Im Kosovo lebende Serben wehren sich gegen neue Grenzregelungen. Sie wollen in den nächsten Tagen alle wichtigen Transitrouten für jeweils zwei Stunden blockieren.

Der Grenzübergang Jarinje wird seit zwei Wochen von Polizisten und Zöllnern aus Serbien und dem Kosovo gemeinsam kontrolliert. Bild: dapd
PRISHTINA/BELGRAD dpa | Führende Vertreter der Kosovo-Serben wollen wichtige Straßen mit Blockaden hermetisch abriegeln, weil sie mit den neuen Grenzregelungen unzufrieden sind. Alle Transitrouten in Nordkosovo würden am Montag, Mittwoch und Freitag für jeweils zwei Stunden gesperrt, berichteten die Medien am Freitag in Belgrad und Pristina übereinstimmend.
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Die Kosovo-Serben wollen damit erreichen, dass sie keine Abgaben am Grenzübergang Jarinje in Nordkosovo zahlen müssen. Der Grenzübergang wird seit zwei Wochen von Polizisten und Zöllnern aus Serbien und dem Kosovo gemeinsam verwaltet.
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Die Reaktionen Washingtons und Brüssels auf die Belgrader Vorschläge seien „sehr negativ“, berichtete die größte serbische Zeitung Blic am Freitag unter Berufung auf Diplomaten.
Der Plan enthält Maximalforderungen die auf die Errichtung eines eigenen serbischen Ministaates im Kosovo hinauslaufen. Die albanisch geführte Kosovo-Regierung hatte die Vorschläge ebenfalls in Bausch und Bogen verworfen.
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