Sachsen/Erzgebirge

Programm der Reise

vom 12. bis 18. August 2018

Markt in Freiberg/Sachsen - hier beginnt die Reise Bild: Archiv

1. Tag (Anreise nach Freiberg/Sachsen)

Die Reise beginnt in Freiberg. Bis 18 Uhr sollten alle eingetroffen sein. Reiseleiter Michael Müller erwartet Sie im Hotel. Anschließend gemeinsames Abendessen und erstes Kennenlernen sowie Einführung in das Programm der kommenden Tage.

2. Tag (Freiberg)

Der Vormittag beginnt mit einem Stadtrundgang in der mittelalterlichen Innenstadt und in der bergbaulichen interessanten Umgebung. Dabei wird es besonders um die wirtschaftliche Bedeutung des Bergbaus und des stetigen Wandels gehen.

Anschließend sprechen Sie mit einem Vertreter der Stadt über die Veränderungen der Arbeitswelt seit der politischen Wende von 1989.

Am Nachmittag steht ein Besuch der Schülerfirma Namaste Nepal S-GmbH auf dem Programm. Die Firma ist ein Projekt der Lokalen Agenda 21, der die Stadt Freiberg in den 1990er Jahre beigetreten ist.

Der Abend endet mit einem gemeinsamen Abendessen.

3. Tag (Chemnitz)

Nach dem Frühstück geht es mit der Bahn nach Chemnitz (ca. 30 Minuten).

Hier steht als erstes eine Architekturführung durch das Stadtviertel Kaßberg an, das vor allem durch den Stasiknast. Von hier fanden die Abschiebungen in die Bundesrepublik statt.Weniger bekannt ist, dass Kaßberg zu den größten Gründerzeit- und Jugendstilvierteln Deutschlands gehört und deshalb einen Besuch unbedingt lohnt.

Jugendstilelement in Chemnitz-Kaßberg Bild: Archiv

Nach einer individuellen Mittagspause Gespräch mit einem Stadtratmitglied über den Umgang mit dem sich ausbreitenden rechten Potential.

Anschließend geht es per Bahn zurück nach Freiberg, wo noch ein gemeinsames Abendessen geplant ist.

4. Tag (Erzgebirge)

Heute unternehmen Sie eine ganztägige Rundfahrt per Bus ins Erzgebirge.

Erste Station ist die Grüne Schule grenzenlos in Zethau. Das internationale Naturerlebniszentrum bietet Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren vielseitige Möglichkeiten, die Umwelt zu entdecken und Naturerkenntnisse zu vertiefen. Es organisiert internationale Jugendbegegnungen, organisiert Programm im künstlerisch-musischen sowie ökologischen Bereich und um die Erhaltung alter Handwerkstechniken und Kulturgut.

Danach werden Sie in Annaberg-Buchholz den Studienraum von Carlfriedrich Claus besuchen. Der avantgardistische Künstler (geb. 1908 in Annaberg-Buchholz, gestorben 1998 in Chemnitz)

Zu seinem 75. Geburtstag 2005 wurde seine Wohnung, in der er über Jahrzehnte gelebt und gearbeitet hatte, von einem Förderverein renoviert und der Öffentlichkeit als Begegnungsstätte übergeben. Anschließend unternehmen Sie noch einen kleinen Stadtspaziergang durch Annaberg-Buchholz. Die große Kirche bezeugt den früheren Reichtum des Ortes.

Mariengasse in Annaberg-Buchholz Bild: Wiki-Commons

Am späten Nachmittag geht es zurück nach Freiberg. Dort bzw. auf dem Weg dorthin werden Sie in einem Restaurant gemeinsam zu Abend essen. Anschließend können Sie noch einen Film über die die Flüchtlingssituation in Clausnitz sehen.

5. Tag (Grimma-Pirna)

Heute verlassen Sie Freiberg und fahren per Bus zunächst in nördliche Richtung nach Grimma. Grimma war 2017 einer der Orte der taz-Aktion taz.meinland, bei der vor der Bundestagswahl im September in mehr als 50 Orten Veranstaltungen für eine offene Gesellschaft stattfanden

Sie besuchen dort das „Dorf der Jugend“, ein Projekt für Jugendarbeit im ländlichen Raum, das in der Alten Spitzenfabrik in Grimma angesiedelt ist.

Grimma - Alte Spitzenfabrik, hier soll das "Dorf der Jugend" entstehen Bild: facebook

Anschließend gibt es noch eine Besichtigung der historischen Altstadt, die beim dem Hochwasser der Mulde 2002 stark zerstört wurde.

Anschließend geht wieder gen Süden, diesmal jedoch nach Pirna, dem „Tor zur Sächsischen Schweiz“. Dort beziehen Sie Ihr Hotel und werden in einem Restaurant in der historischen Altstadt zu Abend essen.

6. Tag (Pirna)

Am Morgen unternehmen Sie zunächst einen Stadtrundgang durch die Altstadt von Pirna.

Am späten Vormittag geht es dann ins Elbsandsteingebirge zu einer rechts- und linkselbischen Wanderung unter Einbeziehung des slawischen Rundlings Mockethal, der Veduten Caspar David Friedrichs und der Euthanasie-Gedenkstätte auf dem Sonnenstein. In der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt ermordeten die Nazis im Rahmen der so genannten „Aktion T4“ in den Jahren 1940/41 knapp 14.000 psychisch kranke und behinderte Menschen. 1941 starben hier auch mehr als 1000 Menschen aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern, die der „Sonderbehandlung 14f13“ - der Selektion und Ermordung von KZ-Häftlingen aus Alters- oder Krankheitsgründen - zum Opfer fielen.

Markt in Pirna Bild: Archiv

Am späten Nachmittag geht es zurück nach Pirna zu einem Treffen mit der AG Asylsuchende SOS e.V., einem Zusammenschluss verschiedener Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die sich dafür einsetzen, die Lebensbedingungen der Asylsuchenden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu verbessern.

7. Tag (Dresden)

Am Morgen nach dem Frühstück geht er per S-Bahn nach Dresden. Dort unternehmen Sie mit Michael Müller eine alternative Stadtführung, die vor allem die politischen Ereignisse in der Stadt seit 1989 beleuchtet. In einem Café klingt die Reise gegen 14 Uhr aus. Hier haben Sie auch die Gelegenheit, sich über die Erfahrungen der Reise auszutauschen.

Umstellungen und Änderungen im Detail sind möglich. Stand: 1. März 2018