Viel Anteilnahme gab es für das Opfer der tödlichen Prügelattacke auf dem Berliner Alexanderplatz. Drei Tatverdächtige sind bereits gefasst.von Daniel Bax

Ein Bild des Getöteten auf der Trauerfeier am Sonntag in Berlin. Bild: dapd
BERLIN taz | Bei einer öffentlichen Trauerfeier haben am Sonntag mehrere Hundert Menschen des 20-jährigen Berliners Jonny K. gedacht, der vor zwei Wochen im Zentrum der Hauptstadt einer Prügelattacke zum Opfer fiel. Zuvor hatten sich die Familie und enge Freunde im Berliner Stadtteil Westend im Beisein von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und anderen Politikern mit einer buddhistischen Zeremonie von dem deutsch-thailändischen Jugendlichen verabschiedet, der einen Tag nach dem brutalen Übergriff auf dem Alexanderplatz seinen schweren Kopfverletzungen erlegen war.
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Der Vorfall hat weit über die Hauptstadt hinaus Entsetzen ausgelöst. Einen der sechs bis sieben türkischstämmigen Tatverdächtigen fasste die Polizei am letzten Dienstag, er sitzt seitdem in U-Haft. Zwei weitere Verdächtige stellten sich einen Tag später der Polizei und sind vorerst wieder auf freiem Fuß, da der Haftrichter keine Fluchtgefahr sah. Bei Berlins CDU stieß diese Entscheidung auf Kritik, die Staatsanwaltschaft legte Beschwerde ein. „Das will ich nicht verstehen“, befand Berlins CDU-Innensenator Frank Henkel.
Den mutmaßlichen Haupttäter, einen früheren Amateurboxer, vermutet die Polizei in der Türkei. Der 19-Jährige soll ein polizeibekannter Gewalttäter sein und wegen mehrfacher Vorstrafen – von Körperverletzung bis Waffenbesitz – vor wenigen Wochen ein Anti-Gewalt-Seminar absolviert haben, heißt es aus Ermittlerkreisen.
Rund 40 Hinweise waren bei der Polizei eingegangen, die Staatsanwaltschaft hatte 15.000 Euro Belohnung für Hinweise auf die Täter ausgesetzt. Diese sollen aus einer Bar gekommen sein, wo in jener Nacht viele Gäste die After-Show-Party eines türkischen Popstars besucht hatten. Jonny K. war an jenem Abend mit seinen Freunden aus einem Club am Fuße des Berliner Fernsehturms gekommen. Einer von ihnen war so betrunken gewesen, dass ihn die Freunde auf einen Stuhl setzten, um ein Taxi zu rufen. Als die andere Gruppe hinzu trat und den Betrunkenen vom Stuhl kickte, kam Jonny K. zu Hilfe geeilt – und zog die Wut der Angreifer auf sich. Ein kleines Meer aus Blumen, Lichtern und Beileidsbriefen erinnert seither am Tatort an ihn.
Weil es keine Videoaufnahmen von dem Überfall gibt, sprach sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) für mehr Polizeikameras aus. „Videoüberwachung kann dazu beitragen, dass die Kriminalität zurückgeht“, behauptete er. Andere, wie Berlins Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD), sprachen sich für mehr Polizeipräsenz an solchen Orten wie dem Alexanderplatz aus.
Schon interessant, dass uns die ganzen Rechtskonservativen jetzt auf einmal diese falsche Trauer vorspielen wollen, obwohl ...
"Das ist eine Frage der Ehre für mich" Unglaublich, diese hohlen Worthülsen! ...
@WEber! ...
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