Polizeieinsatz in Tel Aviv

Mutmaßlicher Attentäter erschossen

Seit Tagen fahndet Israels Polizei nach dem Mann, der in Tel Aviv drei Menschen erschossen haben soll. Als sie ihn stellt, kommt es zu einem tödlichen Schusswechsel.

Trauer um Shimon Ruimi, einer der Ermordeten vom 1. Januar.  Foto: reuters

JERUSALEM ap | Eine Woche nach dem tödlichen Angriff auf eine Bar in Tel Aviv ist der mutmaßliche Attentäter erschossen worden. Der arabischstämmige Israeli sei am Freitag in einem Gebäude gestellt worden, sagte Polizeisprecherin Luba Samri. Der Verdächtige habe das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet, die ihn daraufhin getötet hätten.

Der Mann stammte den Angaben zufolge aus dem Norden Israels. Er soll vor einer Woche das Feuer auf die Besucher einer Bar eröffnet und etwa 30 Schüsse abgegeben haben. Zwei der fünf Verletzten starben im Krankenhaus. Der Angreifer soll auf der Flucht noch einen arabischen Taxifahrer erschossen haben. Verwandte des mutmaßlichen Täters aus dem arabischen Dorf Arara gaben an, sie hätten den Mann auf Bildern einer Überwachungskamera erkannt. Seitdem wurde nach ihm gefahndet.

Die Tat löste auch eine Diskussion über die Stellung von Arabern mit israelischem Pass aus. Die israelischen Araber machen ein Fünftel der rund 8,4 Millionen Einwohner des Landes aus. Sie haben alle Rechte, beklagen sich aber des Öfteren über unfaire Behandlung bei der Suche nach Wohnungen und Arbeit.

Seit September gibt es fast täglich Angriffe von Palästinensern auf israelische Zivilisten. Dabei kamen 21 Israelis ums Leben. Zudem wurden mindestens 131 Palästinenser von Israelis getötet. Bei 90 davon handelte es sich nach israelischen Angaben um Angreifer.

 

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