Personenführung #114: Laila Oudray

Multitaskingtalent

Laila Oudray reist durch die Region, schreibt im ICE Blogeinträge, führt Interviews am Telefon und trifft die Menschen vor Ort.

Bild: Beatrice Mack

Ärztin, Archäologin, Schriftstellerin oder doch Journalistin? Bis zu ihrem Abitur hatte Laila Oudray die verschiedensten Ideen für ihren beruflichen Weg. Mit dem Abitur kamen dann auch die Entscheidungen: Erst einmal raus aus der Kleinstadt Baseweiler in Nordrhein-Westfalen. Eine Zusage für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Bonn sorgte für den Umzug. „Literatur hat mich schon immer extrem interessiert.“

Nach vielen Eindrücken bei Lokalzeitungen und im Radio zog es sie weiter. Die taz in Berlin war ihr Ziel. Die Zusage für ein Praktikum kam eine Woche vor ihrem Abflug nach Kairo. Zwei Monate war sie dort, arbeitete für eine kleine NGO. Die post-revolutionäre Gesellschaft interessierte sie – allerdings: „Ich brauchte meine Zeit, um die Muster im Chaos von Kairo zu erkennen. Dann erst konnte ich meine Umgebung als schön empfinden!“

Multitasking ist ihre Stärke

Zurück in Deutschland, kam Laila Oudray für zwei Monate nach Berlin als Praktikantin in der Onlineredaktion der taz. Bei ihrer Arbeit lernte sie auch Jan Feddersen kennen, der begeistert war von ihrer großartigen Art, zu kommunizieren, und ihrer Wahrnehmung von Menschen. Daher engagierte er sie direkt als Bloggerin für den großen taz-Kongress, das taz.lab 2016. Dies bedeutete zuerst eine Doppelbelstatung: Die letzten Hausarbeiten und die Masterarbeit in Germanistik wurden geschrieben, zwischendurch immer wieder Einsätze in Berlin. Doch Multitasking ist Laila Oudrays Stärke.

Im Januar 2017 kehrte Laila Oudray als Reporterin zur taz zurück und wurde Teil des taz.meinland-Teams. „Für uns ist sie eine wahre Bereicherung“, sagt etwa Teamkollege Manuel Schubert. Sie reist durch die Region, schreibt im ICE Blogeinträge, führt Interviews am Telefon und trifft die Menschen vor Ort.

Zum Thema Heimat hat sie eine klare Meinung: „Ich bin kein Mensch des Lokalpatriotismus. Ich kann überall meine Nische finden.“ Innerhalb des meinland-Teams hat sie schon ihren Platz gefunden und wird weiterhin vorne mit dabei sein, wenn es auf Reisen geht.

Malaika Rivuzumwai, taz-Autorin