• 05.05.2010

Reformpädagogik und Missbrauch

Abschied von den Patriarchen

Bei einem Treffen des Arbeitskreises von Reformschulen flogen die Fetzen, als es darum ging, eine gemeinsame Erklärung zu sexueller Gewalt zu schreiben.von Christian Füller

  • 10.05.2010 01:57 Uhr

    von cif:

    erneute bemerkung des autors: im referat "Was bedeuten die letzten Monate für - unsere Schulen und den ‚Blick über den Zaun’, - die Reformpädagogik heute?" geht referentIn nicht auf missbrauch ein. der name gerold becker fällt - als held der konzeption einer landesschulreform. ohne ein wort der reflexion.

    der andere top umkurvt das eigentliche thema. es wird nicht etwa "sexuelle gewalt" auf die to gesetzt, sondern "gewalt". aber keine sorge: die basis des büz hat sich dieses verschwiemelte nichtthematisieren von oben nicht gefallen lassen. und das ist auch gut so.
    siehe auch www.pisa-versteher.de

  • 09.05.2010 16:31 Uhr

    von Axel Backhaus:

    Bemerkung an den Autor und Information für die Öffentlickeit:

    Der Artikel spricht davon, das Thema Missbrauch und Reformpädagogik habe gar nicht auf der Bensberger Tagesordnung gestanden. Dem widerspricht „BüZler“.
    Nun heißt es im Kommentar des Autors, es habe keinen TOP „odenwald/missbrauch“ gegeben. Das ist etwas anderes, wie auch dem Autor auffallen müsste.
    Da es – wie die Tagungen zuvor – eine interne Tagung war, gibt es auf den Seiten des Schulverbunds kein Programm zur Einsicht. Die Behauptung des Autors ist deshalb für Dritte nicht überprüfbar.

    Deshalb hier ein Auszug aus dem Programm

    1
    „Den Einzelnen gerecht werden – auch im Zusammenleben“
    Maßnahmen zur Prävention und Intervention bei Gewalt gegen SchülerInnen

    2
    Resümee der Tagung in den Arbeitskreisen:
    Was bedeuten die letzten Monate für
    - unsere Schulen und den ‚Blick über den Zaun’,
    - die Reformpädagogik heute?


    Wer hier behauptet (schon bei Lektüre des Programms, dazu gab es überdies einen Tagungskontext), dass Thema sei nicht auf der Tagesordnung gewesen, der muss andere Unterlagen haben.

    Axel Backhaus

  • 07.05.2010 07:12 Uhr

    von cif:

    bemerkung des autors: es gibt auch in den kurzfristig versandten tagungsmaterialien keinen top odenwald/missbrauch. nicht einmal die odenwaldschule hatte gelegenheit, über ihren fall zu berichten - und wurde erst nachträglich am ende der tagung kurzfristig aufgerufen, als sich jemand beschwerte. und die aus der büz-leitung vorbereitete erklärung sorgte für helle empörung bei diversen teilnehmern. cif

  • 07.05.2010 05:02 Uhr

    von Maria Schneider:

    "Der 'Blick über den Zaun' ist ein Netzwerk exzellenter Schulen. In 12 Arbeitskreisen organisiert, tauschen sich die 100 besten deutschen Schulen aus - und besuchen sich gegenseitig als kritische Freunde."

    Es ist immer wieder die gleiche Leier in den Artikeln von Christian Füller. In Verbindung mit sogenannten "Reformschulen" liest man von "exzellenten Schulen", von den "100 besten deutschen Schulen" usw, allerdings ohne jede Begründung.

    Und was tut sich sonst in der "Reformpädagogik"? "Kritische Freunde" besuchen sich, auf Treffen "fliegen die Fetzen", wenn die Tagesordnung nicht genehm ist "gibt es Revolution", und ansonsten ist man angesichts systematischen Missbrauchs "beschämt". Die Geschäfte gehen aber gut, den Reformschulen "rennen die Eltern die Türen ein".

    Alles bestens, Christian Füller?

    (PS: Gibt es irgendeinen Grund, warum der Kommentar gestern nicht veröffentlicht wurde?)

  • 06.05.2010 18:11 Uhr

    von Brügelmann:

    Ad "Fritz":
    - Podiumsdiskussion mit Becker: wann und wo?
    - Bewerbung beim "Blick über den Zaun": "keine Chance" würde ich gerne im direkten Kontakt klären, geht anonym nicht.

    Ad "Büzler": genauso war es.

  • 05.05.2010 18:42 Uhr

    von büzler:

    Das ist aber schwach recherchiert, Herr Füller, macht aber gut Stimmung:

    "Zunächst stand das Thema Missbrauch und Reformpädagogik gar nicht auf der Bensberger Tagesordnung. "Das hat Revolution gegeben", berichtet ein Schulleiter aus Hamburg."

    Es stand nicht auf den Tagesordnungen, die uns Teilnehmer vor den Veröffentlichungen aus der OSO erreicht haben. Anschließend immer. Für die Gruppenphasen wie für das Plenum.

    Einer Ente aufgesessen?

  • 05.05.2010 13:38 Uhr

    von Fritz:

    Unerwähnt bleibt, dass Gerold Becker Berater bei der Gründung des BÜZ war. Der Vorsitzende des BÜZ, Hans Brügelmann, scheute sich auch lange nach Bekanntwerden des Beckerschen Missbrauchssystem an der Odenwaldschule nicht, mit Becker gemeinsame Podiumsdiskussionen zu bestreiten.
    Die peinlich verspäteten Krokodilstränen sind mehr als unangebracht.
    Schade auch, dass Füller die im BÜZ organisierten Schulen weiterhin so unkritisch wie früher als "beste Schulen Deutschlands" apostrophiert, ohne zu erwähnen, dass es sich hierbei um ein noch von Becker in Gang gebrachtes selbstreferentielles System mit Schneeballeffekt handelt.
    Eine Schule, die z.B. bildungsferne Schüler zu hohen Leistungen anstiftet und von Eltern und Schülern geschätzt wird, hat keine Chance, Mitglied zu werden, wenn sie Bewährtes gut anwendet, sich aber nicht zur "Schule in Bewegung" erklärt und ihr der spezifisch reformpädagogische Touch fehlt.

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