Das iranische Kulturministerium droht Jafar Panahi mit Repressionen. Der Grund ist, dass er weiterhin Filme dreht und damit auch noch Preise gewinnt. von Bert Rebhandl

Groß war die Vorabkritik an der nun zu Ende gegangenen 63. Berlinale. Zu Unrecht. Vor allem in den Nebenreihen gab es Großartiges zu entdecken. von Cristina Nord

Die Bären kommen am Schluß: Zu den Preisträgern der Berlinale gehören der Regisseur David Gordon Green und die Schauspielerin Paulina García.

Weil sie vermeintliche Kommunisten waren, wurden 1965 2,5 Millionen Indonesier ermordet. Joshua Oppenheimer lässt die Killer ihre Taten selbst nachspielen. von Andreas Busche

Programmierer und eine Katzenplage in einem spacigen Tagungshotel: „Computer Chess“ ist eine sanft ironische Hommage an die Anfänge des digitalen Zeitalters. von Simon Rothöhler

Emir Baigazin erzählt in „Harmony Lessons“ eine eigenwillige Coming-of-Age-Geschichte. Der Film ist zugleich eine lakonische Totalitarismusparabel. von Andreas Busche

In „Grandmaster“ spielt Tony Leung Bruce Lees Meister. Er erzählt, warum man früher dachte, dass nur Polizisten und Gangster Kung-Fu lernen – und wie das heute ist.

Bille Augusts „Nachtzug nach Lissabon“ fährt ein internationales Promi-Potpourri auf. Doch der Star des Films ist eindeutig Jeremy Irons. von Julia Niemann

Abonniert ist er für gewöhnlich auf den Freak mit der schrägen Visage aus der zweiten Reihe des Ensembles: der Schauspieler Sam Rockwell. von Thomas Groh

Eine kleine Improv-Einlage macht Freude. Ansonsten menschelt David Gordon Greens „Prince Avalanche“ mittelmäßig vor sich hin. von Diedrich Diederichsen

Obszöne Gewaltkultur im Drogenmilieu und der aussichtslose Kampf der Polizei in Ciudad Juárez: Shaul Schwarz Dokumentarfilm „Narco Cultura“. von Andreas Fanizadeh

Großer Auftritt des Schoßhündchens: Jafar Panahi und Kamboziya Partovi karikieren mit „Pardé“ die Zensoren und Sittenwächter im Iran. von Andreas Fanizadeh

Die dritte „Before“-Runde: Richard Linklater schickt in „Before Midnight“ Julie Delpy und Ethan Hawke ins ruinöse Griechenland. von Thomas Groh

In „The Broken Circle Breakdown“ kann man eigentlich 111 Minuten durchheulen. Nicht zuletzt wegen Veerle Baetens brauner Augen – und ihrer tollen Stimme. von Julia Niemann

Das Porträt eines großen, getriebenen und vergessenen deutschen Kino-Enthusiasten: „Roland Klick – The Heart Is a Hungry Hunter“ von Sandra Prechtel. von Thomas Groh

Sie kann es nicht allen recht machen – will sie auch nicht. Die Schauspielerin Julie Delpy ist smart und vor allem eins: schnell. von Enrico Ippolito

Vor allem mutig: Regisseur Simon Klose zeigt in seinem Film das Gerichtsverfahren gegen die Gründer von The Pirate Bay, der größten Torrent-Site der Welt. von Julia Niemann

Sie spielt in „Lovelace“ und lacht die ganze Zeit: Hollywood-Star Amanda Seyfried beherrscht das Spiel mit den Journalisten. von Enrico Ippolito

In „Gold“ porträtiert Thomas Arslan deutsche Auswanderer, die 1898 dem Gold am Yukon-River hinterherjagten. Mitfühlen soll der Zuschauer wohl nicht. von Ekkehard Knörer

Zum Abschluss seiner „Paradies“-Trilogie zeigt Ulrich Seidl ein Sommerferien-Diätlager. Er lässt zu, dass die jungen Darstellerinnen den Film kapern. von Stefan Grissemann

Die Schauspielerin und Regisseurin Isabella Rossellini über Launen der Natur, die Komik wissenschaftlicher Informationen und den Charme des Einfachen.

Die neue Berlinale-Sonderreihe „NATIVe“ zeigt nordamerikanische und australische Filme, oft von Indigenen vor und hinter der Kamera. von Lukas Foerster

Porno ist besser als Sex, sagt die Hauptfigur in „Don Jon’s Addiction“. Julianne Moore und Scarlett Johansson könnten ihn vom Gegenteil überzeugen. von Thomas Groh

Der Schauspieler Matt Damon spielt in Gus van Sants „Promised Land“ die Hauptrolle. Auch hier ist der Hollywood-Posterboy durch und durch glatt. von Enrico Ippolito

„The Weimar Touch“: Über das Filmschaffen der Exilanten, die vor den Nazis ins Ausland flüchten mussten. 31 berühmte, aber auch unbekannte Werke. von Andreas Busche

Der Jurypräsident der Berlinale Wong Kar-Wai ist ein Ästhet. Der chinesische Regisseur zählt zu den wichtigsten Stimmen des internationales Kinos. von Enrico Ippolito

Claude Lanzmanns „Shoah“ war ein Meilenstein im Gedenken an den Holocaust. Die Berlinale ehrt ihn nun mit einem Goldenen Bären.

„The Grandmaster“ von Wong Kar-Wai eröffnet die 63. Berlinale. Das diesjährige Programm ist vielversprechend, die Flaute der letzten Jahre scheint vorbei. von Cristina Nord

Jedes Jahr dasselbe Chaos: Es gibt so viele Events und Vorführungen, dass man gar nicht mehr weiß wohin. Unsere Filmexperten helfen mit Empfehlungen.

Die Tage vom 7.-17. Februar stehen im Zeichen des Kinos. Mit Wong Kar Wais „The Grandmaster“ eröffnen am 7. Februar die 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Über 400 Filme sind es insgesamt. Der Goldene Bär wird am 16. Februar verliehen.
Die taz begleitet die Berlinale mit ausführlicher Berichterstattung, treibt sich am Potsdamer Platz herum, empfiehlt die einen Filme und warnt vor den anderen, spricht mit Regisseuren und Regisseurinnen. All das finden Sie ab dem 7. Februar in unserem Berlinale-Schwerpunkt.
Und hier schon mal ein Überblick in Bildern
Von Stierhörnern in Stierkämpfern, Zombies und menschlichen Engeln. Unsere Bilder der Woche.

Das Handy hat Geburtstag: Eine kurze Geschichte der ebenso erfolgreichen wie nervtötenden Erfindung.

Was der nordkoreanische Führerkult mit Raketen und Rammlern aus Brandenburg zu tun hat.

Schnee verpiss dich, keiner vermisst dich. Der Frühling muss kommen. Jetzt, sofort. Hau rein, Lenz!


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