Die Bankendemos werden kleiner. Das Protestcamp in Frankfurt wächst. Zeltaktivist Costantino Gianfrancesco über die Perspektiven der Bewegung.von Felix Dachsel
Obwohl ich persönlich Gianfrancescos Aussagen angemessen finde, hoffe ich er ermuntert mit seiner Verwendung von "wir" nicht einige von den vielen verqueren Gestalten im Camp dazu es auch zu verwenden.
31.10.2011 18:56 Uhr
von Renegade:
Schade nur, dass es einen Unterschied zwischen Bomben und Kernreaktoren und dem Finanz- bzw. monetären System gibt. Wenn man gegen Atomkraft ist oder gegen Krieg, gut, dann kann man das einfach abschaffen.
Aber das Bankensystem und Geld abschaffen? Ich hoffe, dass das kein ernsthaftes Ziel ist. Und wenn man das System reformieren möchte, sollte man es schon verstehen.
Was nützt es, mehr staatliche Aufsicht und Kontrolle o.Ä. zu fordern, wenn es diese schon in riesigem Umfang gab, wenn ausgerechnet die staatlichen bzw. halbstaatlichen Banken in Europa und den USA ganz vorn dabei waren beim Crash und bei schlechten Investitionen?
Das System, vor allem das Finanzsystem, funktioniert nicht. Aber der Grund liegt nicht im "freien Markt", der in diesem Sektor nicht exisitiert, sondern an Regierungen, dem Bankenkartell und Zentralbanken, die Zinsraten willkürlich festsetzen, gemeinsam Verluste sozialisieren, Geld drucken um größere Gewinne zu machen und hoffnungslos verschuldete Haushalte am Laufen zu halten, etc.
Das sollte man schon verstehen, denn sonst kann mal wohl kaum eine vernünftige Lösung für die Probleme finden, die auch vernünftig begründet ist und nicht auf Halbwissen, Gerüchten und dreiseitigen Zusammenfassungen des Kapitals von Karl Marx besteht.
31.10.2011 14:30 Uhr
von Jonek:
_Niemand_ sollte es sich herausnehmen, im Namen der Occupy-Bewegung zu sprechen. Punkt.
Die Demos, die Camps, die Asambleas und die zahlreichen Arbeitsgruppen im Rahmen von Occupy bestehen aus Individuen, die versuchen ihre Einzelmeinungen in einen Diskurs einzubringen - das ist uneingeschränkt begrüßens- und unterstützenswert.
Wer die Einzelmeinungen kritisch hinterfragt, hat genau verstanden, wie es funktioniert. In diesem Sinne danke an die Menschen, die hier Kommentare schreiben.
Wenn die taz bezgl. Herrn Costantino Gianfrancesco falsche Informationen verbreitet ist das zu korrigieren. Aber ehrlich gesagt ist mir egal, ob Costantino sein Studium abgeschlossen, attac-Frankfurt mitgegründet oder irgendweine belegbare wirtschaftliche Qualifikation hat, solange er verständlich und nachvollziehbar argumentiert.
Wer im Rahmen irgendweiner Occupy-Aktion ein Interview mit wem auch immer gibt, sollte dies auch sprachlich deutlich machen: "Meine Meinungen und Aussagen sehe ich als Teil der kollektiven Stimme der Bewegung." Aber wer macht schon immer alles richtig, vor allem wenn sie/er vielleicht zum ersten Mal seit langer Zeit, was bei vielen der Fall ist, öffentlich mit Menschen über wichtige und komplizierte Dinge in einen Dialog tritt? Ich bestimmt nicht.
30.10.2011 21:28 Uhr
von AKRM:
Laaangweilig. Taz will mitmischen bei der Volksverdummung. Alles hingebogen, so wie sie es gerne hätten.
30.10.2011 21:21 Uhr
von Gääähn:
Ich wüsste keine Gruppe die so klein ist, für sich beansprucht für 99% zu sprechen und dann auch noch eine so gigantische Medienunterstützung erfährt. Es ist wohl eher das Thema der altlinken Redakteure welche die alten Medien zur Zeit dominieren. Stell dir vor es ist Weltrevolution und keiner geht hin.
30.10.2011 19:39 Uhr
von Nils:
diese Art von Kommentare sind typisch für Nachrichtenseiten .. aber find kritische Meinungen sind ja prinzipiell immer gut. so auch bei Occupy Frankfurt .. es gibt keine festen Führungsstrukturen, die Bewegung lebt von vielen Meinungen und reguliert sich durch die Masse der Menschen und Gedanken demzufolge selber .. quasi ein Wikipedia für Basispolitik .. es ist ein Forum für alle Menschen die sich mit dem derzeitigen System auseinander setzen und nicht wie andere nur noch mit "doof" oder "toll" kommentieren was ihnen gerade vorgesetzt wird .. was Politik angeht so ist sie genauso verkorxt wie alle anderen Institutionen die grade an der Spitze etwas zu sagen haben .. alle sind von dem System beeinflusst und Entscheidungen die zu fällen sind enstehen nun mehr noch aus Druckzwängen und Umständen, die Macht die sie demonstrieren haben sie lange nicht mehr ... die Basis der Gedanken ist verloren gegangen, frisches Denken und Entscheidungen die vom Brüger nachvollziehbar sind werden durch politische Strukturen und Wirtschaftsinteressen ausgemerzt.. Jetzt da das globale Geldsystem kurz vor dem scheitern steht sollten wir endlich wieder auf die Stimme in uns hören .. Es ist ein Augenblick geschaffen in dem wir endlich wieder demokratisch zusammen etwas bewirken können, die tragweite hängt von uns allen ab .. setzt eure Skepsis in Taten um .. seit kritisch und informiert euch, denkt mit und gebt euerm Denken einen Ausdruck .. am 11.11. werden wieder Menschen global ihre Stimme war nehmen ..
30.10.2011 19:28 Uhr
von Mythen in Tüten:
"KATALIPSI" steht auf den meisten Transparenten...
Ausgangspunkt der Bewegung ist eindeutig Griechenland, wo es schon seit Jahren üblich ist, sich in "Voll(ks)versammlungen" zu beraten. Einen Höhepunkt erlebte diese Form der Kommunikation während der Dezember Revolte, wo dazu Unis, Schulen, Gewerkschaftszentralen und Rathäuser besetzt worden waren und auch jedes Jahr Anfang Dezember wieder besetzt werden; sie ist allerdings auch Praxis in den Nachbarschaften, deren Demoblöcke oft die brutalsten Angriffe durch zügellose Polzei erleben müssen. Da die Berichterstattung über Griechenland im arabischen Raum wesentlich verbreiteter war als in Europa, lassen sich Zusammenhänge herstellen; nicht zuletzt gab es in Thessaloniki einen wilden Streik der auf griechischen Booten mit Staatsvertrag ausgebeuteten ägyptischen Fischer.
So oder so schwappte die inzwischen an Fahrt gewinnende Revolte wieder nach Athen und nicht zuerst nach Madrid. Bereits Ende Februar versammelten sich im Anschluß an eine Generalstreiksdemo tausende Besetzer auf dem Syntagmaplatz, wollten es den Menschen in Ägypten gleichtun und wurden brutal von den Aufstandseinheiten weg geprügelt. Erst danach wurden sie von Spanien aus wieder wach geküßt.
Also, nix da "occupy", sondern KATALIPSI!
30.10.2011 17:51 Uhr
von Silvia:
ach bitte,bitte...asamblea,asamblea,asamblea überall asamblea,asamblea,asamblea in der TAZ!
30.10.2011 17:38 Uhr
von occupy schmoccupy :
@silvia und schorsch
danke für euren hanebüchenen "dialog". ihr seid der beste beweis dafür, dass ein großer teil der selbsternannten "aktivisten" außer einer enormen portion selbstgerechtigkeit nicht allzu viel anzubieten hat. immerhin profitieren die hersteller von guy-fawkes-masken (für interessierte: kosten bei amazon i.d.R. zwischen 10 und 13 euro, es gibt allerdings auch eine "deluxe"-version für 39,90) von eurem kindergarten.
fazit:
"Die Intelligenz der Occupy Frankfurt Bewegung ist bemerkenswert und auf einem bei Protesten bisher nie dagewesenen Niveau."
30.10.2011 17:08 Uhr
von sybille:
Seit wann kann ein Grüner sich als Vorsitzender der Occupy-Bewegung in Frankfurt sich generieren,noch zudem er zugibt gar keine wirtschaftliche Kompetenz aufzuweisen. Dies schadet den Grünen und der Occupy-Bewegung! Ausserdem hat Gianfrancesco sicher nicht Attac-Frankfurt gegründet. Ein paar Minuten Recherche hätten gereicht,um dieser Person nicht auf den Leim zu gehen. Sehr schlechter Artikel und keine Werbung für eine sympatische, vielfältige Bewegung und die TAZ.
30.10.2011 17:00 Uhr
von bobinbrooks:
Zeltaktivist Grünenstadtrat Constantino Gianfrancesco wird befragt von taz.
soso.
Zwei Mainstreamer sind voll kritisch und bringen sich echt ein Stückweit ein, wie?
Nur hat die taz vergessen zu erwähnen, dass hierzulande die Liberalisierung der Finanzmärkte von Rot/Grün veranlasst wurde.
Und das die taz bisher auch nicht durch neoliberalismuskritische Berichterstattung aufgefallen ist. (Ich weiß das, ich habe monatelang verzweifelt danach gesucht. Letztendlich musste ich mir ein Buch! kaufen um mir eine Meinung bilden zu können ^_^)
Was soll mir das also nun sagen? Dass da welche voll auf dem quivive sind und den Schuß gehört haben?
So vollinhaltlich?
So voll bevor es zu spät ist?
30.10.2011 16:56 Uhr
von Frankfurter:
Grüner in Frankfurt und Antikapitalist sein, ist wie ein Metzger der behauptet, dass er Vegetarier sei. Schwarz-Grün sorgt für Gentrifizierung in Frankfurt Bockenheim beim Umbau des alten Uni-Areals.
Wenn es drauf ankommt sind die Frankfurter Grünen doch immer umgefallen. In der Hauptphase der Auseinandersetzung mit dem Unipräsidenten Steinberg wegen des neoliberalen Umbaus der Universität gab es die erste Grüne/RCDS-Koalition an der Uni.
Als es um den Flughafenausbau ging, haben sich die Grünen in Ffm aus Koalitionsgründen enthalten.
Wo stehen die Grünen, wenn es darauf ankommen sollte und es mit harten Gesetzgebungen gegen die Banken losgehen könnte und die Vizekanzlerin Künast ihre Kanzlerin Merkel nicht gefährden will?
30.10.2011 16:39 Uhr
von Schorsch:
Liebe Silvia, liebe taz :) Mein zusätzlicher Beitrag, dass ich in Berlin wohne und Berlin liebe und dort des Öfteren auf Protestveranstaltungen war wurde leider zensiert. So kann man natürlich als Zeitung Meinung machen indem man die Aussagekraft eines Kommentars so hinbiegt wie man es möchte. Für diese Information werden mir viele Menschen (der Bewegungen in Deutschland) dankbar sein falls dieser Kommentar nicht oder verändert geposted wird. Ich arbeite im Moment im Süden, sonst wäre ich selbst des Öfteren beim Camp in der Klosterstrasse zum mithelfen. Ich hab die Info, dass in Berlin (noch) gecampt wird ehrlichgesagt online nur schwer finden können. Ich war auch bei den ersten Versammlungen der EDJ-Bewegung am Alexanderplatz und weiß, dass das auch ein Startschuss für die Frankfurter gewesen ist. Das 'zwinker' am Ende kam nicht von mir, sondern wurde freiwillig von der taz-Redaktion hinzugefügt. Da ein Freund von mir bei der Frankfurter Rundschau als freier Mitarbeiter tätig ist und im Moment auf dem Occupy-Camp mithilft wird dies einiges über die Glaubwürdigkeit der taz aussagen. Informationen werden nun schneller verbreitet und viele Menschen sind im Moment an diesen Informationen interessiert *zwinker*
*übrigens, ein Tip: funktionert die Funktion "Wenn Sie das Wort (zur Spamvermeidung) nicht lesen konnten, bitte hier klicken." NICHT
30.10.2011 15:19 Uhr
von Silvia:
danke schorsch!für das angewandte paradebeispiel praktizierter unterwanderung-versteeeeeeeeeehseee zwinker,zwinker...ne?wa?ganz unpolitisch:geh k...en-natürlich campen die berliner...nur ma so für den nie dagewesenen niveauausgleich-damit du dann auch wieder dabei bist zwinker,zwinker...und weil du ja so gut informiert bist weiste ja sicherlich auch wo die berliner campen ne?wa? zwinker zwinker...
30.10.2011 14:51 Uhr
von Schorsch:
Tatsache ist sicherlich, dass die Unterwanderungsproblematik noch nicht abgeschlossen ist. Man kann dies sehr gut an den Kommentaren hier feststellen. Ich bin mir sicher niemand von denen, die den Artikel bis hierhin kommentiert haben waren bisher auf dem Camp (wie ich), aber alle meinen es oder einzelne aufgrund von Medieninformationen kritisieren zu können. Da entwickelt sich der Mensch mal weiter und protestiert laut und die Polizei unterstützt sie auch noch. Woran liegt das wohl? Die Intelligenz der Occupy Frankfurt Bewegung ist bemerkenswert und auf einem bei Protesten bisher nie dagewesenen Niveau. Bei den meisten Berlinern ist so etwas aufgrund der intoleranten Anti-Haltung, dem Schwanzgrößenvergleichssyndrom und der zusätzlich vorhandenen Durchsetzungskraft (die ich sehr schätze) auf diese Art und Weise leider nicht möglich. Daher campen die eher verschlosseneren Frankfurter vor der EZB und die Berliner campen äh soweit ich weiß gar nicht (mehr). Interessant, das die die es nicht hinbekommen am lautesten kritisieren. Aber man ist dies ja von der Politik gewohnt ;) Gruß vom Schorsch
30.10.2011 14:22 Uhr
von Wiebitte:
Seit wann führt die Taz solch unkritische Interviews? Hier wird irgendeinem selbsternannten Leader eine Plattform geboten. Das hat mit Journalimus wenig zu tun.
30.10.2011 13:56 Uhr
von anti anti anti:
muss ich mir auch so eine maske kaufen, damit ich an dem protesten teilnehmen kann? wie teuer ist so eine maske? wo kann ich die kaufen? wie lange dauert der versand mit dhl? ist das immer derselbe hersteller oder gibts da unterschiede (z.B. importe aus fernost, wollte eigentlich nicht mehr als 20 euro ausgeben)?
gibt es sonst irgendwelche uniformierungsgegenstände, die man mitbringen sollte? kapuzzenshirt hab ich schon, sonnenbrille und pali-tuch auch.
kapitalismus kapputtschlagen! gegen nazis!
30.10.2011 13:49 Uhr
von skeptiker:
"Kapitalismuskritik im Abendprogramm"
von Kapitalismuskritik hab ich bei der "Occupy-Bewegung" noch nichts mitbekommen. Hab ich da was verpasst?
30.10.2011 13:49 Uhr
von Demokrat:
Könnte die taz mal etwas das Thema Antisemitismus und Occupy beleuchten? Ich habe nämlich schon mehrmals Fotos mit Plakaten gesehen wie dieses hier: http://static8.businessinsider.com/image/4e9ebc7169bedd443900000d/occupy-wall-street-anti-semitism.jpg
Seitdem habe ich jetzt keine gute Meinung mehr von diesen Protesten!
30.10.2011 13:27 Uhr
von bernhard:
Costantino Gianfrancesc ist kein Politologe. Er hat sein Studium an der Frankfurter Universität nie abgeschlossen, er ist immer nur durch eine große Klappe aufgefallen. Sollte er sich als Politologe bezeichnen, macht er sich strafbar.
30.10.2011 13:17 Uhr
von Bughunter:
LINK ZUM PODCAST FEHLT!!! Warum wird das nicht velrinkt, soll ich erst selber suchen? Sowas nervt echt...
30.10.2011 13:12 Uhr
von Bernhard :
Costantino Gianfrancesco ist kein Politologe, er hat sein Studium an der Universität nie beendet. Er ist immer nur durch eine große Klappe aufgefallen. Sollte Herr Gianfrancesco seinen Lebenslauf geschönt haben, macht er sich strafbar.
30.10.2011 12:59 Uhr
von Immigrant:
Die taz und der Grüne Costantino Gianfrancesco wird sicherlich noch von den Bewegungsaktivisten zur Rede gestellt, wie er sich die Frechheit herauszunehmen wagte für die Bewegung zu sprechen.
Das war ein klarer Versuch der taz durch wahllos herausgegriffene Möchtegern-"Sprecher" die Bewegung dem rot-grünen Milieu zuzurechnen.
Denkbar ist aber, dass das rot-grüne Milieu gar keine Rolle spielt. Hier kann es sich vor allem um einen Kanalisierungsvesuch in Wahlstimmen für das ro-grüne Lager handeln. Die Wassertäger sind freilich ahnungslose Basisaktivisten.
Pfui taz !!!
Hoffentlich laufen ihnen wieder mehr Abbonenten weg.
30.10.2011 12:21 Uhr
von Silvia:
wieso?es kann nichts unterwandert werden,was schon unten ist-am besten wäre es,wenn INDECT selbst occupy-protest-camps eröffnet und die infos bekommt,die einfach nicht zu kontrollieren sind:alternative geldsysteme,permakulturen zur selbstversorgung,filosofie der aufklärung wie der eigene verstand zu benutzen ist...hahahahaha DAS wäre doch mal eine intelligente,nachrichtendienstliche fortbildung in form der täglichen asamblea...dann klappts auch mit dem spionieren im prozeß der demokratisierung und die spione bekommen mal wieder normale menschen zu gesicht für deren schutz die ja eigentlich arbeiten.......hahahaha jau!!!und der staat wird ausversehen über die eigenen spione demokratisiert....cool-hahahaha
30.10.2011 12:11 Uhr
von Establishment:
"Das Frankfurter Protestcamp hatte zeitweise mit dem Problem der Unterwanderung zu kämpfen."
und
"Costantino Gianfrancesco [...] sitzt er für die Grünen im Frankfurter Ortsbeirat"
Die Unterwanderungsprobleme scheinen noch nicht gelöst zu sein.
Leserkommentare
13.11.2011 21:38 Uhr
von Anonymous:
Frankfurt 3000?
Berlin 1000?
Der Spiegel hat andere Zahlen:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,797431,00.html
Und mir kamens am Samstag auch DEUTLICH mehr vor aals 1000
09.11.2011 21:25 Uhr
von Bea:
Occupy – Eine Bewegung zwischen verkürzter Kapitalismuskritik und strukturellem Antisemitismus.
Ein Artikel, in gewisser Weise auch als Reaktion auf diesen, von mir auf:
http://bea.blogsport.de/2011/11/08/occupy-eine-bewegung-zwischen-verkuerzter-kapitalismuskritik-und-strukturellem-antisemitismus/
04.11.2011 11:31 Uhr
von Wanja:
Obwohl ich persönlich Gianfrancescos Aussagen angemessen finde, hoffe ich er ermuntert mit seiner Verwendung von "wir" nicht einige von den vielen verqueren Gestalten im Camp dazu es auch zu verwenden.
31.10.2011 18:56 Uhr
von Renegade:
Schade nur, dass es einen Unterschied zwischen Bomben und Kernreaktoren und dem Finanz- bzw. monetären System gibt. Wenn man gegen Atomkraft ist oder gegen Krieg, gut, dann kann man das einfach abschaffen.
Aber das Bankensystem und Geld abschaffen? Ich hoffe, dass das kein ernsthaftes Ziel ist. Und wenn man das System reformieren möchte, sollte man es schon verstehen.
Was nützt es, mehr staatliche Aufsicht und Kontrolle o.Ä. zu fordern, wenn es diese schon in riesigem Umfang gab, wenn ausgerechnet die staatlichen bzw. halbstaatlichen Banken in Europa und den USA ganz vorn dabei waren beim Crash und bei schlechten Investitionen?
Das System, vor allem das Finanzsystem, funktioniert nicht. Aber der Grund liegt nicht im "freien Markt", der in diesem Sektor nicht exisitiert, sondern an Regierungen, dem Bankenkartell und Zentralbanken, die Zinsraten willkürlich festsetzen, gemeinsam Verluste sozialisieren, Geld drucken um größere Gewinne zu machen und hoffnungslos verschuldete Haushalte am Laufen zu halten, etc.
Das sollte man schon verstehen, denn sonst kann mal wohl kaum eine vernünftige Lösung für die Probleme finden, die auch vernünftig begründet ist und nicht auf Halbwissen, Gerüchten und dreiseitigen Zusammenfassungen des Kapitals von Karl Marx besteht.
31.10.2011 14:30 Uhr
von Jonek:
_Niemand_ sollte es sich herausnehmen, im Namen der Occupy-Bewegung zu sprechen. Punkt.
Die Demos, die Camps, die Asambleas und die zahlreichen Arbeitsgruppen im Rahmen von Occupy bestehen aus Individuen, die versuchen ihre Einzelmeinungen in einen Diskurs einzubringen - das ist uneingeschränkt begrüßens- und unterstützenswert.
Wer die Einzelmeinungen kritisch hinterfragt, hat genau verstanden, wie es funktioniert. In diesem Sinne danke an die Menschen, die hier Kommentare schreiben.
Wenn die taz bezgl. Herrn Costantino Gianfrancesco falsche Informationen verbreitet ist das zu korrigieren. Aber ehrlich gesagt ist mir egal, ob Costantino sein Studium abgeschlossen, attac-Frankfurt mitgegründet oder irgendweine belegbare wirtschaftliche Qualifikation hat, solange er verständlich und nachvollziehbar argumentiert.
Wer im Rahmen irgendweiner Occupy-Aktion ein Interview mit wem auch immer gibt, sollte dies auch sprachlich deutlich machen: "Meine Meinungen und Aussagen sehe ich als Teil der kollektiven Stimme der Bewegung." Aber wer macht schon immer alles richtig, vor allem wenn sie/er vielleicht zum ersten Mal seit langer Zeit, was bei vielen der Fall ist, öffentlich mit Menschen über wichtige und komplizierte Dinge in einen Dialog tritt? Ich bestimmt nicht.
30.10.2011 21:28 Uhr
von AKRM:
Laaangweilig. Taz will mitmischen bei der Volksverdummung. Alles hingebogen, so wie sie es gerne hätten.
30.10.2011 21:21 Uhr
von Gääähn:
Ich wüsste keine Gruppe die so klein ist, für sich beansprucht für 99% zu sprechen und dann auch noch eine so gigantische Medienunterstützung erfährt. Es ist wohl eher das Thema der altlinken Redakteure welche die alten Medien zur Zeit dominieren. Stell dir vor es ist Weltrevolution und keiner geht hin.
30.10.2011 19:39 Uhr
von Nils:
diese Art von Kommentare sind typisch für Nachrichtenseiten .. aber find kritische Meinungen sind ja prinzipiell immer gut. so auch bei Occupy Frankfurt ..
es gibt keine festen Führungsstrukturen, die Bewegung lebt von vielen Meinungen und reguliert sich durch die Masse der Menschen und Gedanken demzufolge selber .. quasi ein Wikipedia für Basispolitik .. es ist ein Forum für alle Menschen die sich mit dem derzeitigen System auseinander setzen und nicht wie andere nur noch mit "doof" oder "toll" kommentieren was ihnen gerade vorgesetzt wird ..
was Politik angeht so ist sie genauso verkorxt wie alle anderen Institutionen die grade an der Spitze etwas zu sagen haben .. alle sind von dem System beeinflusst und Entscheidungen die zu fällen sind enstehen nun mehr noch aus Druckzwängen und Umständen, die Macht die sie demonstrieren haben sie lange nicht mehr ...
die Basis der Gedanken ist verloren gegangen, frisches Denken und Entscheidungen die vom Brüger nachvollziehbar sind werden durch politische Strukturen und Wirtschaftsinteressen ausgemerzt..
Jetzt da das globale Geldsystem kurz vor dem scheitern steht sollten wir endlich wieder auf die Stimme in uns hören ..
Es ist ein Augenblick geschaffen in dem wir endlich wieder demokratisch zusammen etwas bewirken können, die tragweite hängt von uns allen ab ..
setzt eure Skepsis in Taten um .. seit kritisch und informiert euch, denkt mit und gebt euerm Denken einen Ausdruck ..
am 11.11. werden wieder Menschen global ihre Stimme war nehmen ..
30.10.2011 19:28 Uhr
von Mythen in Tüten:
"KATALIPSI" steht auf den meisten Transparenten...
Ausgangspunkt der Bewegung ist eindeutig Griechenland, wo es schon seit Jahren üblich ist, sich in "Voll(ks)versammlungen" zu beraten.
Einen Höhepunkt erlebte diese Form der Kommunikation während der Dezember Revolte, wo dazu Unis, Schulen, Gewerkschaftszentralen und Rathäuser besetzt worden waren und auch jedes Jahr Anfang Dezember wieder besetzt werden; sie ist allerdings auch Praxis in den Nachbarschaften, deren Demoblöcke oft die brutalsten Angriffe durch zügellose Polzei erleben müssen.
Da die Berichterstattung über Griechenland im arabischen Raum wesentlich verbreiteter war als in Europa, lassen sich Zusammenhänge herstellen; nicht zuletzt gab es in Thessaloniki einen wilden Streik der auf griechischen Booten mit Staatsvertrag ausgebeuteten ägyptischen Fischer.
So oder so schwappte die inzwischen an Fahrt gewinnende Revolte wieder nach Athen und nicht zuerst nach Madrid. Bereits Ende Februar versammelten sich im Anschluß an eine Generalstreiksdemo tausende Besetzer auf dem Syntagmaplatz, wollten es den Menschen in Ägypten gleichtun und wurden brutal von den Aufstandseinheiten weg geprügelt.
Erst danach wurden sie von Spanien aus wieder wach geküßt.
Also, nix da "occupy", sondern KATALIPSI!
30.10.2011 17:51 Uhr
von Silvia:
ach bitte,bitte...asamblea,asamblea,asamblea überall
asamblea,asamblea,asamblea in der TAZ!
30.10.2011 17:38 Uhr
von occupy schmoccupy :
@silvia und schorsch
danke für euren hanebüchenen "dialog". ihr seid der beste beweis dafür, dass ein großer teil der selbsternannten "aktivisten" außer einer enormen portion selbstgerechtigkeit nicht allzu viel anzubieten hat. immerhin profitieren die hersteller von guy-fawkes-masken (für interessierte: kosten bei amazon i.d.R. zwischen 10 und 13 euro, es gibt allerdings auch eine "deluxe"-version für 39,90) von eurem kindergarten.
fazit:
"Die Intelligenz der Occupy Frankfurt Bewegung ist bemerkenswert und auf einem bei Protesten bisher nie dagewesenen Niveau."
30.10.2011 17:08 Uhr
von sybille:
Seit wann kann ein Grüner sich als Vorsitzender der Occupy-Bewegung in Frankfurt sich generieren,noch zudem er zugibt gar keine wirtschaftliche Kompetenz aufzuweisen.
Dies schadet den Grünen und der Occupy-Bewegung!
Ausserdem hat Gianfrancesco sicher nicht Attac-Frankfurt gegründet. Ein paar Minuten Recherche hätten gereicht,um dieser Person nicht auf den Leim zu gehen.
Sehr schlechter Artikel und keine Werbung für eine sympatische, vielfältige Bewegung und die TAZ.
30.10.2011 17:00 Uhr
von bobinbrooks:
Zeltaktivist Grünenstadtrat Constantino Gianfrancesco wird befragt von taz.
soso.
Zwei Mainstreamer sind voll kritisch und bringen sich echt ein Stückweit ein, wie?
Nur hat die taz vergessen zu erwähnen, dass hierzulande die Liberalisierung der Finanzmärkte von Rot/Grün veranlasst wurde.
Und das die taz bisher auch nicht durch neoliberalismuskritische Berichterstattung aufgefallen ist. (Ich weiß das, ich habe monatelang verzweifelt danach gesucht. Letztendlich musste ich mir ein Buch! kaufen um mir eine Meinung bilden zu können ^_^)
Was soll mir das also nun sagen? Dass da welche voll auf dem quivive sind und den Schuß gehört haben?
So vollinhaltlich?
So voll bevor es zu spät ist?
30.10.2011 16:56 Uhr
von Frankfurter:
Grüner in Frankfurt und Antikapitalist sein, ist wie ein Metzger der behauptet, dass er Vegetarier sei. Schwarz-Grün sorgt für Gentrifizierung in Frankfurt Bockenheim beim Umbau des alten Uni-Areals.
Wenn es drauf ankommt sind die Frankfurter Grünen doch immer umgefallen. In der Hauptphase der Auseinandersetzung mit dem Unipräsidenten Steinberg wegen des neoliberalen Umbaus der Universität gab es die erste Grüne/RCDS-Koalition an der Uni.
Als es um den Flughafenausbau ging, haben sich die Grünen in Ffm aus Koalitionsgründen enthalten.
Wo stehen die Grünen, wenn es darauf ankommen sollte und es mit harten Gesetzgebungen gegen die Banken losgehen könnte und die Vizekanzlerin Künast ihre Kanzlerin Merkel nicht gefährden will?
30.10.2011 16:39 Uhr
von Schorsch:
Liebe Silvia, liebe taz :)
Mein zusätzlicher Beitrag, dass ich in Berlin wohne und Berlin liebe und dort des Öfteren auf Protestveranstaltungen war wurde leider zensiert. So kann man natürlich als Zeitung Meinung machen indem man die Aussagekraft eines Kommentars so hinbiegt wie man es möchte. Für diese Information werden mir viele Menschen (der Bewegungen in Deutschland) dankbar sein falls dieser Kommentar nicht oder verändert geposted wird.
Ich arbeite im Moment im Süden, sonst wäre ich selbst des Öfteren beim Camp in der Klosterstrasse zum mithelfen. Ich hab die Info, dass in Berlin (noch) gecampt wird ehrlichgesagt online nur schwer finden können. Ich war auch bei den ersten Versammlungen der EDJ-Bewegung am Alexanderplatz und weiß, dass das auch ein Startschuss für die Frankfurter gewesen ist.
Das 'zwinker' am Ende kam nicht von mir, sondern wurde freiwillig von der taz-Redaktion hinzugefügt.
Da ein Freund von mir bei der Frankfurter Rundschau als freier Mitarbeiter tätig ist und im Moment auf dem Occupy-Camp mithilft wird dies einiges über die Glaubwürdigkeit der taz aussagen. Informationen werden nun schneller verbreitet und viele Menschen sind im Moment an diesen Informationen interessiert *zwinker*
*übrigens, ein Tip: funktionert die Funktion "Wenn Sie das Wort (zur Spamvermeidung) nicht lesen konnten, bitte hier klicken." NICHT
30.10.2011 15:19 Uhr
von Silvia:
danke schorsch!für das angewandte paradebeispiel praktizierter unterwanderung-versteeeeeeeeeehseee zwinker,zwinker...ne?wa?ganz unpolitisch:geh k...en-natürlich campen die berliner...nur ma so für den nie dagewesenen niveauausgleich-damit du dann auch wieder dabei bist zwinker,zwinker...und weil du ja so gut informiert bist weiste ja sicherlich auch wo die berliner campen ne?wa? zwinker zwinker...
30.10.2011 14:51 Uhr
von Schorsch:
Tatsache ist sicherlich, dass die Unterwanderungsproblematik noch nicht abgeschlossen ist. Man kann dies sehr gut an den Kommentaren hier feststellen. Ich bin mir sicher niemand von denen, die den Artikel bis hierhin kommentiert haben waren bisher auf dem Camp (wie ich), aber alle meinen es oder einzelne aufgrund von Medieninformationen kritisieren zu können.
Da entwickelt sich der Mensch mal weiter und protestiert laut und die Polizei unterstützt sie auch noch. Woran liegt das wohl? Die Intelligenz der Occupy Frankfurt Bewegung ist bemerkenswert und auf einem bei Protesten bisher nie dagewesenen Niveau. Bei den meisten Berlinern ist so etwas aufgrund der intoleranten Anti-Haltung, dem Schwanzgrößenvergleichssyndrom und der zusätzlich vorhandenen Durchsetzungskraft (die ich sehr schätze) auf diese Art und Weise leider nicht möglich. Daher campen die eher verschlosseneren Frankfurter vor der EZB und die Berliner campen äh soweit ich weiß gar nicht (mehr). Interessant, das die die es nicht hinbekommen am lautesten kritisieren. Aber man ist dies ja von der Politik gewohnt ;)
Gruß vom Schorsch
30.10.2011 14:22 Uhr
von Wiebitte:
Seit wann führt die Taz solch unkritische Interviews? Hier wird irgendeinem selbsternannten Leader eine Plattform geboten. Das hat mit Journalimus wenig zu tun.
30.10.2011 13:56 Uhr
von anti anti anti:
muss ich mir auch so eine maske kaufen, damit ich an dem protesten teilnehmen kann? wie teuer ist so eine maske? wo kann ich die kaufen? wie lange dauert der versand mit dhl? ist das immer derselbe hersteller oder gibts da unterschiede (z.B. importe aus fernost, wollte eigentlich nicht mehr als 20 euro ausgeben)?
gibt es sonst irgendwelche uniformierungsgegenstände, die man mitbringen sollte? kapuzzenshirt hab ich schon, sonnenbrille und pali-tuch auch.
kapitalismus kapputtschlagen! gegen nazis!
30.10.2011 13:49 Uhr
von skeptiker:
"Kapitalismuskritik im Abendprogramm"
von Kapitalismuskritik hab ich bei der "Occupy-Bewegung" noch nichts mitbekommen. Hab ich da was verpasst?
30.10.2011 13:49 Uhr
von Demokrat:
Könnte die taz mal etwas das Thema Antisemitismus und Occupy beleuchten? Ich habe nämlich schon mehrmals Fotos mit Plakaten gesehen wie dieses hier: http://static8.businessinsider.com/image/4e9ebc7169bedd443900000d/occupy-wall-street-anti-semitism.jpg
Seitdem habe ich jetzt keine gute Meinung mehr von diesen Protesten!
30.10.2011 13:27 Uhr
von bernhard:
Costantino Gianfrancesc ist kein Politologe. Er hat sein Studium an der Frankfurter Universität nie abgeschlossen, er ist immer nur durch eine große Klappe aufgefallen. Sollte er sich als Politologe bezeichnen, macht er sich strafbar.
30.10.2011 13:17 Uhr
von Bughunter:
LINK ZUM PODCAST FEHLT!!! Warum wird das nicht velrinkt, soll ich erst selber suchen? Sowas nervt echt...
30.10.2011 13:12 Uhr
von Bernhard :
Costantino Gianfrancesco ist kein Politologe, er hat sein Studium an der Universität nie beendet. Er ist immer nur durch eine große Klappe aufgefallen. Sollte Herr Gianfrancesco seinen Lebenslauf geschönt haben, macht er sich strafbar.
30.10.2011 12:59 Uhr
von Immigrant:
Die taz und der Grüne Costantino Gianfrancesco wird sicherlich noch von den Bewegungsaktivisten zur Rede gestellt, wie er sich die Frechheit herauszunehmen wagte für die Bewegung zu sprechen.
Das war ein klarer Versuch der taz durch wahllos herausgegriffene Möchtegern-"Sprecher" die Bewegung dem rot-grünen Milieu zuzurechnen.
Denkbar ist aber, dass das rot-grüne Milieu gar keine Rolle spielt. Hier kann es sich vor allem um einen Kanalisierungsvesuch in Wahlstimmen für das ro-grüne Lager handeln. Die Wassertäger sind freilich ahnungslose Basisaktivisten.
Pfui taz !!!
Hoffentlich laufen ihnen wieder mehr Abbonenten weg.
30.10.2011 12:21 Uhr
von Silvia:
wieso?es kann nichts unterwandert werden,was schon unten ist-am besten wäre es,wenn INDECT selbst occupy-protest-camps eröffnet und die infos bekommt,die einfach nicht zu kontrollieren sind:alternative geldsysteme,permakulturen zur selbstversorgung,filosofie der aufklärung wie der eigene verstand zu benutzen ist...hahahahaha DAS wäre doch mal eine intelligente,nachrichtendienstliche fortbildung in form der täglichen asamblea...dann klappts auch mit dem spionieren im prozeß der demokratisierung und die spione bekommen mal wieder normale menschen zu gesicht für deren schutz die ja eigentlich arbeiten.......hahahaha jau!!!und der staat wird ausversehen über die eigenen spione demokratisiert....cool-hahahaha
30.10.2011 12:11 Uhr
von Establishment:
"Das Frankfurter Protestcamp hatte zeitweise mit dem Problem der Unterwanderung zu kämpfen."
und
"Costantino Gianfrancesco [...] sitzt er für die Grünen im Frankfurter Ortsbeirat"
Die Unterwanderungsprobleme scheinen noch nicht gelöst zu sein.