Sonntagstrend: Union fällt auf 21 Prozent
In einer aktuellen Umfrage fallen CDU und CSU auf den schwächsten Wert seit 2021. Zunehmend unzufrieden äußerten sich die Befragten mit Bundeskanzler Friedrich Merz.
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
afp | Die Union hat im aktuellen „Sonntagstrend“ weiter an Zustimmung eingebüßt. Der Umfrage für die Bild am Sonntag zufolge verlieren CDU und CSU 1 Prozentpunkt und fallen damit auf 21 Prozent. Dies ist demnach der schwächste Wert für die Union seit 2021. Die SPD erreicht wie in der Vorwoche 12 Prozent. Unverändert bleiben auch die Werte der AfD, die mit 29 Prozent stärkste Kraft bleibt.
Die Grünen würden 14 Prozent wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, die Linke 11 Prozent. Das BSW und die FDP würden mit jeweils 3 Prozent derzeit den Einzug in den Bundestag verpassen.
Zunehmend unzufrieden äußerten sich die Befragten auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Laut einer weiteren Umfrage für die Bild am Sonntag gaben 77 Prozent an, mit der Arbeit des Kanzlers unzufrieden zu sein – das sind 6 Punkte mehr als bei der vorherigen Erhebung Ende April. Nur noch 15 Prozent der Befragten zeigen sich demnach zufrieden mit Merz’ Arbeit – 4 Punkte weniger als im April.
Insa-Chef: „Regierung wird scheitern“
Für den „Sonntagstrend“ befragte das Institut Insa vom 1. bis 5. Juni 1.206 Menschen. Die maximale Fehlertoleranz wurde mit plus/minus 2,9 Prozentpunkten angegeben.
Nach der Ansicht von Insa-Chef Hermann Binkert sind die Werte ein Warnsignal für die Bundesregierung. „Eine Regierung, der es nicht einmal gelingt, die verbliebenen eigenen Wähler zu überzeugen, wird scheitern“, sagte er. Das Ausmaß an Unzufriedenheit gehe „weit über das hinaus, was im zweiten Amtsjahr einer neuen Bundesregierung üblich ist“.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert