Kommentar von Kaija Kutter
Weil die Jugendämter zu spät reagieren, kann wieder kann ein Kind sterben – jederzeit. Das ist die schlagzeilentaugliche Botschaft der Studie, die jetzt die Uni Konstanz vorgelegt hat. Der Grund sei, dass ein beträchtlicher Teil der Allgemeinen Sozialen Dienste (ASD) nicht gut arbeite. Das Paradoxe ist nun: Eben diese Botschaft könnte die Lage noch weiter verschärfen.
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Den Sozialarbeitern fehlt Ruhe für Routine und Reflexion. Die Politik ändert nach jedem spektakulären Fall unter Druck die Regeln. Und die Medien? Sind auch beteiligt, indem sie über all das berichten.
Der Tod von Kindern ist nicht hinzunehmen. Gäbe es keinen öffentlichen Druck, wäre es um die ASD-Ausstattung noch schlechter bestellt.
Nicht hingucken geht also nicht. Aber ein anderer Blick: Die Lebenslage von Kindern in Armut muss umfassend verbessert werden, statt dass immer nur das Schlimmste verhindert wird. Das Jugendamt darf nicht den Ruf einer Armutspolizei haben. Und Kinderschutz heißt auch, die Eltern zu stärken.
Die Stadt hat nach den Todesfällen viele neue Regeln geschaffen. Weitere Todesfälle verhindert hat das nicht. Warum also nicht endlich eine Fallzahlobergrenze und eine großzügige Ausstattung der ASD? Verschwendet wäre das Geld sicher nicht.
Zur Gartenschau in Wilhelmsburg kommen weniger Menschen als erwartet. Das könnte die Finanzierung gefährden. Sozialverband findet Preise zu hoch.

Vor einem Jahr wollte die Sozialsenatorin das Bremer Sozialamt in ihre Behörde „eingliedern“. Es hagelte Proteste. Nun rudert sie klammheimlich zurück. von Klaus Wolschner

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Bond-Schurkin, Stil-Ikone, Musikerin: Das Gesamtkunstwerk Grace Jones hat Geburtstag.

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.


Leserkommentare
20.07.2012 12:43 | Mark
Mit einer Fallobergrenze wird m.M. nur Missstand verwaltet. Das Problem ist doch einfach zu verstehen: Es steht im Grundges ...
20.07.2012 05:46 | Wolfgang Banse
Wohl des Kindes sollte über alles gehen ...