Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung

Mehr Kita-Plätze als erwartet

Ab 1. August gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Laut NDR melden die Länder dem Bund nun mehr Kita-Plätze für Kleinkinder als angenommen.

Wer darf hier seine Zähne putzen? Bild: dpa

BERLIN/WIESBADEN dpa | Die Länder haben dem Bundesfamilienministerium nach einem Bericht von NDR Info rund 800 000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige für das kommende Kita-Jahr gemeldet. Das wären bundesweit 20 000 mehr als der veranschlagte Bedarf, heißt es in dem Beitrag.

Nicht nur in den neuen Bundesländern, in denen es bereits eine gute Versorgung gab, sei die Bilanz positiv. Im Westen gebe es ebenfalls eine spürbare Verbesserung, auch dort lägen die Zahlen jetzt nah am berechneten Bedarf, zitiert der Sender Regierungskreise. Ein Teil dieser Plätze werde derzeit noch mit Bundesgeldern fertig gestellt. Viele warteten aber nur noch auf die Betriebserlaubnis.

Drei Wochen vor dem Start des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kleinkinder wird Familienministerin Kristina Schröder (CDU) am Donnerstag die aktuellen Zahlen zum Stand des Ausbaus präsentieren. Grundlage sind Daten, welche die Länder bis Ende Juni an das Ministerium übermittelt haben.

Auch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichte Zahlen, allerdings mit Stichtag 1. März dieses Jahres. Demnach steigt die Zahl der Kita-Plätze in Deutschland, aber im Frühjahr klaffte noch eine Lücke im Angebot für Kleinkinder. Zum Stichtag 1. März 2013 wurden rund 597 000 Kinder unter drei Jahren in einer Kita oder von Tageseltern betreut, gut 37 000 mehr als im Vorjahr. Das berichtete das Statistische Bundesamt aufgrund vorläufiger Ergebnisse.

Trotzdem keine Garantie für Kita-Platz in der Nähe

Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für ein- und zweijährige Kinder tritt am 1. August in Kraft. Für Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr gibt es bereits einen solchen Rechtsanspruch.

Die neuen Zahlen bedeuten laut NDR Info nicht, dass zum Stichtag 1. August alle interessierten Eltern tatsächlich auch einen Betreuungsplatz in ihrer Nähe bekommen werden. Vor allem in westdeutschen Ballungszentren werde es Engpässe geben.

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