Der Westen des Landes ist Schauplatz von Unruhen zwischen Buddhisten und muslimischen Rohingya. Die Opposition schweigt zur Hetze gegen die Minderheit.von Nicola Glass
Das sind nicht einfach nur 'religioese Unruhen', sondern Strategie. Myanmar ist jetzt Demokratie, da kann man die Rohingya nicht mehr einfach von Soldaten vertreiben lassen, das muessen jetzt Zivilisten selber machen.
31.10.2012 20:20 Uhr
von Shai Hulud:
Die in allen Religionen enthaltene fundamentale Grundregel "Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch niemand anderem zu" wird überall mißachtet. So kann jeder Lehre in ihr Gegenteil pervertiert werden.
Nicht Ethnien oder Religonen begehen Taten, sondern immer nur Menschen.
31.10.2012 08:54 Uhr
von Rambo:
@ Huha, Macra, Ion, Krake: Was ist denn das für eine rassistische und unqualifizierte Diskussion, bleibt mal lieber bei eurem NPD-Forum.
@ Tommy: Aung San Suu Kyi handelt natürlich auch strategisch, will nicht in die Falle der militärischen Hardliner gehen, aber auch opportunistisch gegenüber der Mehrheitsbevölkerung mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen in 2015.
Wie auch immer, das Verhalten der Regierung und insbesondere der Opposition ist eine Schande.
Meiner Meinung nach sollte der Westen Entwicklungshilfe und Aufhebung von Sanktionen von ernsthaften Bemühungen um eine friedliche Konfliktlösung abhängig machen.
Grüße aus dem Dschungel, Rambo
30.10.2012 17:51 Uhr
von Daniel Preissler:
Antwort an ion Substanz (in Form der aufgezählten Punkte) finden Sie schon in meinem Kommentar - einfach nochmal lesen. Ich hatte übrigens die anderen Kommentatoren gefragt (und zwar nicht gänzlich rhetorisch), ob es sich um Moslemhass handele, oder ob sie "allgemein so hart" wären. Das kann dann jeder für sich beantworten oder sich in Zukunft fragen. Ob Sie das als "oberschiedsrichterhaft" sehen oder nicht, ist eigentlich nicht so wichtig. Zurück zur Substanz: Wo war die bei Ihnen? Und wo der Zusammenhang mit meinem Text und dem Artikel? Dass Sie letzteren als "a-historisch" beschreiben, nehme ich als Ihre Meinung zur Kenntnis und möchte ich nicht beurteilen. Mir ging's gerade nur um die von Ihnen gewählte Kategorie Substanz. Auch, dass Sie das (Nicht-)Veröffentlichungs-Prozedere der taz kritisieren, sehe ich immerhin als einen seriösen Beitrag. Grüße, DP
30.10.2012 15:45 Uhr
von ion:
@ Daniel Preissler,
"4 der 5 bisher veröffentlichten Kommentare scheinen davon auszugehen, es handele sich hier um (...)"; Liegt dann vielleicht an der Selektion, um nicht zu schreiben: Zensur der taz-'Freischalter'!? Bereits der Artikel (aus Bangkok) ist konsequent a-historisch und eher „Bla-bla, guck-ma’ da.“ – was erwarten Sie dann noch von taz-Lesern? Würden Sie Ihre oberschiedsrichterhafte "Moslemhass"-Unterstellung inbezug auf L.Kommentare auch substantiieren können, oder ist das nur ebenso reflexhafte P.C.?
30.10.2012 00:24 Uhr
von Daniel Preissler:
von 14:11 (ca.)
4 der 5 bisher veröffentlichten Kommentare scheinen davon auszugehen, es handele sich hier um 2 Hooligan-Gruppen, die sich freiwillig duellieren und von denen eine jetzt die gesetzten Regeln übertreten hat (nachdem die andere vorher mit Aktionen in der Grauzone provoziert hat). Liebe Leute, es geht hier um große Menschengruppen! Wenn Kinder in Häusern verbrennen, hält sich euer "Mitleid in Grenzen", wenn zuvor Angehörige derselben Glaubensgemeinschaft ein Mädchen vergewaltigt haben? Sagt ihr das SPD-Wählerinnen, die 1945 von russischen Soldaten vergewaltigt wurden, auch so? Auch Spitze: "Buddhisten sind im allgemeinen sehr friedlich" und Macras "Das ist doch verständlich." (Massaker als politisches Mittel. Seid ihr allgemein so hart oder ist das nur rassistischer Moslemhass?
Danke für deinen Beitrag, Tommy!
29.10.2012 12:10 Uhr
von neutralo:
Ich bin ziemlich erstaunt wieviel die islamfeindliche Presse in den meisten Köpfen erreicht hat. werden Muslime getötet sind sie "natürlich" selbst schuld. Die muslimische Minderheit wird in Myanmar schon seit Jahrzehnten verfolgt und umgebracht, darüber schweigt die Presse gerne - Bhuddisten kennen ja gar keine Gewalt… schade dass man wegen vermeintlicher Klischees die Augen nicht öffnet.
Ist ja fast wie unser Verfassungsschutz der rechte Taten gegen Türken niemals den Nazis zuschreiben wollte - da war auch vorher schon klar: "die Türken unter sich sind selbst Schuld".
29.10.2012 08:31 Uhr
von Mauri:
Buddhisten sind im allgemeinen sehr friedlich. Wahrscheinlich hat die muslimische Minderheit schon in der Vergangenheit für viel Wirbel gesorgt. (Leider wird dies im Artikel nicht beleuchtet). Und die Vergewaltigung hat dann das Fass zum überlaufen gebracht. Es kann aber auch keine Lösung sein wenn sich jetzt alle untereinander bekriegen.
29.10.2012 08:26 Uhr
von krake:
mein mitleid hält sich in grenzen. dass die taz bei den armen muslimen auf die tränendrüse drückt, ist nicht verständlich, in über 99% der fälle, wo es genau andersrum passiert, wird gern geschwiegen.
29.10.2012 02:08 Uhr
von Macra:
Die Buddhisten in Myanmar wollen verhindern, dass die Muslime qua "Demokratie" die Scharia einführen. Das ist doch verständlich.
29.10.2012 02:00 Uhr
von HUHA:
tja die mögen nicht das man ihre frauen vergewaltigt. ist hier zwar tradition das "hiesige rohinga" das machen, ....deine muda....alda eh.... aber da unten liest noch keiner taz. :twisted:
28.10.2012 22:47 Uhr
von tommy:
"Anstatt dass Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ihre Popularität für die Rohingya in die Waagschale wirft, hüllt sich die Oppositionsführerin in Schweigen. Auf die Frage während ihrer Europareise, ob den Rohingya die Staatsbürgerschaft zuerkannt werden solle, sagte Suu Kyi nur: „Ich weiß nicht.“ "
So überraschend ist das eigentlich nicht - schon die Unabhängigkeitsbewegung unter Suu Kyis Vater hatte ein nicht unproblematisches Verhältnis zu den ethnischen Minderheiten und hat auch in den 1940ern einige Massaker an Muslimen begangen. Scheint sich zu wiederholen.
Leserkommentare
09.11.2012 12:28 Uhr
von Stern:
Das sind nicht einfach nur 'religioese Unruhen', sondern Strategie. Myanmar ist jetzt Demokratie, da kann man die Rohingya nicht mehr einfach von Soldaten vertreiben lassen, das muessen jetzt Zivilisten selber machen.
31.10.2012 20:20 Uhr
von Shai Hulud:
Die in allen Religionen enthaltene fundamentale Grundregel "Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch niemand anderem zu" wird überall mißachtet. So kann jeder Lehre in ihr Gegenteil pervertiert werden.
Nicht Ethnien oder Religonen begehen Taten, sondern immer nur Menschen.
31.10.2012 08:54 Uhr
von Rambo:
@ Huha, Macra, Ion, Krake: Was ist denn das für eine rassistische und unqualifizierte Diskussion, bleibt mal lieber bei eurem NPD-Forum.
@ Tommy: Aung San Suu Kyi handelt natürlich auch strategisch, will nicht in die Falle der militärischen Hardliner gehen, aber auch opportunistisch gegenüber der Mehrheitsbevölkerung mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen in 2015.
Wie auch immer, das Verhalten der Regierung und insbesondere der Opposition ist eine Schande.
Meiner Meinung nach sollte der Westen Entwicklungshilfe und Aufhebung von Sanktionen von ernsthaften Bemühungen um eine friedliche Konfliktlösung abhängig machen.
Grüße aus dem Dschungel,
Rambo
30.10.2012 17:51 Uhr
von Daniel Preissler:
Antwort an ion
Substanz (in Form der aufgezählten Punkte) finden Sie schon in meinem Kommentar - einfach nochmal lesen.
Ich hatte übrigens die anderen Kommentatoren gefragt (und zwar nicht gänzlich rhetorisch), ob es sich um Moslemhass handele, oder ob sie "allgemein so hart" wären. Das kann dann jeder für sich beantworten oder sich in Zukunft fragen. Ob Sie das als "oberschiedsrichterhaft" sehen oder nicht, ist eigentlich nicht so wichtig.
Zurück zur Substanz: Wo war die bei Ihnen? Und wo der Zusammenhang mit meinem Text und dem Artikel? Dass Sie letzteren als "a-historisch" beschreiben, nehme ich als Ihre Meinung zur Kenntnis und möchte ich nicht beurteilen. Mir ging's gerade nur um die von Ihnen gewählte Kategorie Substanz.
Auch, dass Sie das (Nicht-)Veröffentlichungs-Prozedere der taz kritisieren, sehe ich immerhin als einen seriösen Beitrag.
Grüße, DP
30.10.2012 15:45 Uhr
von ion:
@ Daniel Preissler,
"4 der 5 bisher veröffentlichten Kommentare scheinen davon auszugehen, es handele sich hier um (...)";
Liegt dann vielleicht an der Selektion, um nicht zu schreiben: Zensur der taz-'Freischalter'!?
Bereits der Artikel (aus Bangkok) ist konsequent a-historisch und eher „Bla-bla, guck-ma’ da.“ – was erwarten Sie dann noch von taz-Lesern?
Würden Sie Ihre oberschiedsrichterhafte "Moslemhass"-Unterstellung inbezug auf L.Kommentare auch substantiieren können, oder ist das nur ebenso reflexhafte P.C.?
30.10.2012 00:24 Uhr
von Daniel Preissler:
von 14:11 (ca.)
4 der 5 bisher veröffentlichten Kommentare scheinen davon auszugehen, es handele sich hier um 2 Hooligan-Gruppen, die sich freiwillig duellieren und von denen eine jetzt die gesetzten Regeln übertreten hat (nachdem die andere vorher mit Aktionen in der Grauzone provoziert hat).
Liebe Leute, es geht hier um große Menschengruppen! Wenn Kinder in Häusern verbrennen, hält sich euer "Mitleid in Grenzen", wenn zuvor Angehörige derselben Glaubensgemeinschaft ein Mädchen vergewaltigt haben?
Sagt ihr das SPD-Wählerinnen, die 1945 von russischen Soldaten vergewaltigt wurden, auch so?
Auch Spitze: "Buddhisten sind im allgemeinen sehr friedlich" und Macras "Das ist doch verständlich." (Massaker als politisches Mittel.
Seid ihr allgemein so hart oder ist das nur rassistischer Moslemhass?
Danke für deinen Beitrag, Tommy!
29.10.2012 12:10 Uhr
von neutralo:
Ich bin ziemlich erstaunt wieviel die islamfeindliche Presse in den meisten Köpfen erreicht hat.
werden Muslime getötet sind sie "natürlich" selbst schuld.
Die muslimische Minderheit wird in Myanmar schon seit Jahrzehnten verfolgt und umgebracht, darüber schweigt die Presse gerne - Bhuddisten kennen ja gar keine Gewalt… schade dass man wegen vermeintlicher Klischees die Augen nicht öffnet.
Ist ja fast wie unser Verfassungsschutz der rechte Taten gegen Türken niemals den Nazis zuschreiben wollte - da war auch vorher schon klar: "die Türken unter sich sind selbst Schuld".
29.10.2012 08:31 Uhr
von Mauri:
Buddhisten sind im allgemeinen sehr friedlich. Wahrscheinlich hat die muslimische Minderheit schon in der Vergangenheit für viel Wirbel gesorgt. (Leider wird dies im Artikel nicht beleuchtet). Und die Vergewaltigung hat dann das Fass zum überlaufen gebracht. Es kann aber auch keine Lösung sein wenn sich jetzt alle untereinander bekriegen.
29.10.2012 08:26 Uhr
von krake:
mein mitleid hält sich in grenzen. dass die taz bei den armen muslimen auf die tränendrüse drückt, ist nicht verständlich, in über 99% der fälle, wo es genau andersrum passiert, wird gern geschwiegen.
29.10.2012 02:08 Uhr
von Macra:
Die Buddhisten in Myanmar wollen verhindern, dass die Muslime qua "Demokratie" die Scharia einführen.
Das ist doch verständlich.
29.10.2012 02:00 Uhr
von HUHA:
tja die mögen nicht das man ihre frauen vergewaltigt.
ist hier zwar tradition das "hiesige rohinga" das
machen, ....deine muda....alda eh.... aber
da unten liest noch keiner taz. :twisted:
28.10.2012 22:47 Uhr
von tommy:
"Anstatt dass Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ihre Popularität für die Rohingya in die Waagschale wirft, hüllt sich die Oppositionsführerin in Schweigen. Auf die Frage während ihrer Europareise, ob den Rohingya die Staatsbürgerschaft zuerkannt werden solle, sagte Suu Kyi nur: „Ich weiß nicht.“ "
So überraschend ist das eigentlich nicht - schon die Unabhängigkeitsbewegung unter Suu Kyis Vater hatte ein nicht unproblematisches Verhältnis zu den ethnischen Minderheiten und hat auch in den 1940ern einige Massaker an Muslimen begangen. Scheint sich zu wiederholen.