Reichlich spät beginnt die Klubführung von Borussia Dortmund gegen die rechte Unterwanderung der Fanszene vorzugehen. Der Staatsschutz war schneller.von Jannis Carmesin
Offenbar funktionieren die rechtsextremen Strukturen am Rand des BVB zumindest so gut, dass unmittelbar nach dem Posten des Artikellinks in einem BVB-Forum scharenweise gegen die unangenehmen Wahrheiten im Artikel polemisierende Leute angerückt kommen und die Kommentarspalte fluten.
Ähnlich wird dies auch in Foren gehandhabt, in denen das Problem thematisiert wird.
Anfeinden, lächerlich machen, relativieren, spammen, Diskussionen zerschießen, falsche Gleichsetzungen- so sieht das Schema-F der Internetpropaganda aus.
03.09.2012 19:25 Uhr
von Peter:
@Helene Ich bin seit 3 Jahren bei jedem Heimspiel auf der Süd und habe noch keinen einzigen Rassisten gesehen. Die TAZ will nur hetzen. Jetzt haben einmal leute ein Panner hochgehalten und schon heißt es "DIE DORTMUNDER" Seriöser Journalismus sieht anders aus. Welcher Fälle von Rassismus in jüngster Vergangenheit (damit meine ich nicht die 80er) gibt es denn außer das eine Banner im Westfalenstadion? KEINEN!
Und wir soll man was gegen etwas unternehmen, von dem man nichts weiß. Ich wusste im Stadion nicht was "NWDO" heißen soll. Was soll man also machen wenn man nicht weiß, was es bedeuten soll?
Und "Meister im Wegschauen" ist ja eine dreiste Lüge. Sobald es bekannt wurde mit dem Panner hat der BVB alles unternommen um diesen Fan ausfindig zu machen und hat es auch geschafft und es laut angeprangert.
Was der Autor mit diesem Artikel erreichen will ist unklar, außer er möchte dem BVB schaden.
02.09.2012 12:42 Uhr
von Ricc:
Ist der Artikel jetzt schlecht oder dumm? Traurig, wenn ohne eigene Arbeit nur eine Meldung zum Vorfall in Dortmund mir alten Siggi-Borchert-Zeiten aufgewertet wird. Es wäre durchaus möglich gewesen, sich als Autor zumindest über die Pionierarbeit von Dortmund gegen Rechts zu informieren, es sei denn, man will nur plakative Vorurteile gegen den Fußball veröffentlichen. Wenn unter 80000 Menschen auch 70 Nazis sind, dann ist das schlimm, aber leider nicht vermeidbar. Evtl. sind auch 3 Tierquäler darunter... Die Frage ist, wie geht man damit um. Es entspricht NICHT der Tatsache, das Dortmund erst seit dem letzten Vorfall aktiv geworden ist, der Titel "Meister im Wegschauen" ist eine Frechheit. Mit minimalem Aufwand (Telefon) hätte man sich über die Fanprojekte informieren können.
02.09.2012 00:32 Uhr
von Ungläubiger Thomas:
@tageslicht Also unserem Staatsschutz stehe ich mittlerweile sehr skeptisch gegenüber. Da muß sich noch einiges ändern!
01.09.2012 21:40 Uhr
von pluengo:
monsieur tageslicht, meinen sich eigentlich denselben staatsschutz, welcher in nicht geringen maße die rechtsextreme nsu hat gewähren lassen oder sogar unterstütze, und der seit jahrzenten nicht müde wird, das thema rechtsextremismus kleinzureden, welcher nun in dortmund plötzlich vertrauenswürdig sein soll, im kampf gegen rechtsextreme fangruppen? dann doch lieber einen fußballclub, welcher seriöse und tendenziell kritische fanclubs direkt anspricht. pace.
01.09.2012 18:44 Uhr
von Helene:
Es ist traurig, dass es vielen Vereinen und auch Fangruppen nur darum geht, den braunen Fleck auf ihrer weißen Image-Weste schnell zu entfernen, sobald die breitere Masse von solchen Vorgängen informiert wird und der braune Mob in der eigenen Kurve leider nicht mehr geleugnet werden kann. Dann werden ein paar Lippenbekenntnisse gesprochen und irgendein Spieler liest vor dem nächsten Heimspiel drei Zeilen gegen Rassismus vor und man hofft, dass kein Sponsor abspringt. Applaus. Tatsache ist, dass Fangruppen ganz genau wissen, was in ihrer Kurve vor sich geht. Die regelmäßigen Borussia-Gänger sollten sich mal ernsthaft überlegen, wieso viele von ihnen in den letzten Jahren eigentlich kein eindeutiges Bekenntnis gegen Rechts geliefert haben. Aber nein, es wird sich hinter dem Label "Unpolitisch" versteckt und verdrängt, dass jegliches Schweigen zu rechten Gruppen im Stadion für diese stille Zustimmung bedeutet.
Und jetzt geht es verdammt nochmal nicht darum, dass der Verein wieder ein sauberes Image bekommt. Hier geht es darum, ob man eine Gesellschaft ohne Rassismus will. Und wenn man es im Stadion nicht hinbekommt, zu einem Rassisten zu sagen, dass er hier nichts verloren hat und niemand seine schmierigen Ansichten teilt, dann klappt das sicherlich auch nicht außerhalb davon. 25.000 Fans auf der Südtribüne, und keiner bekommt den Mund auf. Ja, tatsächlich: Applaus.
01.09.2012 14:47 Uhr
von masab:
Warum wurde eigentlich nicht von Jannis Carmesin schon früher mal recherchiert, was da eigentlich abgeht. Nö, erst wenn der Verein was macht, wird drauf gehauen. Seriöser Journalismus? Eher nicht, sondern nur ein Forumsnachgeplauderer!
01.09.2012 14:45 Uhr
von Hans Dampf:
Ich hätte es interessanter gefunden, wenn man hier richtig recherchiert hätte und uns präsentieren könnte, was genau der BVB jetzt genau unternehmen will und wie der Autor/die TAZ dazu stehen. So werden halt nur ein paar Fakten zusammengetragen, auf alte Sachen hingewiesen und ein paar Aussagen 1:1 übernommen. Das kriegen wir in der Schülerzeitung auch hin. 70 (plus X) von 25.000 auf der Südtribüne klingen nicht viel, sind ja gerade einmal 0,2%. Aber es ist ja bekannt, dass man sich in der Masse verstecken will/muss, um sein Gedankengut zu verbreiten...Schön, dass jetzt etwas gemacht wird! Aber was?! Vielleicht kriegen wir ja demnächst noch einen besseren Artikel mit mehr Hintergrundinfos :-)
01.09.2012 14:36 Uhr
von Arno Nym:
Wenn man von einer "hohen Dunkelziffer" schreibt, dann grenzt das - ob bewusst oder unbewusst - an Hetze. So glauben wenige Idioten, nicht allein auf dieser Welt zu sein.
01.09.2012 13:28 Uhr
von tageslicht:
Es ist die verdammte Aufgabe des Staatsschutzes, bei solchen Dingen am Schnellsten zu sein. Wie geht es Ihnen: Würden Sie lieber einem Fußballclub oder dem Staatsschutz beim Schutz vor politischer Gewalt vertrauen?
Leserkommentare
04.09.2012 18:39 Uhr
von Knut:
Offenbar funktionieren die rechtsextremen Strukturen am Rand des BVB zumindest so gut, dass unmittelbar nach dem Posten des Artikellinks in einem BVB-Forum scharenweise gegen die unangenehmen Wahrheiten im Artikel polemisierende Leute angerückt kommen und die Kommentarspalte fluten.
Ähnlich wird dies auch in Foren gehandhabt, in denen das Problem thematisiert wird.
Anfeinden, lächerlich machen, relativieren, spammen, Diskussionen zerschießen, falsche Gleichsetzungen- so sieht das Schema-F der Internetpropaganda aus.
03.09.2012 19:25 Uhr
von Peter:
@Helene
Ich bin seit 3 Jahren bei jedem Heimspiel auf der Süd und habe noch keinen einzigen Rassisten gesehen.
Die TAZ will nur hetzen. Jetzt haben einmal leute ein Panner hochgehalten und schon heißt es "DIE DORTMUNDER" Seriöser Journalismus sieht anders aus.
Welcher Fälle von Rassismus in jüngster Vergangenheit (damit meine ich nicht die 80er) gibt es denn außer das eine Banner im Westfalenstadion? KEINEN!
Und wir soll man was gegen etwas unternehmen, von dem man nichts weiß.
Ich wusste im Stadion nicht was "NWDO" heißen soll. Was soll man also machen wenn man nicht weiß, was es bedeuten soll?
Und "Meister im Wegschauen" ist ja eine dreiste Lüge. Sobald es bekannt wurde mit dem Panner hat der BVB alles unternommen um diesen Fan ausfindig zu machen und hat es auch geschafft und es laut angeprangert.
Was der Autor mit diesem Artikel erreichen will ist unklar, außer er möchte dem BVB schaden.
02.09.2012 12:42 Uhr
von Ricc:
Ist der Artikel jetzt schlecht oder dumm? Traurig, wenn ohne eigene Arbeit nur eine Meldung zum Vorfall in Dortmund mir alten Siggi-Borchert-Zeiten aufgewertet wird.
Es wäre durchaus möglich gewesen, sich als Autor zumindest über die Pionierarbeit von Dortmund gegen Rechts zu informieren, es sei denn, man will nur plakative Vorurteile gegen den Fußball veröffentlichen.
Wenn unter 80000 Menschen auch 70 Nazis sind, dann ist das schlimm, aber leider nicht vermeidbar. Evtl. sind auch 3 Tierquäler darunter...
Die Frage ist, wie geht man damit um. Es entspricht NICHT der Tatsache, das Dortmund erst seit dem letzten Vorfall aktiv geworden ist, der Titel "Meister im Wegschauen" ist eine Frechheit. Mit minimalem Aufwand (Telefon) hätte man sich über die Fanprojekte informieren können.
02.09.2012 00:32 Uhr
von Ungläubiger Thomas:
@tageslicht
Also unserem Staatsschutz stehe ich mittlerweile sehr skeptisch gegenüber.
Da muß sich noch einiges ändern!
01.09.2012 21:40 Uhr
von pluengo:
monsieur tageslicht,
meinen sich eigentlich denselben staatsschutz, welcher in nicht geringen maße die rechtsextreme nsu hat gewähren lassen oder sogar unterstütze, und der seit jahrzenten nicht müde wird, das thema rechtsextremismus kleinzureden, welcher nun in dortmund plötzlich vertrauenswürdig sein soll, im kampf gegen rechtsextreme fangruppen? dann doch lieber einen fußballclub, welcher seriöse und tendenziell kritische fanclubs direkt anspricht.
pace.
01.09.2012 18:44 Uhr
von Helene:
Es ist traurig, dass es vielen Vereinen und auch Fangruppen nur darum geht, den braunen Fleck auf ihrer weißen Image-Weste schnell zu entfernen, sobald die breitere Masse von solchen Vorgängen informiert wird und der braune Mob in der eigenen Kurve leider nicht mehr geleugnet werden kann.
Dann werden ein paar Lippenbekenntnisse gesprochen und irgendein Spieler liest vor dem nächsten Heimspiel drei Zeilen gegen Rassismus vor und man hofft, dass kein Sponsor abspringt. Applaus.
Tatsache ist, dass Fangruppen ganz genau wissen, was in ihrer Kurve vor sich geht. Die regelmäßigen Borussia-Gänger sollten sich mal ernsthaft überlegen, wieso viele von ihnen in den letzten Jahren eigentlich kein eindeutiges Bekenntnis gegen Rechts geliefert haben. Aber nein, es wird sich hinter dem Label "Unpolitisch" versteckt und verdrängt, dass jegliches Schweigen zu rechten Gruppen im Stadion für diese stille Zustimmung bedeutet.
Und jetzt geht es verdammt nochmal nicht darum, dass der Verein wieder ein sauberes Image bekommt. Hier geht es darum, ob man eine Gesellschaft ohne Rassismus will. Und wenn man es im Stadion nicht hinbekommt, zu einem Rassisten zu sagen, dass er hier nichts verloren hat und niemand seine schmierigen Ansichten teilt, dann klappt das sicherlich auch nicht außerhalb davon.
25.000 Fans auf der Südtribüne, und keiner bekommt den Mund auf. Ja, tatsächlich: Applaus.
01.09.2012 14:47 Uhr
von masab:
Warum wurde eigentlich nicht von Jannis Carmesin schon früher mal recherchiert, was da eigentlich abgeht. Nö, erst wenn der Verein was macht, wird drauf gehauen. Seriöser Journalismus? Eher nicht, sondern nur ein Forumsnachgeplauderer!
01.09.2012 14:45 Uhr
von Hans Dampf:
Ich hätte es interessanter gefunden, wenn man hier richtig recherchiert hätte und uns präsentieren könnte, was genau der BVB jetzt genau unternehmen will und wie der Autor/die TAZ dazu stehen. So werden halt nur ein paar Fakten zusammengetragen, auf alte Sachen hingewiesen und ein paar Aussagen 1:1 übernommen. Das kriegen wir in der Schülerzeitung auch hin. 70 (plus X) von 25.000 auf der Südtribüne klingen nicht viel, sind ja gerade einmal 0,2%. Aber es ist ja bekannt, dass man sich in der Masse verstecken will/muss, um sein Gedankengut zu verbreiten...Schön, dass jetzt etwas gemacht wird! Aber was?! Vielleicht kriegen wir ja demnächst noch einen besseren Artikel mit mehr Hintergrundinfos :-)
01.09.2012 14:36 Uhr
von Arno Nym:
Wenn man von einer "hohen Dunkelziffer" schreibt, dann grenzt das - ob bewusst oder unbewusst - an Hetze. So glauben wenige Idioten, nicht allein auf dieser Welt zu sein.
01.09.2012 13:28 Uhr
von tageslicht:
Es ist die verdammte Aufgabe des Staatsschutzes, bei solchen Dingen am Schnellsten zu sein. Wie geht es Ihnen: Würden Sie lieber einem Fußballclub oder dem Staatsschutz beim Schutz vor politischer Gewalt vertrauen?