen Sie, begleitet von einem einheimischen Reiseführer, eine ganztägige Architekturrundfahrt. Besichtigt werden Bauten des russischen Konstruktivismus und des Jugendstils. Darunter einige Gebäude, die in keinem Reiseführer stehen, wegen ihrer ausgefallenen Bauweise aber Prunkstücke Moskauer Baukunst darstellen, u.a. den Radioturm und das Kommunehaus Schabolowka, das Jausa-Hospital der Mäzenaten-Familie Baschatow, das Melnikow-Haus, das Gorki-Haus und andere. Darüber hinaus können Sie auch noch einen Blick auf neuere Bauten der postsowjetischen Periode werfen.

Vor dem Abendessen im alternativen Kunstzentrum Winsawod (Weinfabrik), das zeitgenössische russische Künstler ausstellt, werden Sie über das Gelände geführt, Sie sehen originelle Geschäfte, Künstlerateliers und den ausgezeichneten Buchladen.

Der Radioturm von Schabolowka Bild: Archiv

3. Tag (Montag)

Am Vormittag steht ein Besuch bei der NGO Memorial auf dem Programm. Sie erfahren mehr über Russlands Umgang mit seinem historischen Erbe sowie über die aktuelle politische Lage im Land, die Bedeutung der Opposition und die Situation der Zivilgesellschaft.

Nach einer Mittagspause wird an die Stalinära erinnert: bei einer Führung durch einen Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation „Memorial“ zum Thema „Topographie des Terrors. Das Moskau von NKWD und KGB – die Lubjanka und ihre Umgebung“.

Zum Abschluss des Tages steht noch ein Besuch der Flüchtlingsorganisation „Komitee Bürgerbeteiligung“ auf dem Programm. Gesprächspartnerin ist die russische Menschenrechtlerin und Trägerin des alternativen Nobelpreises 2016, Swetlana Gannuschkina.

Danach Abendessen in einem Restaurant mit taz-Korrespondent Klaus-Helge Donath.

4. Tag (Dienstag)

Der heutige Tag beginnt mit einem Rundgang durch das Stadtzentrum: Sie sehen den Roten Platz, die Twerskaja-Straße, den Puschkin- und den Majakowski-Platz; danach noch ein Streifzug durch die Stoleschnikow- Gasse und die Konsumtempel des neuen Russlands sowie ein Abstecher in das traditionelle Gourmet-Kaufhaus Jelissejew, dessen Jugendstileinrichtung noch erhalten ist.

Die Erzengel-Kathedrale im Kreml. Bild: Nadja Moussa

Am Nachmittag fahren Sie zum Moskauer Büro der „Heinrich-Böll-Stiftung“. Ein Mitarbeiter der Stiftung wird über die Arbeit ausländischer Stiftungen und Organisationen in dem Land, die aktuelle politische Lage, die Situation der Zivilgesellschaft sprechen.

Abends gibt es noch ein Treffen mit einem Vertreter von Amnesty International mit Informationen zur Menschenrechtslage in Russland. Anschließend gemeinsames Abendessen.

5. Tag (Mittwoch)

Heute geht es für einen Tag aufs Land. Per Vorortzug (Elektritschka) fahren Sie nach Peredelkino, etwa 20 km vom Moskauer Stadtzentrum entfernt. Schon seit den 1930er Jahren ist die Datschensiedlung vor allem als Dichtersiedlung bekannt, denn viele berühmte russische Literaten wie Boris Pasternak, Ilja Ehrenburg, Jewgenij Jewtuschenko und der Liedermacher Bulat Okudschawa hatten hier ihre Wochenend- und Sommerhäuser. In vielen dieser Häuser sind heute Literaturmuseen eingerichtet, von denen Sie einige besuchen werden.

Kinderbibliothek in der Dichtersiedlung Peredelkino Bild: Archiv

Abendessen in Moskau in einem Restaurant, eventuell wieder in Gesellschaft von taz-Korrespondent Klaus-Helge Donath.

6. Tag (Donnerstag)

Nach dem Frühstück treffen Sie einen Energy Campaigner von Greenpeace Russland, mit dem Sie über Umweltschutz und alternative Energien in Russland sprechen werden.

Anschließend haben Sie Zeit für eigene Unternehmungen. Am späten Nachmittag steht  dann noch ein Besuch in der Redaktion der regierungskritischen Tageszeitung Nowaja Gaseta. Die Zeitung hat vielfach Repressionen erlebt, fünf ihrer JournalistInnen wurden bei Attentaten getötet; das in Deutschland bekannteste Opfer war 2006 Anna Politkowskaja. Vertreter der Zeitung können viel von den Schwierigkeiten des unabhängigen Journalismus in Russland erzählen und sind mit den aktuellen innenpolitischen Themen bestens vertraut.

Abschluss-Abendessen in einem Restaurant.

"Arbeiter und Kolchosbäuerin" Bild: Sofia Kalinina

7. Tag (Freitag)

Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen und individueller Rückflug.

Umstellungen und Änderungen im Detail sind möglich. Stand: 20.11.2018

Der Rückflug kann individuell auch später erfolgen. Näheres beim Veranstalter.