• 19.08.2012

Nahostexperte über Iran

„Afghanistan hoch zehn“

Der Westen hat sich nie bemüht, mit dem Iran auf Augenhöhe zu verhandeln. Es wurde immer versucht, das Land zu isolieren, sagt der Nahostexperte Michael Lüders.von Ines Kappert

  • 30.08.2012 09:50 Uhr

    von vic:

    Bravo und vielen Dank für diesen Beitrag, Frau Kappert und Herr Lüders.
    Tut gut auch mal was anderes zu lesen als Iranbashing und Westverherrlichung.

  • 23.08.2012 20:19 Uhr

    von Stimme der Demokratie:

    Lüders ist kein Nahostexperte sondern entweder ein Araber-Lobbyist oder ein Israel-Hasser.

  • 23.08.2012 11:41 Uhr

    von Pepe:

    Ein wirklich unterhaltsames Interview mit Ayatolla Lüders. Es liest sich insgsamt so, als solle man doch endlich Verständnis aufbringen für ein klerikalfaschistisches System, dass den Iran und seine Gesellschaft bald vollständig vernichtet hat. Ein schöner Ruhepol ist das. Es gibt viele Iraner, die sagen, wenn sie gewusst hätten, was Ihnen Mullahs antun, hätten sie nicht gegen den Schah gekämpft. Ich glaube nicht, dass der Experte Lüders solche Iraner kennt.
    Im übrigen staune ich über das oberflächliche Halbwissen, dass der sog. Experte verbreitet.
    Ein paar Beispiele:
    1. Zuerst wird behauptet, die Unterstützung von Hamas und Hsibollah seien unbewiesen. Dann aber heißt es: na gut, aber es gibt politische Gründe dafür. Ja, Herr Lüders: Terror hat meistens politische Gründe!
    2. Schwächung der Opposition. Die Wirtschaftsanktionen würden die Oppositionellen schwächen. Vielleicht ist Herrn Lüders entgangen, dass Verhaftungen, Tötungen und Folter der Opposition in den letzten JAhren am meisten zugesetzt haben?
    3. IAEA Inspektion als Spionage darstellen. Wenn Herr Lüders auch nur einen IAEA Bericht gelesen hätte, wäre ihm aufgefallen, dass es um die behandelten Themen keine Geheimnisse geben sollte, es sei denn..oh!
    4. Gesprächsangebote an die USA: Wenn Herr Lüders in diesem Zusammenhang die iranischen Präsidenten aufzählt, ist ihm offensichtlich unbekannt, dass Außenpolitik durch Chamnei vorgegeben wird. Und bei dem sind USA- und Israel- Hass Teil der Staatsräson. Eine Normalisierung der Beziehungen ist nicht vorgesehen. Außerdem unterschlägt der Bremer Mullah, dass es einige Briefe Obamas an Chamenei gegeben hat. Unbeantwortet.

    Vielen Dank an für die kritischen Fragen von Ines Kappert.

  • 21.08.2012 10:09 Uhr

    von bull:

    Solange der Westen den Verbrecherstaat Israel unterstützt und sich ständig in irgendetwas einmischt wird es keine Ruhe in dieser Region geben.

  • 21.08.2012 02:30 Uhr

    von Friedenstreiber:

    In diesem Interview kommt Ahmadinedschad ausführlich zu Wort.
    http://www.youtube.com/watch?v=7kj2-ycXCYo

    Wer Zweifel an der Übersetzung hat, kann hier nachlesen:
    http://orwellschewelt.blogspot.de/2012/03/ahmadinedschad-interview.html
    und hier:
    http://meryemdeutschemuslima.wordpress.com/2012/03/24/ahmadinejad-interview-das-zdf-lugt

  • 20.08.2012 18:26 Uhr

    von Kathrin Meister:

    Danke für eine der seltenen Stimmen der Vernunft. Bei dem mangelnden Widerstand der Verbündeten Israels gegen dessen selbstmörderische Politik, denke ich mir zunehmend, dass das Land keine Feinde mehr braucht, nicht mal einen Iran, bei den "Freunden" die es hat. Es gibt keine völkerrechtliche Legitimation für einen Angriffskrieg auf Iran. Und dass Israel um seine Existenz fürchten muss, liegt auch nicht an Iran, sondern daran, dass auch die Palästinenser ein "Existenzrecht" haben, nicht nur die Israelis. Und da sich Israel gegen eine Anerkennung des palästinensischen Staates wehrt und diesen inzwischen auch mit seiner Siedlungspolitik unmöglich gemacht hat, wird es natürlich keinen Frieden geben. Es sei denn, man leitet eine Versöhnung ein, wie in Südafrika und gründet einen Staat mit gleichen Rechten für alle. Das ist natürlich ein Horror für Fanatiker wie Netanjahu. Iran ist keine Bedrohung und es wäre wirklich klüger, das Land einzubinden, statt auszugrenzen, was sowieso nur bedingt funktioniert. Denn was haben Pleitestaaten wie die USA oder Europa dauerhaft an Druckmitteln in der Hand? Noch ein Kriegsgrund?
    Wie Herr Lüders richtig sagt, sind die westlichen Bemühungen "Freiheit und Demokratie" zu verbreiten kein Ruhmesblatt. Sonderbarerweise stört bei unseren arabischen Verbündeten nicht, dass sie in einer Weise gegen Menschenrechte verstoßen, gegen die Iran wie ein Musterland aussieht. Also muss man Iran einbeziehen. Seine Außenpolitik ist ja auch keine aggressive - allerdings wird es sich zu wehren wissen. Schaue man sich doch mal iranische Meinungen zur Situation in der Region an: http://irananders.de/home/news/article/tour-dhorizon-eine-iranische-betrachtung-zum-nahen-osten-und-seine-aussichten.html

  • 20.08.2012 14:41 Uhr

    von iranische Opposition:

    Bitte beachten Sie immer wieder, dass es seit Jahrzehnten eine vielfältige Opposition im Iran und im Exil gibt. Auch in Deutschland.
    Sie sind selbstverständlich gegen das theokratische Regime in Teheran als auch gegen eine Kriegsoffensive der USA, denn es wurde schon einmal Mossadeq gestürzt.
    Es gibt viele Säkulare im Iran.

  • 20.08.2012 14:34 Uhr

    von Kianuschyamini:

    An Harald:
    Unser Friedhof ist auch ein Ruhepol, aber kein Ort
    in dem der Mensch leben möchte.

  • 20.08.2012 12:37 Uhr

    von Harald:

    "Iran ist der einzige Ruhepol in der Region."

    Immer wieder eine Herausforderung, den umtriebigen Ayatollah-Lobbyisten Lüders zu erleben. Als beim Lesen der Absurditätsfaktor ins Groteske schlug stellte ich fest, daß Interview wurde von Ines "Sinai" Kappert geführt. Alles klar.

    Kappert:
    "Der israelische Schriftsteller David Grossman hat unlängst in der FAZ den im Land weitgehend akzeptierten Größenwahn von Netanjahu als Grund für die Kriegsgefahr angegeben. Leuchtet Ihnen das ein?"

    Lüders: "Unbedingt."

    Es ist ja schon allerhand genug, daß sich die 7.772.200 Israelis nicht dem demokratischen Votum von ca. 300.000.000 Arabern beugen wollen, doch bitte endlich von der Landkarte zu verschwinden, damit für sie die langersehnten Frieden, Freiheit und Wohlstand ausbrechen mögen.

    Auch die fortgesetzte, völkerrechtswidrige Denunzierung des friedlichen iranischen Atomprogramms, das doch ausschließlich medizinischen Forschungszwecken dient, mit feindseligen Übersetzungsfehlern, muss beendet werden.

    Frieden, Stabilität und Gesundheit in der Region kann nur gewährleistet werden, wenn die Teheraner Führung ihre externen Sozialverbände Hezbollah und Hamas ungehindert mit nuklearmedizinischen Gerät auszustatten in der Lage ist, um den 7.772.200 übersetzungsfehlerkranken Israelis solcherart humanitäre Hilfe angedeihen zu lassen.

  • 20.08.2012 10:40 Uhr

    von SomaRiot:

    Lüders, "Nahostexperte", mein Gott, taz. Ist ja schlimm genug, dass ihr dem ein Forum bietet. Aber ihn auch noch als Experten zu bezeichen? Da müsstet ihr doch drüber weg sein...

  • 19.08.2012 17:26 Uhr

    von Fruehling:

    Danke Herr Lueders fuer diese informierte Expertenmeinung. In der Mehrheit der deutschen Medien kommen leider viel zu viele selbsternannte Experten zum Thema Nah-Ost zu Wort, so dass die studierten und langjaehrig erfahrenen genuinen Experten sich viel zu selten Gehoer verschaffen koennen.
    Wieviel Elend und Zerstoerung muss diese unheilige Allianz aus USA-Israel-Saudi-Arabien und ihren willigen Helfern noch ueber die Region bringen, bis dem Durchschnittsbuerger endlich die wahren geopolitischen Implikationen der "westlichen" Nah-Ost-Politik aufgehen?

  • 19.08.2012 17:03 Uhr

    von Lara Croft:

    Ein sehr interessantes Interview mit dem nahostexperten herrn Herrn Lüders!

    Gut, dass er nicht in das hochgefährliche Kriegsgeheul einstimmt, sondern im Gegenteil mit fundierten Argumenten vor einem Krieg gegen den Iran warnt.

    P.S. Wss ist los? Die taz ist heute ja richtig gut - dieses informative Interview und dann der Artikel "fataler Reichtum" von Nicola Liebert. KLASSE !

  • 19.08.2012 16:12 Uhr

    von D.J.:

    @Mona,

    Lieberman sprach 2003 von palästinensischen Gefangenen, nicht von den Palästinensern (wobei der genaue Wortlaut umstritten ist):

    http://www.haaretz.com/print-edition/news/lieberman-blasted-for-suggesting-drowning-palestinian-prisoners-1.93554

    Schlimm genug - es hat auch heftige Proteste in Israel deshalb gegeben. Das enthebt Sie aber nicht von der Pflicht, richtig zu zitieren, statt die übliche antiisralische Hetze nachzuplappern.

  • 19.08.2012 15:40 Uhr

    von ayatolla lüders:

    Wo L Ü D E R S drauf steht, steckt Holocaust drin.
    Der ist kein Experte sondern Aktivist, Aktivist
    der Endlösung der Judenfrage.
    Seine Ratschläge sind
    Süß und voller
    Gift.

  • 19.08.2012 14:11 Uhr

    von pauli:

    lustiges interview. danke!

  • 19.08.2012 13:54 Uhr

    von Hugo:

    Die Fragestellung von Frau Kappert hätte von G. W. Bush sein können.

  • 19.08.2012 13:53 Uhr

    von Mona:

    "Keine prowestliche Politik - verwechseln Sie hier nicht Auslöser und Reaktion? Wenn der Iran Israel bedroht, dann sollte der Westen doch reagieren."

    Frau Kappert hat offensichtlich noch nicht mitbekommen, dass Israel permanent den Iran bedroht. Ganz zu schweigen von den Palästinensern.

    Schon erstaunlich, dass unsere "neutralen" Journalisten nie erwähnen, dass Avigdor Lieberman, der derzeitige Außenminister von Israel, vor einigen Jahren vorgschlagen hat, die Palästinenser im Toten Meer zu ertränken. Viel lieber werden gebetsmühlenartig die Aussagen von Ahmadinedschad wiederholt. Neutralität, Objektivität und Weitsicht sind hier nicht vorhanden.

  • 19.08.2012 13:52 Uhr

    von Thomas H:

    Lüders:
    "Ich finde es sehr beunruhigend, dass die Frage von Krieg und Frieden von einem Politiker abhängt, der offenbar den Bezug zur Realität verloren hat."

    Leider meint Lüders damit nicht den wahnhaft vernichtungswütigen Antisemiten und Autokraten Ahmadinedschad, sondern den gewählten konservativen Demokraten Netanyahu.

    Der realitätsverlustige deutsche "Nahostexperte" Lüders ist in seinem manischen Hass gegen den klitzekleinen jüdischen Staat inzwischen anscheinend dermaßen weltfremd und verstiegen drauf, dass er sich nun ganz offen dem klerikalfaschistischen Mullahregime im Iran als dessen willfähriges Propagasprachrohr andient.

    Ich vermute mal, dass er mit dieser seiner Glanzrolle für den Rest seines Lebens sehr komfortabel ausgesorgt hat.
    Denn irrlichternde "Nahostexperten" a la Lüders dürften den Mullah-Gewaltherrschern und Möchtegern-Judenausrottern in der "Islamischen Republik Iran" sicherlich so einiges an Gold wert sein!

    Mein Dank an den/die Interviewer, für die kritischen Nachfragen!

  • 19.08.2012 13:46 Uhr

    von Rainbow Dash:

    Das ist ja ein großartiger Experte, der die antisemitische Staatsräson als "Ausfälle" eines einzelnen Staatsoffiziellen bagatellisiert und glaubt, man könne mit dem Iran, so man nur "auf Augenhöhe" mit ihm verhandele, diesem zu einer Aufgabe seiner aggressiven anti-israelischen Politik bringen. Dafür ist der Kampf gegen alles jüdische aber viel zu sehr Teil der staatlichen Ideologie und Herrschaftsgrundlage und Diskussionen "auf Augenhöhe" und ein Ende der Wirtschaftssanktionen können so wenig in dieser Hinsicht bewirken wie Chamberlains Appeasement-Politik der 30er Jahre.

  • 19.08.2012 13:34 Uhr

    von thomas:

    mit den antisemitischen äußerungen "zusätzlich öl ins feuer goss"? sag mal, hackts bei dir? ich hab selten so einen anmaßenden schwachsinn gelesen. scheiß idelogiepapier, diese taz.

  • 19.08.2012 13:29 Uhr

    von Ignaz Quadratwurzel:

    Kein Mensch kann doch übersehen, dass nicht die Menschenrechtslage im Iran die europäischen und us-amerikanischen Handlungen bestimmt.
    Überdies böten die Verhältnisse im Iran viele Ansätze, neben den Zielen der Menschenrechte, auch die der Ökologie, der Ernährung und einer nachhaltigen Wirtschaftlichkeit und der Berechenbarkeit im Umgang mit dem Gegenüber zu verfolgen,
    und bei all dem kann viel mehr Einfluss genommen werden, damit es z.B. zur Abschaffung der Todesstrafe kommen wird.

    Ob der Schutz des angeblich sich bedroht fühlenden „Israel“ dabei ganz oder nur teilweise die Rohstoffbedürfnisse des Westens als Antriebskraft des Handelns verdecken kann, sei dahingestellt.

    Bundesdeutsche Medien nennen die Angriffsdrohungen aus Tel-Aviv einen „Präventivschlag“ und zeigen auch hierin wieder, wie ein Engagement für „Israel“ letztlich jegliche Anschauung für Recht und Gerechtigkeit verrotten, die Maßstäbe des Handelns und der Wahrnehmung ins Haltlose geraten lässt.

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