• 05.10.2012

Philipp Rösler zu erneuerbarer Energie

„Die Kosten in den Griff kriegen“

Strom muss bezahlbar bleiben. Sonst akzeptieren die Bürger die Energiewende nicht, glaubt Wirtschaftsminister Philipp Rösler.von I. Arzt / K. Schöneberg

  • 12.10.2012 16:32 Uhr

    von Ulrich Kammer:

    Meine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach erzeugt im Dezember knapp 1/10 vom Stromertrag des Juni.
    Die Solarwerbung verschweigt eisern dieses Manko. Rösler hat recht, wenn er statt Photovoltaik auf dem Dach den Energieverbrauch des Hauses verringert. Die Maximalleistung der deutschen Solarbranche könnte bei Sonneneinstrahlung wie am Äquator 20 Atomkraftwerke ersetzen, hier sind es 3, also rd. 1/7 der Maximalleistung, und es gibt dann am wenigsten Solarstrom, wenn die Haushalte am meisten Strom verbrauchen.
    So lange Solar- und Windenergie nicht nachhaltig gespeichert werden können, ist ihre Leistung unberechenbar. Diese Tatsachen müßte jeder Schüler, der nur eine 4 in Physik und Mathematik hat, verstehen. Rot-Grün scheint dafür zu dumm zu sein. Die bisherige Energiepolitik der Bundesrepublik ist m.E.planwirtschaftliche Flickschusterei.

  • 08.10.2012 12:38 Uhr

    von Naturfreund:

    1. Ein Drittel der geförderten Braunkohle (welche eine wichtige Chemie-Ressource für unsere Kinder darstellen würde) verbraucht die Maschinerie Bagger, Umsetzer, Bänder ... .
    2. Die nachweisliche unsichere Atomlobby verschlingt Unsummen ohne absehbares Ende.
    Solarenergie ist nachhaltig und langfristig günstig.

    Der Haken ist wahrscheinlich, dass die Erträge nicht von den Großunternehmen sondern dem kleinen Mann abgeschöpft werden - wo kommen wir denn da hin.

  • 06.10.2012 16:48 Uhr

    von Amüsierter:

    Ausgerechnet ein Marktradikaler beklagt sich über "ein Geschäft zulasten der Allgemeinheit" - so wie es ca. 103% aller Geschäfte im Kapitalismus sind. Heuchler sind doch immer wieder lustig.

  • 06.10.2012 14:15 Uhr

    von Photovoltaire:

    Wenn man als Politiker in vierjährigen Legislaturperioden denkt, ist es eben kein Wunder in der Folge auch Investitionen mit Kosten zu verwechseln. Denn sobald die Umstiegskosten auf die Erneuerbaren einmal refinanziert sind, dürfte die der Strom so günstig werden wie es mit fossilen niemals möglich wäre. Allerdings ist hier damit zu rechnen, dass diese Preisminderungen wegen der dezentralen Versorgungsstruktur und damit verbundener Konkurrenz, anders als bei den alten Großkonzernen, auch an die Verbraucher weitergegeben werden.
    Die FDP hält es offenbar dennoch für klug sich einmal mehr als Lobbypartei der vier Stromdinosaurier zu positionieren

  • 06.10.2012 00:34 Uhr

    von erneuerbarer:

    "Ich bin ein großer Anhänger von Energieeffizienz. Was nicht verbraucht wird, muss auch nicht erzeugt werden."

    Blockiert Rösler nicht eine europäische Energie-Effizienz-Richtlinie, die Energieeinsparungen der Industrie zum Ziel hätte?

    Das Interview zeigt m.E. deutlich, dass Rösler ein generelles Problem mit Erneuerbaren Energien hat, vielleicht auch speziell mit Energieerzeugung in BürgerInnenhand.

  • 05.10.2012 22:21 Uhr

    von alfonearth:

    Herr Rösler bringt es auf den Punkt, warum Investitionen in Photovoltaik ethisch und sozial zumindest fragwürdig sind.
    Ich frage mich, wann die horrende Förderung von Banken und gutverdienenden Kapitalanlegern durch das EEG in den Fokus von sozialen Bewegungen wie z.B. Occupy gerät.

  • 05.10.2012 21:52 Uhr

    von FaktenStattFiktion:

    Strom muß bezahlbar sein? Absolut korrekt! Auch wenn dies für die taz schier unvorstellbar sein mag.... omg...

  • 05.10.2012 20:58 Uhr

    von Philipp Rösler:

    let's talk about Subventionen für die Atomenergie in den letzten 40 Jahren, dann platzt Ihre ganze Laberblase.


    Die Regenerativen Energien erhalten wesentlich weniger Subventionen als die Atomindustrie, obwohl sich der Rohölpreis seit 1970 etwa verachtfacht hat.
    D.h., es müsste ja auch 8 mal soviel Subventionen Wert sein sein, finanziell, davon wegzukommen.


    Daß ausgerechnet der Vorsitzende der Lobbypartei FDP auf den Neidfaktor setzt, um die regenerativen Energien zu bremsen bzw. "den Bürger" gegen die Energiewende aufzuhetzen.
    Um die Pfründe der Genossen bei Eon und Vattenfall, RWE, Siemens und ENBW zu sichern.
    Um den Großkonzernen auf Kosten der Steuerzahler einen unnötigen Mega- Netzausbau zu finanzieren.

    Ist leider erfolgversprechend,
    aber wirklich wirklich eklig!!!



    BTW:
    Zur Erinnerung, E10 wurde gegen den Willen der Bevölkerung in den Markt gedrückt, um für die Einhaltung von EU- Verträgen den CO2- Anteil der Autobgase (angeblich) zu senken, WEIL DIE AUTOINDUSTRIE WEITER LUXUSSCHLITTEN produzieren wollte und sollte.
    Sparsamere Neufahrzeuge hätten E10 für das EU-Gesetz unnötig bleiben lassen.



    Wenn die FDP zum Umstieg auf regenerative Energien also sagt:

    "Statt einer Förderung nach Kilowattstunden sollen die Versorger verpflichtet werden, einen bestimmten Anteil erneuerbarer Energien zu verkaufen. "

    ist damit schon klar, daß es darum geht, Lücken zu schaffen, um die regenerativen Energien zu Umgehen.


    Wer nicht auf Weihnachten und Ostern an einem Tag warten möchte:

    http://www.atomausstieg-selber-machen.de/startseite.html

  • 05.10.2012 20:34 Uhr

    von FPD = out:

    FDP = Koorumptionspartei, Lobbypartei...

    Energie hat Gemeinwohlcharakter:

    D.h die Großkonerne sollten zerschlagen werden.
    Bürger und das Volk sollte die Anlagen, Trassen Netze besitzen.

    Keine EEG Ausnahmen für Wirtaschaft: Gerade dadurch wird die Industtie angehalten, nachhaltig zu werden!

    Das Argument "Arbeitsplätze" ist ungeeignet: Das ist auch bei den Atomkraftwerken zu gewesen:

    RWE versuchte mit "Arbeitsplätzen" zu zu punkten, selbst wenn mehr Menschen durch AKWs gefährdert werden...

    FPD hat etwa 60.000 Mitglieder und repräsentiert so nur 0,075 % des deutschen Volkes.

    Da haben Umweltverbände wie zB der BUND mit 500.000 Mitgliedern mehr Menschen hinter sich.

  • 05.10.2012 20:26 Uhr

    von ED Färber:

    Dieses Interview mal ausnahmsweise nicht ins Archiv, sondern über den Schreibtisch, selten hat gekaufter Gockel soviel Mist erzählt.

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