Die USA und Südkorea starten eine Militärübung, Nordkorea zeigt sich beleidigt und kappt eine Kommunikationsleitung. Zwei tägliche Anrufe mit dem Nachbarn fallen so aus.

Aber rüberschauen kann man noch: Grenzdorf Panmunjom. Bild: ap
SEOUL dpa | Nach dem Beginn neuer amerikanisch-südkoreanischer Militärübungen hat Nordkorea wie zuvor angedroht eine wichtige Kommunikationsleitung mit Südkorea an der Grenze unterbrochen.
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Nordkorea hebe das Telefon auf seiner Seite des Grenzorts Panmunjom nicht mehr ab, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul am Montag. Über diese „Rote-Kreuz-Leitung“ würden werktags normalerweise zwei Anrufe zwischen beiden Seiten erfolgen.
Trotz der jüngsten militärischen Drohungen Nordkoreas starteten die südkoreanischen Streitkräfte mit US-Einheiten wie geplant ihre jährliche Übung zur Kommandoschulung („Key Resolve“).
Seit Anfang März finden bereits ihre mehrwöchigen Frühjahrsfeldübungen in Südkorea statt. Nordkorea unterstellt den USA, mit den Übungen einen Nuklearkrieg anzetteln zu wollen.
Nordkorea hatte zuletzt fast täglich vor einem Krieg gewarnt. Zugleich hatte das kommunistische Land die Annullierung des Waffenstillstandsvertrags von 1953 zur Beendigung des Korea-Kriegs angekündigt, den USA mit einem atomaren Erstschlag gedroht und einen Nichtangriffspakt mit Südkorea für ungültig erklärt. Pjöngjang reagiert damit auf die Militärmanöver in Südkorea sowie auf den wachsenden internationalen Druck wegen seines Atomwaffenprogramms.
Laut der südkoreanischen Regierung mehren sich die Anzeichen, dass Nordkorea seinen vierten Atomtest vorbereitet. Die USA reagieren gelassen, China mahnt.

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