CDU, Grüne und FDP sind gegen Mehrfamilienhäuser in der Röttiger-Kaserne, es gäbe keinen Bedarf. Für die Kampfmittelräumung müssen bis zu 2.100 Bäume fallen.von Gernot Knödler
Bebauungsdichte? Erschließungskosten? In Wirlichkeit hat man doch nur Angst, daß die potentiellen KäuferInnen von Einzel- und Reihenhäusern sich durch die Präsenz benachbarter Mietshäuser abschrechen lassen. Da wohnen doch ALG-II-EmpfängerInnen, Menschen mit Migrationshintergrund und so... Leute, deren jugendliche Kinder Ärger machen (die eigenen natürlich nicht). Da wäre man ja mitten im Ghetto mit der eigenen Idylle.
07.06.2012 17:22 Uhr
von Rüdiger Bäcker:
Was ist denn die Alternative zur Kampfmittelräumung? Eine ehemals militärisch genutzte Fläche brach liegen zu lassen? Früher oder später müssen die Kampfmittel geräumt werden. Oder will man es so belassen, wie schon einige Male in Hamburg geschehen, und erst dann räumen, wenn Kinder beim Spielen mit Granaten ums Leben kommen? Insgesamt ist es doch wohl klüger, jetzt zu räumen und anschließend zu bauen. Dass das nicht geschieht, hat wohl andere Gründe als die fadenscheinig ins Licht gerückten Argumente: Bereits seßhafte Anlieger möchten ihr "Paradies" er- und ihre Ruhe behalten. Die Opposition möchte die wohnungsbaupolitischen Ambitionen des Senats unterminieren. Und die Genossenschaften - keinesfalls neutrale Instanzen, sondern knallharte Wettbewerber auf dem Hamburger Wohnungsmarkt - möchten sich ihre potentiellen Wunsch-Kunden nicht abwerben lassen. Angesichts einer solchen Gemengelage sollte man sich fragen, ob der Senat nicht eine eigen initiierte "Wohnungsbaugenossenschaft Röttger-Gelände" fördern sollte, in der sich allein Wohnungsbedürftige mit ihren Genossenschaftseinlagen organisieren. Diese Hilfe zur Selbsthilfe Betroffener ist allemal zweckmäßiger als das leidige Expertengeheul interessegeleiter Meinungsschwadroneure. Das wäre allerdings für Hamburg zu plebejisch gedacht, da der SPD - Senat ganz sicher kein Freund des wahren Volkswillens ist.
07.06.2012 15:20 Uhr
von Hawksclaw:
Kann sich da nicht so ein alternatives Wohnprojekt schnell mal 10 Millionen Euro pumpen und das Gelände kaufen?
Leserkommentare
08.06.2012 10:20 Uhr
von Jengre:
Bebauungsdichte? Erschließungskosten? In Wirlichkeit hat man doch nur Angst, daß die potentiellen KäuferInnen von Einzel- und Reihenhäusern sich durch die Präsenz benachbarter Mietshäuser abschrechen lassen. Da wohnen doch ALG-II-EmpfängerInnen, Menschen mit Migrationshintergrund und so... Leute, deren jugendliche Kinder Ärger machen (die eigenen natürlich nicht). Da wäre man ja mitten im Ghetto mit der eigenen Idylle.
07.06.2012 17:22 Uhr
von Rüdiger Bäcker:
Was ist denn die Alternative zur Kampfmittelräumung? Eine ehemals militärisch genutzte Fläche brach liegen zu lassen? Früher oder später müssen die Kampfmittel geräumt werden. Oder will man es so belassen, wie schon einige Male in Hamburg geschehen, und erst dann räumen, wenn Kinder beim Spielen mit Granaten ums Leben kommen? Insgesamt ist es doch wohl klüger, jetzt zu räumen und anschließend zu bauen. Dass das nicht geschieht, hat wohl andere Gründe als die fadenscheinig ins Licht gerückten Argumente: Bereits seßhafte Anlieger möchten ihr "Paradies" er- und ihre Ruhe behalten. Die Opposition möchte die wohnungsbaupolitischen Ambitionen des Senats unterminieren. Und die Genossenschaften - keinesfalls neutrale Instanzen, sondern knallharte Wettbewerber auf dem Hamburger Wohnungsmarkt - möchten sich ihre potentiellen Wunsch-Kunden nicht abwerben lassen. Angesichts einer solchen Gemengelage sollte man sich fragen, ob der Senat nicht eine eigen initiierte "Wohnungsbaugenossenschaft Röttger-Gelände" fördern sollte, in der sich allein Wohnungsbedürftige mit ihren Genossenschaftseinlagen organisieren. Diese Hilfe zur Selbsthilfe Betroffener ist allemal zweckmäßiger als das leidige Expertengeheul interessegeleiter Meinungsschwadroneure. Das wäre allerdings für Hamburg zu plebejisch gedacht, da der SPD - Senat ganz sicher kein Freund des wahren Volkswillens ist.
07.06.2012 15:20 Uhr
von Hawksclaw:
Kann sich da nicht so ein alternatives Wohnprojekt schnell mal 10 Millionen Euro pumpen und das Gelände kaufen?