Eine Schlammlawine hat in Österreich einen kleinen Ort verwüstet. Die Lawine verschüttete einen Mann, ein zweiter wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Eine Idylle der Zerstörung: Feuerwehrmann in St. Lorenzen. Bild: reuters
WIEN/GRAZ dpa | Eine Schlammlawine hat einen kleinen Ort in Ostösterreich verwüstet. Häuser, Straßen, Brücken und Autos wurden weggerissen, als sich die Schlammmassen am Samstagmorgen ihren Weg durch St. Lorenzen im Paltental (Steiermark) bahnten. In der Nacht hatte es heftig geregnet. Bis zu 70 Gebäude wurden von der Mure erfasst. 70 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, viele wurden mit dem Hubschrauber ausgeflogen.
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In der Schaufel eines Traktors wurde ein schwer verletzter Mann zu den Rettungswagen gebracht, weil die Feuerwehr wegen der zerstörten Straßen nicht zu ihm vordringen konnte. Strom- und Trinkwasserversorgung waren teilweise unterbrochen.
Die Behörden lösten Katastrophenalarm aus. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um Schlamm und Geröll zu beseitigen. Mühsam mussten sie sich einen Weg zum abgeschnittenen Ortsteil bahnen. Im Dorf Thörl ebenfalls in Ostösterreich wurde ein Mann am Freitagabend von einer Schlammlawine verschüttet. Er wurde am Samstag tot geborgen.
Auch in anderen Ortsteilen und Dörfern in der Steiermark richteten die Unwetter große Schäden an. Bäche traten über die Ufer, mehr als 200 umgefallene Bäume blockierten Straßen. Häuser mussten evakuiert werden, weil wegen des anhaltenden Regens weitere Schlammlawinen befürchtet wurden.
Betroffen seien 100 bis 150 Menschen, sagte Helmut Schöttl, Bürgermeister des Ortes Trieben, zu dem St. Lorenzen gehört. Im Dorf Kleinsölk 60 Kilometer westlich von St. Lorenzen waren 35 Menschen des hinteren Talbereiches von der Außenwelt abgeschnitten. Die Feuerwehr mühte sich, die Zufahrtswege zu räumen.
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