• 06.07.2012

Namensstreit in Dresden

Die Null-Toleranz-Zone

Straßennamen sollten nicht an Opfer von Fremdenhass oder an NS-Verbrechen erinnern, finden CDU und FDP in Dresden. Sie fürchten ein „Netz der Schande“.von Michael Bartsch

  • 08.07.2012 19:46 Uhr

    von Sissy Fuß:

    Wozu NPD? Es gibt doch die CDU.

    (Zugegeben: Das gilt nur in Sachsen. Aber reicht ja.)

  • 08.07.2012 10:07 Uhr

    von Pia:

    @Fritz

    Haben Sie auch eine Erklärung dafür warum der "Subproll" in einem Gerichtssaal 18 Mal auf eine Zeugin einstechen konnte, ohne dass ihm jemand wirksam in den Arm fällt? Wie konnte er den anscheinend einzigen Helfer, ihren Ehemann, noch lebensgefährlich verletzen? Wieso schießt der schließlich aufgetauchte Polizeibeamte nicht auf ihn, sondern gezielt auf den ägyptischen Ehemann?

    Wenn ich Ihren Kommentar plus Gesinnungsgenossen lese entsteht bei mir den Eindruck, dass sich hier eine braune,übelriechende Maggiesoße zusammenbraut....

  • 06.07.2012 15:32 Uhr

    von Michel:

    Eine gute Idee....wenn mit gleichem Maßstab gehandelt wird.
    Wenn ebenfalls Straßen auch nach den Opfern islamistischer Gewalt (Ehrenmorde) oder sinnloser Morde von unschuldigen Passanten durch gewaltbereite Jugendliche mit Migrationshintergrund benannt werden, dann könnte daraus ein Schuh werden.

    Aber irgendwie kann ich das nicht sehen...da würden gewisse Leute wieder laut aufschreien. Es gibt halt solche und solche Opfer!

  • 06.07.2012 15:05 Uhr

    von Hulk:

    Es gibt halt zwei Klassen von Mordopfern in Deutschland, Marwa gehört eindeutig zu der ersten. Der ganze unerwähnte Rest, der bestimmt nie eine "Ehrenstraße" bekommt, gehört zur zweiten Klasse.
    Wie wäre es einfach mal mit einem Gedenken aller Mordopfer hierzulande?Oder lässt sich das im allg. nicht politisch Effektiv ausschlachten?

  • 06.07.2012 14:53 Uhr

    von Peter:

    "Migrantengewalt" - Der NPD auf den Leim gegangen?

    Schon der Begriff ist irreführend, weil die Übergriffe, die sie damit wohl meinen im Gegensatz zur rassistisch motivierten Gewalt eben nicht rassistisch motiviert sind. Sollten sie aber rassistisch motiviert sein so handelt es sich dennoch nicht um "Migrantengewalt" sondern um Übergriffe durch rassistische Gruppen. Rassismus ist natürlich kein rein deutsches Phänomen, auch Gruppen wie die Grauen Wölfe verüben beispielsweise rassistische Straftaten.

    Im Übrigen berichtet die Taz auch über derartige Übergriffe, aber -zum Glück- nicht wie die Bild über jeden unpolitischen Übergriff, blos weil ein Täter einen Migrationshintergrund hat.

  • 06.07.2012 14:27 Uhr

    von Felix:

    @Rudi: igitt.

  • 06.07.2012 13:40 Uhr

    von macnice:

    Horch, horch, hier könnte der Verfassungsschutz auf der Suche nach neuen Angestellten fündig werden. Er sollte schnell zugreifen, bevor sich andere Kreise für die Herren interessieren.

  • 06.07.2012 13:31 Uhr

    von Rudi:

    Der ganze Fall wurde ja politisch massiv mißbraucht. Über die vielen deutschen Todesopfer von Migrantengewalt schreibt die taz ja nichts. Weil das nicht in die linke Propagandermission passt und die Bilanz dann sehr schlecht aussehe für die Migranten.
    Zivilcourage ist das einzige, was hier noch hilft. Indem solche Sachen von den Bürgern entfernt werden.

  • 06.07.2012 13:28 Uhr

    von Jules Mari:

    Irgendwie ist es doch für die Opfer entwürdigend, wenn sie einzig für die "Leistung" ermordet worden zu sein, eine eigene Strasse bekommen. Warum hat Ihnen damals niemand geholfen? Geht es hier nur darum das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen?

    Vielleicht habe ich das einfach noch nicht verstanden: was ist die Verbindung mit Dresden oder der Anlass, jetzt eine Strasse nach Guernica zu benennen?

    Um Geschrei vorzubeugen: ich distanziere mich ausdrücklich von NPD und den genannten CDU-Exponenten, mich würden vielmehr die weiteren Hintergründe der Ereignisse interessieren, die ich in diesem Artikel noch sehr wenig ausgeführt sehe...

  • 06.07.2012 12:33 Uhr

    von norbert:

    es ist einfach nur peinlich, wie solch ein mord politisch missbraucht wird.
    es werden jeden tag viele menschen in deutschland ermordet, man erfährt lediglich randnotizen. ist das leben einer marwa etwa mehr wert? das ist äußerst diskriminierend.
    ich erinnere nur an den italiener, der vor ein auto gehetzt wurde, die täter haben im prinzip nicht mal ne strafe erhalten. wo ist da der aufschrei, das jährlich gedenkzusammentreffen?

  • 06.07.2012 12:21 Uhr

    von Stimme der Demokratie:

    Ich finde es recht bedenklich, wie hier argumentiert wird. Die im Hintergrund stattfindene Debatte um den Narrativ der Migranten-Verbände und Migrations-Lobbyisten, dass diese Morde den Anfang eines neuen Holocausts belegen (diesmal an Muslimen), spielt hier keine Rolle. Mit dem Gedenken an die Opfer von Deutschen und dem Verschweigen von Opfern von Migranten setzen wir falsche Zeichen. Unsere Gesellschaft leht mit einer übergroßen Mehrheit solche Morde ab. Eine Diskussion, warum bei den Migranten bezüglich sogenannter Ehrenmode von einem nicht unbeträtlichem Anteil Verständnis geäußert wird, wird als rassistisch, Nazi, etc. niedergebrüllt. Man könne ja die Migranten in ihren Gefühlen verletzen und würde sie marginalisieren. Jemanden, der sich gegen Freiheitsrechte und Gleichberechtigung ausspricht darf ruhig in seinen Gefühlen verletzt werden. Und am Rande der Gesellschaft, wenn nicht sogar ausserhalb steht er sowieso. Und die Migranten, die anders denken, mögen sich mit uns solidarisieren und sich nicht pauschal beleidigt fühlen, wie man es in der Sarrazin-Debatte gesehen hat. Sarrazin hatte auf einen statistisch erhöhten Anteil von nicht Integrierungswilligen unter den Muslimen hingewiesen. Daraufhin wurde er in jeder Talkshow von einer scheinbar integrierten Muslimin gefragt, warum er denn meine, dass sie nicht integriert sei. Dümmer geht es kaum.

  • 06.07.2012 12:14 Uhr

    von HamburgerX:

    Bitte keine Mordopfer erster und zweiter Klasse. Wenn ein Mensch aus niederen Motiven ermordert wird, ist das immer schlimm, dem einen Opfer ein Denkmal zu geben, dem anderen nicht, nur weil die Motive nochmals unterschiedlich bewertet werden, ist wenig sinnvoll. Wenn die Bevölkerung dann noch mit einem fast unaussprechbaren Straßennamen behelligt wird, ist das Verständnis um so geringer. (Da hätten man wenigstens einen Begriff wie "Toleranzstraße" nehmen können.)

    Ob Mord aus Gier, Hass oder Eifersucht geschieht, Mord ist Mord. Und immmer schlimm für den Betroffenen und die Hinterbliebenen.

    Wichtiger finde ich immer die strikte Verfolgung und hohe Bestrafung der Täter. Das sollte bereits als Mahnmal reichen.

  • 06.07.2012 12:07 Uhr

    von Fuchs:

    CDU Brauns und Böhme-Korn bekannt auch als DIE Welterbekiller!
    Ein einziger “Interessenssumpf” im “rustikalen” Dresden. Wie ein zäher, klebriger Brei.
    Es fehlt Freigeist, Feinsinn und Augenmaß.

  • 06.07.2012 12:00 Uhr

    von Helene Deubelstein:

    Wo viel Schande ist, muß es auch viel Erinnerung geben.
    Das beste Mittel, um ignorante Politiker nachhaltig zu erziehen ist, sie mittels einer faktenbasierenden und kontextuellen Erinnerungskultur jederzeit an ihre Schandtaten oder die ihrer Klientel erinnern zu können.
    Das entzieht allen Versuchen der relativierenden Geschichtsumdeutung endgültig den Boden. Strassennamen, am besten natürlich mit kleinen Erläuterungstexten, sind nur ein Baustein dieser Kultur. Gedenkstätten und Ausstellungen, die eine inhaltlich breite Darstellung von historisch wirksamen Zusammenhängen ermöglichen, sind selbstverständlich lehrreicher. Wie wäre es in Dresden mit einer Dauerausstellung (mit Erweiterungsmöglichkeit) in repräsentativen zentralen Räumen zum sächsischen Rassismus ? Die müsste man natürlich unter dauerhaften Polizeischutz stellen, ebenso wie andernorts z.B. Synagogen und jüdische Schulen. Auch das ist schon ein Hinweis auf die aktuellen Verhältnisse.

    Den CDU-Leuten sei kurz gesagt, nicht die Erinnerung an die Tat kann die Schande sein, sondern nur die Tat selbst. Die Erinnerung an die Schande hat somit eine sozialpräventive Wirkung und ist eine ständige Handlungsaufforderung zur Verbesserung des sozialen Klimas. Vielleicht ist es das, was sie nicht ertragen, weil dadurch Ziele und Qualität i h r e s Handelns immer wieder grundsätzlich infrage gestellt werden. Dem Betrachter jedoch erlaubt es die vielsagende Reflektion zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Demokratie.

  • 06.07.2012 11:49 Uhr

    von bilwiz:

    Miereneuken ist holländisch und heisst übersetzt Ameisenf..... .. Scheint mir brennendere Aufgaben für die Politik zu geben, als sich an Straßennamensgebung aufzureiben.

  • 06.07.2012 11:36 Uhr

    von Jörn:

    Gedenker sollte man aller Opfer. Für einen Strassennamen reicht es mE nach nicht aus, dass jemand Opfer geworden ist, sondern sollte auch sonst ein Mensch sein, dessen Leben Anlass für ein besonderes Andenken ist. Schliesslich kann jeder Opfer werden - auch Menschen, die kriminell und selber Täter waren oder ein alles andere als gedenkenswertes Leben führten.
    Es gibt genug Menschen, die Mut bewiesen haben oder ungewöhnliches geschaffen haben und trotzdem oder deswegen Opfer wurden.
    Daher würde ich für ein Opfer lieber eine Gedenktafel aufstellen und eher verfolgte Schriftsteller, Künstler, Journalisten, Ärzte etc. zu Namensgeber für Strassennamen machen.

  • 06.07.2012 11:06 Uhr

    von Hans:

    Erschütternd. Die Mitglieder der dresdner CDU und die der örtlichen Gerichte haben sich so in ihrem braunen Sachsensumpf verfangen, dass sie ihre braune/erzkonservative Meinung jetzt schon aussprechen, statt wider der Demokratie über Gerichte und Polizei zu agieren.

    Wenn die CDU sich nicht von solchen Leuten distanziert, sehe ich da eine gefährliche Entwicklung.

  • 06.07.2012 10:52 Uhr

    von Fritz:

    Wenn ein deutscher Subproll von einer arroganten Aegypterin, die besseren Umgang gewohnt ist, beleidigt wird, dann muss seine Reaktion nicht wirklich auf Fremdenhass zurueckzufuehren sein, wie rassistisch der Taeter auch sein mag.

  • 06.07.2012 10:46 Uhr

    von Markus Müller:

    Das sind eben die letzten Domänen der CDU.Irgendwie müssen sie sich ja von den linken Parteien abgrenzen.

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