Auf Plakaten und in einem Spot verpasst sich die Commerzbank ein neues Image. Guter Versuch, wie wär's mit einem neuen Geschäftsfeld?von Erik Wenk

Nicht nur Filialleiterin, sondern auch Langstreckenläuferin: Die Commerzbankwerbeträgerin. Bild: screenshot commerzbank.de
Eine Frau joggt durch Frankfurt, sie kommt an einer Gruppe Bauarbeiter vorbei, an Gemüseständen und Frachtschiffen. Dann kommt sie an ihrem Arbeitsplatz an, der Commerzbank. Die Joggerin ist Filialdirektorin Lena Kuske – auch nur ein Mensch mit hässlichem Jogginganzug.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Der neue TV-Spot von Deutschlands zweitgrößter Bank flankiert die Bankfrau mit Sätzen wie: „Woran liegt es, dass man den Banken nicht mehr vertraut?“ und „Wir haben etwas getan, was für uns vielleicht nicht typisch war. Wir haben die Gründe bei uns gesucht.“
Wer jetzt denkt, die Commerzbank würde per Imagespot ihre Auflösung bekannt geben, irrt. Sie will nur ein bisschen lieber sein als die anderen bösen Banken. „Eine Bank, die endlich Schluss macht mit Spekulationen auf Grundnahrungsmittel. Eine Bank, die erneuerbare Energien finanziert. Eine Bank, die seine Berater nicht belohnt, wenn sie möglichst viele Verträge verkaufen“, heißt es.
Für die Leiter der Commerzbank kommt das einer Heldentat gleich, für jeden Normalbürger ist es eine Selbstverständlichkeit. Eine Imagekampagne soll Gewinn bringen. Es ist schon atemberaubend, wie aus dem Scheitern der eigenen Branche umgehend neuer Profit generiert werden soll, indem man sich als ethischere Bank darstellt.
Der Titel des Spots „Der erste Schritt“ suggeriert, dass nun – dank der Commerzbank – eine neue Zeit anbricht, obwohl Banken wie die GLS oder die Umweltbank längst weiter sind. Was übrigens in der Aufzählung der Commerzbank fehlt, ist das Versprechen, nicht in Hersteller von Atomwaffen zu investieren. Genau das tut die Commerzbank laut der Studie „Don't Bank On The Bomb“ der Internationalen Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen.
Nachdem die Telekom mit einem Pilotprojekt in die öffentliche Bredouille geriet, ist die Umstellung auf drahtlose Versorgung in Neubaugebieten auf Eis gelegt. von Leonie Sontheimer

Bond-Schurkin, Stil-Ikone, Musikerin: Das Gesamtkunstwerk Grace Jones hat Geburtstag.

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.


Leserkommentare
09.04.2013 13:09 | esquino
hallo, bei uns in der familie wirkt der spot wie eine unverschämte provokation die bei uns starke aggressioenen gegen diese ...
02.12.2012 14:11 | BerndJoel
Liebe Commerzbank, danke für Eure Steilvorlage :-) Eine Video-Antwort von occupycologne besteht bereits "Commerzbank Erster ...
01.12.2012 18:07 | Bürger Lars aus Stuttgart
ich habe diesen Werbespot diese Woche auch gesehen und habe mich ein wenig gewundert. ...