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Schwerpunkt Ruanda-Völkermordprozess

  • 52. - 54. Tag Ruanda-Völkermordprozess

    Zu müde um weiter zu töten

    Weitere Zeugenaussagen von Überlebenden bringen den Horror von Kiziguro nach Frankfurt und belasten den Angeklagten. Der Richter sorgt sich um mögliche Manipulationen. von Sascha Hörmann

  • 48.-51. Tag Ruanda-Völkermordprozess

    Patriotische Folklore im Autoradio

    Der Einsatz von Hightech bringt die Kirche von Kiziguro in den Frankfurter Gerichtssaal. Bekannte des Angeklagten verfolgen einen „göttlichen Auftrag“ – er sei ein Opfer. von Sascha Hörmann

  • Ruanda-Völkermordprozess

    Anklage gegen Rwakumbobe reduziert

    Der ehemalige ruandische Bürgermeister wird nur noch wegen eines Massakers während des Völkermordes belangt, nicht mehr wegen dreien. Für eine Verurteilung reicht das. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Massaker in der Kirche

    Zwei Zeuginnen aus Ruanda haben Ex-Bürgermeister Onesphore Rwabukombe schwer belastet: Seine Leute hätten sie vergewaltigt und ihre Familien ermordet. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess

    Mordbefehl "kam vom Bürgermeister"

    Zwei Überlebende des Massakers an über 1000 Tutsi in Kiziguro am 11. April 1994 sagen in Frankfurt aus: Der Angeklagte war's. Sie haben ihn gesehen und gehört. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Völkermord ja, aber auch Täter?

    Zwischenbilanz im Prozess gegen Exbürgermeister aus Ruanda: Das Gericht sieht Rwabukombes Schuld als erwiesen an, aber das Ausmaß ist unklar. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Unter Leichen

    Das Gericht nähert sich seit langem wieder den Anklagepunkten. Ein Landwirt berichtet über den Angriff auf die Kirche von Kiziguro und das Auftreten von Onesphore Rwabukombe. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Vernehmung per Video

    Eduard G. sitzt in Ruanda im Gefägnis. Wegen Völkermord wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. In dem Prozess in Frankfurt wird er per Video vernommen. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Der starke Mann von Murambi

    Zur Prozess-Wiederaufnahme nach der Sommerpause kündigt der Richter an, den vom UNO-Tribunal wegen Völkermords verurteilten Jean-Baptiste Gatete vorladen zu wollen. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Wie in einem schlechten Mafia-Film

    "Sag den Weißen, dass ich Hunger habe!" Einige skurile und sich widersprechende Aussagen - mehr hat die Videovernehmung im Ruanda-Prozess nicht ergeben. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Videovernehmung geplatzt

    Die erste Vernehmung eines in Ruanda inhaftierten Zeugen durch das OLG Frankfurt per Video ist gescheitert: Erst an der ruandischen, dann an der deutschen Technik. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Zeugen fürchten um ihre Sicherheit

    Ein Zeuge widerspricht sich selbst in seiner erneuten Aussage im Prozess gegen den angeklagten Ex-Bürgermeister Onesphore Rwabukombe. Er hat Angst. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Erschöpfte Augenzeugen

    Die ruandischen Zeugen im Prozess gegen Exbürgermeister Rwabukombe scheinen immer wieder überfordert. Jetzt will die Verteidigung nach Ruanda reisen. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Töten als Bürgerpflicht

    "Arbeitet! Arbeitet!" So feuerte der Hutu-Bürgermeister seine Milizen vor der Kirche an, erinnert sich die Zeugin. Dann töteten sie über eintausend Tutsi. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    "Der Mann, der hier sitzt"

    Erstmals haben im Völkermord-Prozess in Frankfurt Zeugen aus Ruanda ausgesagt. Sie sind die ersten, die den Ex-Bürgermeister Rwabukombe direkt belasten. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess

    Alles wissen, nichts sagen

    Im Völkermordprozess gegen Exbürgermeister Rwabukombe aus Ruanda wegen Massakern an Tutsi sprechen nur die Opfer. Wer den Angeklagten kennt, schweigt. von Andreas Kraft

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Den Opfern eine Stimme geben

    Sie ist die prominenteste Tutsi-Überlebende des ruandischen Genozids in Deutschland: Esther Mujawayo, berichtet, wie sie den Angeklagten Onesphore Rwabukombe aufspürte. von M.-C. Bianco

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Die seltsamen Freunde

    Der angeklagte ruandische Exbürgermeister Onesphore Rwabukombe war auch im deutschen Exil politisch aktiv. Sogar der Präsident der Hutu-Miliz FDLR unterstützte ihn. von Marie-Claude Bianco

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    "Das ist ein Tutsi, ja"

    Wie spricht man vor einem deutschen Gericht über den Völkermord in Ruanda? Ein Besuch beim Prozess gegen den Exbürgermeister Onesphore Rwabukombe. von Dominic Johnson

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt: Tag 3

    Krieg um die Gutachter

    Am 3. Verhandlungstag gegen den ruandischen Exbürgermeister Onesphore Rwabukombe lehnt das OLG Frankfurt einen der beiden Sachverständigen wegen Befangenheit ab. von Dominic Johnson

  • Ruanda-Völkermordprozess in Frankfurt

    Verfahren kurz nach Beginn vertagt

    Verwirrung zum Auftakt des ersten deutschen Völkermord-Prozesses: Die Verteidigung von Onesphore Rwabukombe beschuldigt das BKA der Verwechslung. von Marie-Claude Bianco

  • Prozess wegen Beteiligung am Völkermord

    Von den Toten eingeholt

    In Deutschland war Onesphore Rwabukombe als Flüchtling gut integriert. In Ruanda erinnern sich Überlebende und Mittäter des Genozids an ihn als Freund von Killern. von Simone Schlindwein

  • Völkermord in Ruanda

    Täter in Deutschland gefasst

    Der ruandische Ex-Bürgermeister Onesphore Rwabukombe wurde vom BKA festgesetzt. Deutsche Behörden ermittelten zuvor gegen ihn in Ruanda. von Dominic Johnson

Die taz wird ermöglicht durch 12.692 GenossInnen
21052013

Stichwort: Völkermordprozess

Seit dem 18. Januar 2011 steht in Frankfurt/Main der Ruander Onesphore Rwabukombe vor Gericht. Der in Deutschland lebende ehemalige Bürgermeister der ruandischen Gemeinde Muvumba wird beschuldigt, während des Völkermordes in Ruanda 1994 für den Tod an mindestens 3.730 Menschen verantwortlich zu sein. Der Vorwurf der Bundesanwaltschaft: "Vom 11. bis zum 15. April 1994 befahl und koordinierte der Angeschuldigte drei Massaker, bei denen insgesamt mindestens 3.730 Angehörige der Tutsi-Minderheit getötet wurden, die jeweils in kirchlichen Gebäuden Schutz gesucht hatten."

 

Derzeit läuft auch in Stuttgart vor dem Oberlandesgericht ein Prozess gegen zwei Führer der ruandischen Hutu-Miliz FDLR (Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas), die für Kriegsverbrechen von FDLR-Kämpfern in der Demokratischen Republik Kongo verantwortlich gemacht werden. Alle Artikel finden Sie dazu im taz-Schwerpunkt "Kongo-Kriegsverbrecherprozess".

 

******

 

Älterer Text: 

 

28.04.08 - Verdacht auf Teilnahme am Völkermord:Deutschland verhaftet Ruander

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