Alle wollen „Sandy“. Und alle kriegen „Sandy“: Informationen über den Wirbelsturm liefern „New York Times“ und „Wall Street Journal“ kostenlos.von Frank Heinz Diebel

Sandy ist da! Bild: dpa
Hurrikan „Sandy“ soll laut amerikanischen Meteorologen am Montagabend über die Ostküste der USA hereinbrechen. Aufgrund der prekären Wetterlage haben zwei der renommiertesten Zeitungen der Welt, die New York Times und das Wall Street Journal, beschlossen, die Bezahlschranken für ihre Onlineauftritte (nytimes.com und wsj.com) bis auf weiteres aufzuheben. Die Leser sollen sich kostenfrei über den aktuellen Wetterstand informieren können.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
„Die Paywall wurde für die gesamte Seite und die Apps entfernt“, erklärte New-York-Times-Sprecherin Eileen Murphy, „unser Plan ist, dieses Angebot aufrechtzuerhalten, bis die Wetternotlage vorbei ist“. In einem Tweet am Sonntag hatte Raju Narisetti, Digital Network Managing Editor beim Wall Street Journal, angekündigt, dass die Webseite der Wirtschaftszeitung ab Montag „allen Besuchern offensteht“. Beide Zeitungen hatten bereits im August dieses Jahres ihre Paywalls heruntergefahren, als Hurrikan „Irene“ in den USA sein Unwesen trieb.
Außerhalb solcher Krisensituationen können Nichtabonnenten auf der Webseite der New York Times nur bis zu zehn Artikel im Monat lesen, dann müssen sie das Portemonnaie zücken. Das Wall Street Journal bietet überhaupt keine kostenfreie Lektüre an: Wer im Rupert-Murdoch-Blatt schmökern will, der muss 4,99 Dollar Gebühren pro Woche zahlen.
Das Bezahlmodell der New York Times scheint aber zu funktionieren: Laut ihrem Geschäftsbericht für das dritte Quartal 2012 hat sie 566.000 zahlende Online-Abonnenten – ein erstaunliches Wachstum von 11 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2012. Der britische Guardian prognostizierte vor kurzem in einem Bericht, dass die Einkünfte der New York Times aus dem Onlinegeschäft weiter wachsen dürften.
Laut dem britischen Blatt gewinne die New York Times dank ihres erfolgreichen Bezahlsystems wöchentlich 4.750 Abonnenten. Und das, obwohl sich die Paywall der Times leicht umgehen lässt, indem man die Webseite auf verschiedenen Computern aufruft und auf diese Weise immer wieder bis zu zehn Artikel kostenlos lesen kann. Aber das ist von Seiten der New York Times sicherlich Absicht: Denn auch wenn ein konsequentes Bezahlsystem mit dem Motto „wer lesen will, muss zahlen“ wie das des Wall Street Journals die Zahl der Vollabonnenten erhöhen könnte, dürfte es doch den Traffic auf der Webseite stark reduzieren.
Schüler und Überlebende des Nazi-Regimes proben gemeinsam für ein Bühnenstück. Kann das im Land der Täter funktionieren? von Frank Gerstenberg

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.

Leserkommentare
30.10.2012 03:09 | Sydney Hauser
Da haben die Manager aber eine schöne Ausrede gefunden, um ihr erfolgloses Paywall-Konzept (ohne einzugestehen, dass es erf ...
29.10.2012 18:37 | der verschwörungs theo
hallo, ...
29.10.2012 18:31 | momo
verdammt, ich sitze im büro (ne, nicht in amerika) und dachte grad so bei mir - schnell heimradeln bevor der Wirbelsturm ko ...