Etwa 10.000 Menschen demonstrieren in Tel Aviv gegen die hohen Lebenshaltungskosten. Einer begoss sich mit Benzin und zündete sich an.von Susanne Knaul
Immerhin haben Sie soviel Humor, ein Wortspiel zu versuchen.
An Ihrer Definition der Palästinenser als "von Kolonisten bedrohte indigene Bevölkerung" stimmt alles außer "Kolonisten", "bedroht" und "indigen". Also "von Bevölkerung" können wir sprechen. Die israelische Staatsgründung war selbst antikolonialistisch gegen das britische Empire gerichtet, die Palästinenser sind nicht bedroht, sie leben in und um Israel und es gibt keinen Anlass zu glauben, dass sich das ändern wird, sie dürfen ihre Identität, was das auch immer sein mag, ungehindert ausleben, die sich ja als "Volk" auch erst in Opposition zur jüdischen Bevölkerung des Gebiets (die nicht erst durch Konlonisierung begonnen hat) gefunden haben. Die arabische Bevölkeung ist auch nicht unbedingt indigen in dem Sinne, dass die Vorfahren schon seit Ewigkeiten dort gelebt hätten. Da gibt es die unterschiedlichsten Hintergründe.
Aber die antisemitische Linke braucht den Mythos der unterdrückten indigenen Palästinenser, um ihren Antisemitismus progressiv erscheinen zu lassen. Das haben die Nazis nicht nötig, wobei auch die natürlich gerne auf den antiimperialistischen Zug aufspringen. Nicht zur Tarnung, sondern weil in diesem Punkt tatsächlich ideologische Übereinstimmung besteht.
17.07.2012 17:27 Uhr
von I.Q:
@ von SomaRiot
Nun werden Sie mal nicht komisch, Sie Deutscher !
Ins Meer dürfen vor allem die Palästinenser aus dem Westjordanland nicht, obwohl auch dort welche wohnen deren Vorfahren jahrhundertelang als Fischer am Mittelmeer lebten.
Zurück oder übers Meer die Eindringlinge treiben zu wollen allerdings, war immer schon das berechtigte Anliegen aller von Kolonisten bedrohten indigenen Bevölkerungen, nicht nur in Westafrika oder auf den Inseln des Pazifischen Ozeans.
Gegen Schweinereien hingegen sollte jeder eintreten, auch vor, nach und während eines Holocaustes und natürlich ohne Ausnahme der staatsbürgerlichen Angehörigkeit!
Soviel Verstand sollte man schon besitzen, mit und ohne Zyonismus.
17.07.2012 16:14 Uhr
von Ignaz Quadratwurzel:
"Israel" oder wo Solidarität Schwierigkeiten bereiten kann und muss !
Man möchte den israelischen Machthabern beinahe anraten, ihrer Bevölkerung aufzuzeigen, wie gut es selbst den weniger Bemittelten in ihrer Gesellschaft gegenüber vielen in den 1967 zusätzlich besetzten palästinensischen Gebieten lebenden Indigenen geht.
Neben Nachteilen über die Wahrnehmung der Expansions- und Besatzungspolitk stände dem allerdings entgegen, dass dies natürlich auch nicht die Ungleichheiten innerhalb der Einwanderungsgesellschaft beseitigen würde.
Für viele aber bietet sich die Ausreise oder aber, erst gar nicht Einzureisen an. Das allerdings sollte weder als „besetzt“ oder als „umstritten“ angesehen werden, was die UN wegen bestimmter Gebiete ohnehin eindeutig damit behandelt, als dass sie diese als eben 1967 besetzte beschreibt. Es wurden in Palästina allerdings auch schon vorher welche besetzt.
17.07.2012 16:07 Uhr
von deutsche obsession:
was wäre nur, wenn deutsche sich nicht mehr an ihren juden abarbeiten könnten, sowohl journalistisch (wie susanne knaul) als auch, wie hier auf dieser spalte, kommentierend (wie beispielhaft "isomatte" und "Reem").
von den notorischen kommentaren eines "end.the.self.occupation", "I.Q.", "Ignaz Quadratwurzel", "R.J." und einer "ute" mal ganz zu schweigen.
denn selbst wenn ein hebräisch beschriebener sack reis im anden-gebirge umfallen würde, könnten sie es nicht lassen, nein ihr "judenknacks" (gelungene selbstbeschreibung von dieter künzelmann) scheint es ihnen fast zu befehlen: sich zu wort melden, bescheid zu wissen und natürlich auf ihre Schützlinge, die Palästinenser bevormundend zu verweisen.
17.07.2012 13:45 Uhr
von SomaRiot:
@isomatte und @ reem:
70 Jahre nach dem Holocaust ist es mal wieder Zeit, dass Deutsche den Juden mal sagen, was sie zu tun haben, wa? Seid ihr (r)echte oder linke Nazis? Wo kommen wir denn da hin, wenn Juden für sich auf die Straße gehen und nicht für diejenigen, die sie ins Meer treiben wollen.
17.07.2012 13:24 Uhr
von I.Q:
@ Isomatte Wenn Sie zuischen Israelis, und sei es dort auch nur die Gruppe der Einwanderer, und "Den Juden" nicht zu unterscheiden vermögen, dann lassen Sie das Kommentieren lieber. Die Palästinenser leiden ohnehin darunter, dass der Massenmord an Menschen jüdischer Religion oder Abstammung in Europa sowohl von den Zionisten, als auch von den Israelunterstützern, gegen das Anliegen und die Rechte der Palästinenser instrumentalisiert wird.
Begriffliche Genauigkeit wäre da sehr hilfreich.
16.07.2012 14:38 Uhr
von best of:
@ isomatte:
>>Aber wenn es um die Palästinenser geht, da machen die den Mund nicht auf...<<:
Kann man so nicht sagen. Es gibt etliche Juden, die sich über den ständigen Raketenbeschuß der Palis beschweren.
@ Reem:
>>...Ende der Besatzung ...<<:
Zu Ihrer Information: es gibt keine „besetzten“ Gebiete. Es gibt umstrittene Gebiete. Ein feiner aber wichtiger Unterschied...
16.07.2012 09:39 Uhr
von Reem:
Liebe israelische Sozialbewegung, Eure Proteste wären noch viel sinnvoller, wenn Ihr endlich mal die Verbindung zwischen Eurer (vermeintlichen) Armut und der Finanzierung der Besatzung durch Eure rechte Regierung einbeziehen würdet. Yalla, traut Euch - geht für ein Ende der Besatzung auf die Strasse!
15.07.2012 21:30 Uhr
von jupp:
Regierungschef Benjamin Netanjahu, den Silman auf seinem Flugblatt direkt beschimpft, sprach zu Beginn der sonntäglichen Regierungssitzung von einer „großen, persönlichen Tragödie“.
liebe Tazler, wo kann ich denn nachlesen, welche direkten Beschimpfungen Bibi Netanjahu hat ertragen müssen? Das soll kein Leserbrief sein, sondern ist eine Frage zur Sache. ps. bitte keine hebräische Quelle angeben. Danke
15.07.2012 20:10 Uhr
von isomatte:
Für ihre Recht gehen die Juden auf die Straße. Aber wenn es um die Palästinenser geht, da machen die den Mund nicht auf...
Leserkommentare
20.07.2012 10:25 Uhr
von SomaRiot:
@ IQ:
Immerhin haben Sie soviel Humor, ein Wortspiel zu versuchen.
An Ihrer Definition der Palästinenser als "von Kolonisten bedrohte indigene Bevölkerung" stimmt alles außer "Kolonisten", "bedroht" und "indigen". Also "von Bevölkerung" können wir sprechen. Die israelische Staatsgründung war selbst antikolonialistisch gegen das britische Empire gerichtet, die Palästinenser sind nicht bedroht, sie leben in und um Israel und es gibt keinen Anlass zu glauben, dass sich das ändern wird, sie dürfen ihre Identität, was das auch immer sein mag, ungehindert ausleben, die sich ja als "Volk" auch erst in Opposition zur jüdischen Bevölkerung des Gebiets (die nicht erst durch Konlonisierung begonnen hat) gefunden haben. Die arabische Bevölkeung ist auch nicht unbedingt indigen in dem Sinne, dass die Vorfahren schon seit Ewigkeiten dort gelebt hätten. Da gibt es die unterschiedlichsten Hintergründe.
Aber die antisemitische Linke braucht den Mythos der unterdrückten indigenen Palästinenser, um ihren Antisemitismus progressiv erscheinen zu lassen. Das haben die Nazis nicht nötig, wobei auch die natürlich gerne auf den antiimperialistischen Zug aufspringen. Nicht zur Tarnung, sondern weil in diesem Punkt tatsächlich ideologische Übereinstimmung besteht.
17.07.2012 17:27 Uhr
von I.Q:
@ von SomaRiot
Nun werden Sie mal nicht komisch, Sie Deutscher !
Ins Meer dürfen vor allem die Palästinenser aus dem Westjordanland nicht, obwohl auch dort welche wohnen deren Vorfahren jahrhundertelang als Fischer am Mittelmeer lebten.
Zurück oder übers Meer die Eindringlinge treiben zu wollen allerdings, war immer schon das berechtigte Anliegen aller von Kolonisten bedrohten indigenen Bevölkerungen, nicht nur in Westafrika oder auf den Inseln des Pazifischen Ozeans.
Gegen Schweinereien hingegen sollte jeder eintreten, auch vor, nach und während eines Holocaustes und natürlich ohne Ausnahme der staatsbürgerlichen Angehörigkeit!
Soviel Verstand sollte man schon besitzen, mit und ohne Zyonismus.
17.07.2012 16:14 Uhr
von Ignaz Quadratwurzel:
"Israel" oder wo Solidarität Schwierigkeiten bereiten kann und muss !
Man möchte den israelischen Machthabern beinahe anraten, ihrer Bevölkerung aufzuzeigen, wie gut es selbst den weniger Bemittelten in ihrer Gesellschaft gegenüber vielen in den 1967 zusätzlich besetzten palästinensischen Gebieten lebenden Indigenen geht.
Neben Nachteilen über die Wahrnehmung der Expansions- und Besatzungspolitk stände dem allerdings entgegen, dass dies natürlich auch nicht die Ungleichheiten innerhalb der Einwanderungsgesellschaft beseitigen würde.
Für viele aber bietet sich die Ausreise oder aber, erst gar nicht Einzureisen an. Das allerdings sollte weder als „besetzt“ oder als „umstritten“ angesehen werden,
was die UN wegen bestimmter Gebiete ohnehin eindeutig damit behandelt, als dass sie diese als eben 1967 besetzte beschreibt.
Es wurden in Palästina allerdings auch schon vorher welche besetzt.
17.07.2012 16:07 Uhr
von deutsche obsession:
was wäre nur, wenn deutsche sich nicht mehr an ihren juden abarbeiten könnten, sowohl journalistisch (wie susanne knaul) als auch, wie hier auf dieser spalte, kommentierend (wie beispielhaft "isomatte" und "Reem").
von den notorischen kommentaren eines "end.the.self.occupation", "I.Q.", "Ignaz Quadratwurzel", "R.J." und einer "ute" mal ganz zu schweigen.
denn selbst wenn ein hebräisch beschriebener sack reis im anden-gebirge umfallen würde, könnten sie es nicht lassen, nein ihr "judenknacks" (gelungene selbstbeschreibung von dieter künzelmann) scheint es ihnen fast zu befehlen: sich zu wort melden, bescheid zu wissen und natürlich auf ihre Schützlinge, die Palästinenser bevormundend zu verweisen.
17.07.2012 13:45 Uhr
von SomaRiot:
@isomatte und @ reem:
70 Jahre nach dem Holocaust ist es mal wieder Zeit, dass Deutsche den Juden mal sagen, was sie zu tun haben, wa? Seid ihr (r)echte oder linke Nazis? Wo kommen wir denn da hin, wenn Juden für sich auf die Straße gehen und nicht für diejenigen, die sie ins Meer treiben wollen.
17.07.2012 13:24 Uhr
von I.Q:
@ Isomatte
Wenn Sie zuischen Israelis, und sei es dort auch nur die Gruppe der Einwanderer, und "Den Juden" nicht zu unterscheiden vermögen, dann lassen Sie das Kommentieren lieber.
Die Palästinenser leiden ohnehin darunter, dass der Massenmord an Menschen jüdischer Religion oder Abstammung in Europa sowohl von den Zionisten, als auch von den Israelunterstützern, gegen das Anliegen und die Rechte der Palästinenser instrumentalisiert wird.
Begriffliche Genauigkeit wäre da sehr hilfreich.
16.07.2012 14:38 Uhr
von best of:
@ isomatte:
>>Aber wenn es um die Palästinenser geht, da machen die den Mund nicht auf...<<:
Kann man so nicht sagen. Es gibt etliche Juden, die sich über den ständigen Raketenbeschuß der Palis beschweren.
@ Reem:
>>...Ende der Besatzung ...<<:
Zu Ihrer Information: es gibt keine „besetzten“ Gebiete. Es gibt umstrittene Gebiete. Ein feiner aber wichtiger Unterschied...
16.07.2012 09:39 Uhr
von Reem:
Liebe israelische Sozialbewegung,
Eure Proteste wären noch viel sinnvoller, wenn Ihr endlich mal die Verbindung zwischen Eurer (vermeintlichen) Armut und der Finanzierung der Besatzung durch Eure rechte Regierung einbeziehen würdet. Yalla, traut Euch - geht für ein Ende der Besatzung auf die Strasse!
15.07.2012 21:30 Uhr
von jupp:
Regierungschef Benjamin Netanjahu, den Silman auf seinem Flugblatt direkt beschimpft, sprach zu Beginn der sonntäglichen Regierungssitzung von einer „großen, persönlichen Tragödie“.
liebe Tazler, wo kann ich denn nachlesen, welche direkten Beschimpfungen Bibi Netanjahu hat ertragen müssen?
Das soll kein Leserbrief sein, sondern ist eine Frage zur Sache.
ps. bitte keine hebräische Quelle angeben. Danke
15.07.2012 20:10 Uhr
von isomatte:
Für ihre Recht gehen die Juden auf die Straße. Aber wenn es um die Palästinenser geht, da machen die den Mund nicht auf...