Ein sächsischer Neonazi, der unter dem Tarnnamen „Primus“ als V-Mann arbeitete, soll jahrelang Kontakt zum NSU gehabt haben. Er selbst bestreitet das.

Verschwommenes Bild: Die Details zu „Primus“ sind nicht ganz klar. Bild: dapd
HAMBURG/DRESDEN dapd | Bei den Ermittlungen gegen den „Nationalsozialistischen Untergrund“ prüft das Bundeskriminalamt offenbar die Rolle eines weiteren V-Manns. Der Neonazi aus Sachsen, den der Verfassungsschutz seit Mitte der neunziger Jahre unter dem Decknamen „Primus“ führte, soll sich zeitweise im Umfeld der drei mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bewegt haben, berichtet Spiegel Online. Das Bundeskriminalamt wollte sich zunächst nicht äußern.
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Demnach soll ein Zeuge den Ermittlern berichtet haben, der Mann habe sich einige Monate nach dem Untertauchen des Trios bei einem Fußballturnier im thüringischen Greiz mit Böhnhardt und Mundlos gezeigt.
Ein anderer ehemaliger Rechtsextremist habe behauptet, dass Zschäpe jahrelang als Kundin im Szene-Geschäft von „Primus“ verkehrt habe. Die Ermittler konnten diese Aussagen allerdings bislang nicht erhärten, schreibt das Magazin.
In einer Vernehmung durch Staatsanwälte habe „Primus“ Ende Oktober vergangenen Jahres bestritten, das Trio persönlich gekannt zu haben. Zugleich habe er jedoch Kontakte zu Mitgliedern der „Blood & Honour“-Sektion Sachsen sowie zu Zschäpes Mitangeschuldigtem André E. und dessen Frau eingeräumt. Der Verfassungsschutz beendete die Zusammenarbeit mit „Primus“ nach der Jahrtausendwende aufgrund von Zweifeln an dessen Ehrlichkeit, heißt es in dem Bericht weiter.
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