Weitere Zeugenaussagen von Überlebenden bringen den Horror von Kiziguro nach Frankfurt und belasten den Angeklagten. Der Richter sorgt sich um mögliche Manipulationen. von Sascha Hörmann

Der Einsatz von Hightech bringt die Kirche von Kiziguro in den Frankfurter Gerichtssaal. Bekannte des Angeklagten verfolgen einen „göttlichen Auftrag“ – er sei ein Opfer. von Sascha Hörmann

Der ehemalige ruandische Bürgermeister wird nur noch wegen eines Massakers während des Völkermordes belangt, nicht mehr wegen dreien. Für eine Verurteilung reicht das. von Andreas Kraft

Zwei Zeuginnen aus Ruanda haben Ex-Bürgermeister Onesphore Rwabukombe schwer belastet: Seine Leute hätten sie vergewaltigt und ihre Familien ermordet. von Andreas Kraft

Zwei Überlebende des Massakers an über 1000 Tutsi in Kiziguro am 11. April 1994 sagen in Frankfurt aus: Der Angeklagte war's. Sie haben ihn gesehen und gehört. von Andreas Kraft

Zwischenbilanz im Prozess gegen Exbürgermeister aus Ruanda: Das Gericht sieht Rwabukombes Schuld als erwiesen an, aber das Ausmaß ist unklar. von Andreas Kraft

Das Gericht nähert sich seit langem wieder den Anklagepunkten. Ein Landwirt berichtet über den Angriff auf die Kirche von Kiziguro und das Auftreten von Onesphore Rwabukombe. von Andreas Kraft

Eduard G. sitzt in Ruanda im Gefägnis. Wegen Völkermord wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. In dem Prozess in Frankfurt wird er per Video vernommen. von Andreas Kraft

Zur Prozess-Wiederaufnahme nach der Sommerpause kündigt der Richter an, den vom UNO-Tribunal wegen Völkermords verurteilten Jean-Baptiste Gatete vorladen zu wollen. von Andreas Kraft

"Sag den Weißen, dass ich Hunger habe!" Einige skurile und sich widersprechende Aussagen - mehr hat die Videovernehmung im Ruanda-Prozess nicht ergeben. von Andreas Kraft

Die erste Vernehmung eines in Ruanda inhaftierten Zeugen durch das OLG Frankfurt per Video ist gescheitert: Erst an der ruandischen, dann an der deutschen Technik. von Andreas Kraft

Ein Zeuge widerspricht sich selbst in seiner erneuten Aussage im Prozess gegen den angeklagten Ex-Bürgermeister Onesphore Rwabukombe. Er hat Angst. von Andreas Kraft

Die ruandischen Zeugen im Prozess gegen Exbürgermeister Rwabukombe scheinen immer wieder überfordert. Jetzt will die Verteidigung nach Ruanda reisen. von Andreas Kraft

"Arbeitet! Arbeitet!" So feuerte der Hutu-Bürgermeister seine Milizen vor der Kirche an, erinnert sich die Zeugin. Dann töteten sie über eintausend Tutsi. von Andreas Kraft

Erstmals haben im Völkermord-Prozess in Frankfurt Zeugen aus Ruanda ausgesagt. Sie sind die ersten, die den Ex-Bürgermeister Rwabukombe direkt belasten. von Andreas Kraft

Im Völkermordprozess gegen Exbürgermeister Rwabukombe aus Ruanda wegen Massakern an Tutsi sprechen nur die Opfer. Wer den Angeklagten kennt, schweigt. von Andreas Kraft

Sie ist die prominenteste Tutsi-Überlebende des ruandischen Genozids in Deutschland: Esther Mujawayo, berichtet, wie sie den Angeklagten Onesphore Rwabukombe aufspürte. von M.-C. Bianco

Der angeklagte ruandische Exbürgermeister Onesphore Rwabukombe war auch im deutschen Exil politisch aktiv. Sogar der Präsident der Hutu-Miliz FDLR unterstützte ihn. von Marie-Claude Bianco

Wie spricht man vor einem deutschen Gericht über den Völkermord in Ruanda? Ein Besuch beim Prozess gegen den Exbürgermeister Onesphore Rwabukombe. von Dominic Johnson

Am 3. Verhandlungstag gegen den ruandischen Exbürgermeister Onesphore Rwabukombe lehnt das OLG Frankfurt einen der beiden Sachverständigen wegen Befangenheit ab. von Dominic Johnson

Verwirrung zum Auftakt des ersten deutschen Völkermord-Prozesses: Die Verteidigung von Onesphore Rwabukombe beschuldigt das BKA der Verwechslung. von Marie-Claude Bianco

In Deutschland war Onesphore Rwabukombe als Flüchtling gut integriert. In Ruanda erinnern sich Überlebende und Mittäter des Genozids an ihn als Freund von Killern. von Simone Schlindwein

Der ruandische Ex-Bürgermeister Onesphore Rwabukombe wurde vom BKA festgesetzt. Deutsche Behörden ermittelten zuvor gegen ihn in Ruanda. von Dominic Johnson

Seit dem 18. Januar 2011 steht in Frankfurt/Main der Ruander Onesphore Rwabukombe vor Gericht. Der in Deutschland lebende ehemalige Bürgermeister der ruandischen Gemeinde Muvumba wird beschuldigt, während des Völkermordes in Ruanda 1994 für den Tod an mindestens 3.730 Menschen verantwortlich zu sein. Der Vorwurf der Bundesanwaltschaft: "Vom 11. bis zum 15. April 1994 befahl und koordinierte der Angeschuldigte drei Massaker, bei denen insgesamt mindestens 3.730 Angehörige der Tutsi-Minderheit getötet wurden, die jeweils in kirchlichen Gebäuden Schutz gesucht hatten."
Derzeit läuft auch in Stuttgart vor dem Oberlandesgericht ein Prozess gegen zwei Führer der ruandischen Hutu-Miliz FDLR (Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas), die für Kriegsverbrechen von FDLR-Kämpfern in der Demokratischen Republik Kongo verantwortlich gemacht werden. Alle Artikel finden Sie dazu im taz-Schwerpunkt "Kongo-Kriegsverbrecherprozess".
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Älterer Text:
28.04.08 - Verdacht auf Teilnahme am Völkermord:Deutschland verhaftet Ruander
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