Bei einer Spendengala zeigen sich Obama und Romney von ihrer humorvollen Seite. Der Herausforderer würde sich nach einer Wahlniederlage aus der Politik zurückziehen.

Lachen ist gesund: 48 Stunden nach ihrem zweiten TV-Duell reißen Obama und Romney Witze. Bild: reuters
WASHINGTON dapd | Nach ihrem erbitterten Schlagabtausch im TV-Duell haben Barack Obama und Mitt Romney zu den Waffen des Humors gegriffen. Anlässlich einer Wohltätigkeitsveranstaltung der katholischen Erdiözese New York lieferten sich die US-Präsidentschaftskandidaten am Donnerstagabend eine Debatte der launigen Art.
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„Ich habe gelernt, dass dir an deinem Hochzeitstag Schlimmeres passieren kann, als den Kauf eines Geschenkes zu vergessen“, sagte Obama in Anspielung auf seine schwache Leistung in der ersten Runde der insgesamt drei Fernsehdebatten.
Der Präsident stellte fest, dass sich Millionen Zuschauer des zweiten Duells, in dem Obama jetzt am Dienstag bei den Wählern wieder punkten konnte, wohl nicht auf die erste Debatte von Anfang Oktober konzentriert hätten - auch er selbst nicht.
Zuvor hatte bereits Romney bei dem Abendessen zugunsten bedürftiger Kinder seine Rede gehalten. Er sagte mit humorigem Unterton, beide Kandidaten hätten wichtige Persönlichkeiten in ihrem Umfeld, auf die sie sich verlassen könnten: „Ich habe meine wunderschöne Frau Ann, er hat Bill Clinton.“
Romneys Reichtum war ebenfalls Gegenstand der scherzhaften Angriffe. Obama sagte, er sei zuvor in den Geschäften von Midtown einkaufen gegangen. „Ich denke, Gouverneur Romney ist einige Geschäfte in Midtown kaufen gegangen“, ergänzte der Amtsinhaber dann. Romney, elegant gekleidet wie alle bei der Galaveranstaltung, nahm sich derweil selbst auf die Schippe. „Es ist schön, endlich zu entspannen und das zu tragen, was Ann und ich zu Hause tragen“, feixte er.
Romneys Frau hatte indes zuvor eine durchaus ernsthafte Aussage über ihren Mann getroffen: Im Falle einer Niederlage bei der Wahl am 6. November würde Romney seine politische Karriere beenden, sagte sie dem Fernsehsender ABC. „Er wird nicht wieder antreten, noch würde ich es tun“, sagte sie.
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