Nach den Übergriffen in Köln

Geflüchteten-Demo gegen Sexismus

Unter dem Motto „Syrer gegen Sexismus“ haben Flüchtlinge in Köln gegen Gewalt gegen Frauen demonstriert. In Würzburg verteilten sie Blumen.

Ein Mann mit Deutschlandflagge vor weiteren Männern mit Blumen

„Syrer gegen Sexismus“: Flüchtlinge mit Plakaten, Blumen und Deutschlandflagge in Würzburg.  Foto: dpa

KÖLN epd/dpa | Knapp 100 syrische Flüchtlinge haben am Samstag unter dem Motto „Syrer gegen Sexismus“ in Köln gegen sexistische Übergriffe und Gewalt gegen Frauen demonstriert. Mit der Aktion auf dem Bahnhofsplatz sollte ein deutliches Zeichen gegen die Vorfälle in der Silvesternacht in der Domstadt gesetzt werden, wie es auf einigen Transparenten hieß.

Nach Angaben eines Polizeisprechers verlief die angemeldete rund zweistündige Aktion friedlich und ohne Störungen.

Die Veranstalter betonten, dass sie die Vorkommnisse in der Silvesternacht verurteilten. In dem Aufruf zu der Demonstration hieß es, die kriminellen Angreifer, die Frauen sexuell belästigt, bedroht und bestohlen hatten, „repräsentieren nicht unsere Werte und unsere Kultur“. Die Demonstranten sprachen sich für harte Strafen gegen die Täter und ihre Abschiebung aus Deutschland aus.

In Würzburg kauften syrische Flüchtlinge Blumen und verteilten sie an Passanten. Sie überreichten rund 170 Tulpen und Rosen. Damit habe man Anteilnahme nach den Übergriffen der Silvesternacht zeigen wollen, erklärte der Organisator Mohammad Mashlah. Auf einem Plakat stand „Wir sind hier, weil wir in Frieden leben wollen“.

 

Weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Kriegen, Verfolgung und Armut. Im Mittelmeer sterben Zehntausende. Und die EU setzt auf Abschottung.

17. 1. 2016

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