Der mögliche Organspendeskandal an der Göttinger Uniklinik erschüttert Mediziner und Politiker. Einige fordern ein Vier-Augen-Prinzip bei Transplantationen - andere lehnen genau das ab.
Im tiefsten Innern bin ich davon überzeugt, dass nicht nur bei der Vergabe von Organen sondern auch bei der Hirntoddiagnostik getrickst wird.Auf meinem Organspendeausweis habe ich daher "Nein" angekreuzt.
22.07.2012 18:32 Uhr
von Groschen:
man hat uns Jahrzehnte lang eingeredet, das sei so. Das 4 Augen-Prinzip. Kriminelle Machenschaften seien so ausgeschlossen, auch mit dem Hinweis auf Euro-Transplant. Nun doch nicht ? Ich, denke das Thema ist zu ende diskutiert. Für mich auf jeden Fall. G.
22.07.2012 10:09 Uhr
von ion:
So-so! Wo bleibt denn jetzt der (Werbe-)Artikel von Heike Haarhoff (??) – der Redakteurin für Gesundheitspolitik im Inlandsressort der taz – die nie müde wurde, 'pro' Organspende (und etc. OP-s) zu schreiben, obwohl seit langem vieles darauf hindeutet, dass in dem (Intensiv-)Medizinbereich vieles zum Himmel stinkt‽ ♲
22.07.2012 06:16 Uhr
von Karin Haertel:
Es sind immer wieder solche von geldgiergen Aerzten verurachten Skandale die uns die Organspende verweigern lassen. Und so lautet meine Antwort auf eine diesbezuegliche Frage anch weiterhin klar und deutlich NEIN. Das viele Gerede kann meine berechtigten Zweifel nicht beseitigen.
22.07.2012 00:57 Uhr
von Diana Mathioudakis:
4 Augen sehen mehr als 2. ... Wenn Sie unabhängig sind.
Eine fachärztlich klinisch-chemische Validitätsprüfung der Laborparameter ohne direkte fachärztlich klinische Begutachtung greift nur wenn vollkommener inkonklusiver Humbug zusammenphantasiert wurde - in jedem anderen Fall reicht das nicht.
Ein 4 Augen Prinzip kann nach dieser Lektion aus Göttingen nur heissen: die unabhängige klinische und apparative Untersuchung und das direkte Gewinnen der Blutproben - nicht nur das Begutachten der vorliegenden Befunde!!!
21.07.2012 23:26 Uhr
von David Perteck :
Die kriminellen Machenschaften der hochrangigen Mediziner am Universitätsklinikum Göttingen sind ein weiteres Anzeichen der völligen Ökonomisierung unserer Gesellschaft. So wird der Mensch mit seinen Organen in diesem Fall zum kommerziellen Produkt und lebendigen Ersatzteillager gemacht. Finanzkräftige Patienten werden gegenüber wirklich medizinisch Bedürftigen, die mit ihren Daten oben auf den Wartelisten für Spenderorgane stehen müssten, durch Fälschung der Patientenakten bevorzugt. Von der angeblichen Objektivität bei der Vergabe von Organen also keine Spur.
Im Gesundheitssystem und allgemein in den Wissenschaften gibt es eine viel höhere Dunkelziffer an Kriminalität und Korruption aus finanziellen Interessen und persönlichem Machtstreben, als die Öffentlichkeit sich vorstellen kann. Viele Mediziner stehen den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik in dieser Hinsicht offensichtlich in nichts nach. Ein erneuter Nachweis, dass die derzeitige Zwei- oder Dreiklassenmedizin immer mehr kriminelles Vorgehen bei den Ärzten fördert.
Der Bereitschaft, Organe zu spenden, welche dringend benötigt werden und vielen Menschen das Leben retten könnten, wird in der Bevölkerung aufgrund derartiger grauenvoller Skandale vermutlich ebenfalls zurückgehen. Denn niemand kann glauben, dass es sich bei den kriminellen Göttinger Medizinern um die einzigen schwarzen Schafe im Gesundheitswesen handelt. Das Vertrauen in Medizin und Wissenschaft ist zerstört!
Leserkommentare
23.07.2012 14:13 Uhr
von Irene:
@Karin Haertel
Im tiefsten Innern bin ich davon überzeugt, dass nicht nur bei der Vergabe von Organen sondern auch bei der Hirntoddiagnostik getrickst wird.Auf meinem Organspendeausweis habe ich daher "Nein" angekreuzt.
22.07.2012 18:32 Uhr
von Groschen:
man hat uns Jahrzehnte lang eingeredet, das sei so.
Das 4 Augen-Prinzip.
Kriminelle Machenschaften seien so ausgeschlossen, auch mit dem Hinweis auf Euro-Transplant.
Nun doch nicht ?
Ich, denke das Thema ist zu ende diskutiert.
Für mich auf jeden Fall.
G.
22.07.2012 10:09 Uhr
von ion:
So-so! Wo bleibt denn jetzt der (Werbe-)Artikel von Heike Haarhoff (??) – der Redakteurin für Gesundheitspolitik im Inlandsressort der taz – die nie müde wurde, 'pro' Organspende (und etc. OP-s) zu schreiben, obwohl seit langem vieles darauf hindeutet, dass in dem (Intensiv-)Medizinbereich vieles zum Himmel stinkt‽
♲
22.07.2012 06:16 Uhr
von Karin Haertel:
Es sind immer wieder solche von geldgiergen Aerzten verurachten Skandale die uns die Organspende verweigern lassen. Und so lautet meine Antwort auf eine diesbezuegliche Frage anch weiterhin klar und deutlich NEIN. Das viele Gerede kann meine berechtigten Zweifel nicht beseitigen.
22.07.2012 00:57 Uhr
von Diana Mathioudakis:
4 Augen sehen mehr als 2. ... Wenn Sie unabhängig sind.
Eine fachärztlich klinisch-chemische Validitätsprüfung der Laborparameter ohne direkte fachärztlich klinische Begutachtung greift nur wenn vollkommener inkonklusiver Humbug zusammenphantasiert wurde - in jedem anderen Fall reicht das nicht.
Ein 4 Augen Prinzip kann nach dieser Lektion aus Göttingen nur heissen: die unabhängige klinische und apparative Untersuchung und das direkte Gewinnen der Blutproben - nicht nur das Begutachten der vorliegenden Befunde!!!
21.07.2012 23:26 Uhr
von David Perteck :
Die kriminellen Machenschaften der hochrangigen Mediziner am Universitätsklinikum Göttingen sind ein weiteres Anzeichen der völligen Ökonomisierung unserer Gesellschaft. So wird der Mensch mit seinen Organen in diesem Fall zum kommerziellen Produkt und lebendigen Ersatzteillager gemacht. Finanzkräftige Patienten werden gegenüber wirklich medizinisch Bedürftigen, die mit ihren Daten oben auf den Wartelisten für Spenderorgane stehen müssten, durch Fälschung der Patientenakten bevorzugt. Von der angeblichen Objektivität bei der Vergabe von Organen also keine Spur.
Im Gesundheitssystem und allgemein in den Wissenschaften gibt es eine viel höhere Dunkelziffer an Kriminalität und Korruption aus finanziellen Interessen und persönlichem Machtstreben, als die Öffentlichkeit sich vorstellen kann. Viele Mediziner stehen den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik in dieser Hinsicht offensichtlich in nichts nach. Ein erneuter Nachweis, dass die derzeitige Zwei- oder Dreiklassenmedizin immer mehr kriminelles Vorgehen bei den Ärzten fördert.
Der Bereitschaft, Organe zu spenden, welche dringend benötigt werden und vielen Menschen das Leben retten könnten, wird in der Bevölkerung aufgrund derartiger grauenvoller Skandale vermutlich ebenfalls zurückgehen. Denn niemand kann glauben, dass es sich bei den kriminellen Göttinger Medizinern um die einzigen schwarzen Schafe im Gesundheitswesen handelt. Das Vertrauen in Medizin und Wissenschaft ist zerstört!