Am Montag abend demonstrierten in Berlin Clubbetreiber, Künstler und Publikum gegen die Gema-Reform. Die neuen Tarife könnten das Aus für viele Clubs bedeuten.von F. Aydemir/C. V. Wedemeyer
Wie kann man GEMA-freie Musik mit einer GEMA-Werknummer dokumentieren? Wenn man als DJ nachweislich nur GEMA-freie Musik im Köfferchen hätte, bräuchte (weil könnte) man überhaupt nichts dokumentieren. Oder sehe ich da irgendwas falsch?
28.06.2012 16:44 Uhr
von Die_Wahrheit_1:
Liebe Freunde, 160.000 Euro pro Jahr soll eine mittelgroße Diskothek künftig an die Gema zahlen.... Das bedeutet: Das sind 10% der gemeldeteten(!) Eintrittsgelder der Diskothek, (sollte sie keinen Rahmenvertrag mit der Gema besitzen!!!), also 1.6 Millionen €... eine beträchtliche Einnahme für die Diskothek!!! Offenbar scheint es vielen Wirten nicht klar zu sein, dass sie von Musik profitieren. Würden Diskotheken keine Musik spielen käme keiner! Aber im Eigentlichen geht es den Wirten ja nur um billige Abzocke der Gäste. Sie wollen die Musik, aber dafür keine Gegenleistung bringen. Mein Vorschlag: Sie können sich ja selbst hin setzen und musizieren. Aber aus Protest jetzt mal 5 Minuten Musik abschalten ist absolut naiv! Die Gema schützt die Urheber und das ist gut so. Nicht gut ist, das amerikanische Konzerne die Gema Abzocken, aber das ist ein anderes Thema, wenn es auch zum Grundtenor der ganzen Sache gehört! Auf dem deutschen Markt absahnen, so wie bei ihren faulen Immobiliengeschäften ! Zurück zu den Diskotheken: Die Wirte können zwar Ihre Gäste mit Ihren Aktionen gegen die GEMA "voll labern", aber die meisten Gäste wissen sowieso nicht worum es geht. Sie machen diese Aktion nur aus Sympathie zu Ihrem Wirt mit. Getränke und Speisen werden gern überteuert verkauft. Um dieser materialistischen Geldgier der Wirte entgegen zu wirken kann man allen Gästen nur empfehlen die Theken in den 5 Minuten Musikpause zu stürmen und danach die Lokalität verlassen! ;-) Also Freibier statt Musik! Ich hoffe die Paralellen sind für die Gehirne der Gastwirte nachvollziehbar!
27.06.2012 18:40 Uhr
von plusquamperfekt:
@Elo: Was soll denn der Quatsch schon wieder von wegen "kostenlos kriegen"? Ich bin DJ und KAUFE die Platten, die ich spiele (ja, ich spiele noch Vinyl!)
Niemand will die Musik kostenlos haben und Clubs und Diskos und alle anderen zahlen seit einem halben Jahrhundert regelmäßig Gebühren an die GEMA. Es geht nicht darum, dass man nichts mehr zahlen will, es geht darum, dass es unverschämt (bis zu 2000%) teurer werden soll!
27.06.2012 17:23 Uhr
von Jupp:
@Jan, es gingen 735,9 Mio. an Urheber und Mitlglieder, davon 299,7 Mio. als Ausschüttung an die Mitglieder. Also knapp über 400 Mio. gehen an "andere Berichtigte", sprich die Komponisten und Texter. Steht so auch in deinem Link, also bitte genau lesen!
26.06.2012 14:23 Uhr
von Jan:
Die Gema hat 2010 863,0 Mio Euro eingenommen, und davon gerade einmal 299,7 mio Euro effektiv an ihre Mitglieder ausbezahlt*. Wenn diese Wegelagerer jetzt noch erklären können, was mit der restlichen, knappen halben Milliarden Euro passiert ist, wäre das nicht mehr als ein Anfangsargument, um überhaupt über Beitragserhöhung zu diskutieren. Aufsichtsrat ist übrigens ein gewissen Enjott Schneider (ja, er ist tatsächlich so hochnotpeinlich sich so zu nennen und zu schreiben!), der zudem auch noch musikalische Schandtaten wie die Musik zu "Marienhof" und "weißblaue Geschichten" zu verantworten hat.
*http://de.wikipedia.org/wiki/GEMA#Umsatz
26.06.2012 14:03 Uhr
von Vernunft:
Erstmal informieren, dann jammern, falls noch nötig.
Bitte lass diese neuen Tarife nicht eintreten, wir sind schon so ein kulturarmes Land, wenn uns das letzte bisschen jetzt auch noch genommen wird,wird der Alltag vieler Menschen in diesem Land noch grauer und von weniger Lebensqualität, als er sowieso schon ist.
Bitte liebe GEMA, nutzt eure Monopolstellung, die ihr ja leider durch die Politik des Patentamtes habt nicht aus !
26.06.2012 12:04 Uhr
von Dirk:
Der einzige Grund, weshalb die Mafia in Deutschland nix zu melden hat, ist das Bestehen viel stärkerer Vereinigungen wie Gema, VG Wort, GEZ, IHK etc. Deren edelster Existenzgrund besteht in der Abwehr krimineller Vereinigungen aus dem Ausland. Vergesst den anderen Quatsch von wegen Interessenvertretung etc, den glauben die ja selbst nicht.
26.06.2012 11:14 Uhr
von kyky:
verstehe ich nicht! welcher club braucht heute noch gema-musik und gema-künstler? back to the roots. musik war mal ein gemeinschaftserlebnis. unterstützt künstler aus dem netz oder macht eure eigene musik!
26.06.2012 10:34 Uhr
von Öko Fritz:
GEMA, GEZ, Künstlersozialkasse und IHK... etc.
sind Wegelagerer unserer Zeit:
10% von WAS? Umsatz, Gewinn?
Beteiligt sich die GEMA etwa am unternehmerischen Risiko? Gemeinkosten, Raummiete, Wareneinsatz, Schwund, Personal, Krankheitsausfälle, Schlechtwetterisiko, Werbekosten etc. etc.
NEIN!
Nur kassieren! - Abschaffen -
Wenn Kinder im Kindergarten schon keine Volkslieder mehr singen dürfen, ohne zu zahlen, dann sind wir ein armes Land.
Irgandwann muß ich Angst haben ein "Knöllchen zu bekommen, wenn ich aus Spaß und Freude ein Liedchen trällere, weil ich "Lizentsz-Rechte" mißachte... no!
Mit Patenten geht es zu weit: GEN-Technik... alles wird von "Konzernen" und "Institutionen" unter den Nagel gerissen und dem freien Menschen entrissen!
Da lobe ich mir "sogenannte Entwicklungsländer" mit einer Kultur!
26.06.2012 10:20 Uhr
von bempo:
Es geht doch gar nicht nur um Musikveranstaltungen, es geht vor allem auch um ganz normale kleine Kneipen, in denen Musik von CD, Band oder per MP3 gespielt wird. Die sollen zukünftig statt 1300 EUR mal eben locker 22.000 Euro im Jahr zahlen... Dieser schreckliche Moloch GEMA kriegt den Hals einfach nicht voll genug, DAS ist das Problem!
26.06.2012 10:02 Uhr
von Elo:
Komisch, für´s Saufen, ihre Klamotten, Handys usw. zahlen die Partysüchtigen doch auch jeden Preis. Warum solls die Musik (beinahe) umsonst geben? Was würde es wohl kosten, eine entsprechend angesagte Band zu engagieren, die ein abendfüllendes Programm abliefert?
Ich hab auch was dagegen, wenn die "Verwertungsindustrie" z.B. beim Absingen von Kinderliedern, Kopieren der Noten im Kindergarten usw. ihre Hand aufhält. Aber hier im Artikel geht es um kommerzielle Veranstaltungen, wo eine Eventagentur oder sonst ein Geschäftemacher Reibach machen will! Und Musik ist wohl die wichtigste Resource dafür. Bekommt ein Gastwirt seine Schnitzel oder den Salat auch kostenlos geliefert?
26.06.2012 09:41 Uhr
von routier:
Macht doch einfach mal Eure Läden dicht. Am besten vom 31.12 auf den 1.1. Und das in Berlin, Hamburg, Frankfurt und alle großen Städte. Dazu entlasst das gute Personal, die Türsteher, kündigt die Verträge mit den Lieferanten und sagt den Drogendieler Sie soll in den Park gehen. Der Rest von Europa lacht schon wieder über Deutschland und die unverfrorenheit Einiger. Wenn in Musik-Städten wie Berlin und Frankfurt die Clubs zumachen -könnt Ihr die Stadt zumachen. Nur noch Idioten
Leserkommentare
03.07.2012 21:54 Uhr
von Daniel:
Wie kann man GEMA-freie Musik mit einer GEMA-Werknummer dokumentieren? Wenn man als DJ nachweislich nur GEMA-freie Musik im Köfferchen hätte, bräuchte (weil könnte) man überhaupt nichts dokumentieren. Oder sehe ich da irgendwas falsch?
28.06.2012 16:44 Uhr
von Die_Wahrheit_1:
Liebe Freunde,
160.000 Euro pro Jahr soll eine mittelgroße Diskothek künftig an die Gema zahlen.... Das bedeutet: Das sind 10% der gemeldeteten(!) Eintrittsgelder der Diskothek, (sollte sie keinen Rahmenvertrag mit der Gema besitzen!!!), also 1.6 Millionen €... eine beträchtliche Einnahme für die Diskothek!!! Offenbar scheint es vielen Wirten nicht klar zu sein, dass sie von Musik profitieren. Würden Diskotheken keine Musik spielen käme keiner! Aber im Eigentlichen geht es den Wirten ja nur um billige Abzocke der Gäste. Sie wollen die Musik, aber dafür keine Gegenleistung bringen. Mein Vorschlag: Sie können sich ja selbst hin setzen und musizieren. Aber aus Protest jetzt mal 5 Minuten Musik abschalten ist absolut naiv! Die Gema schützt die Urheber und das ist gut so. Nicht gut ist, das amerikanische Konzerne die Gema Abzocken, aber das ist ein anderes Thema, wenn es auch zum Grundtenor der ganzen Sache gehört! Auf dem deutschen Markt absahnen, so wie bei ihren faulen Immobiliengeschäften !
Zurück zu den Diskotheken: Die Wirte können zwar Ihre Gäste mit Ihren Aktionen gegen die GEMA "voll labern", aber die meisten Gäste wissen sowieso nicht worum es geht. Sie machen diese Aktion nur aus Sympathie zu Ihrem Wirt mit. Getränke und Speisen werden gern überteuert verkauft. Um dieser materialistischen Geldgier der Wirte entgegen zu wirken kann man allen Gästen nur empfehlen die Theken in den 5 Minuten Musikpause zu stürmen und danach die Lokalität verlassen! ;-) Also Freibier statt Musik! Ich hoffe die Paralellen sind für die Gehirne der Gastwirte nachvollziehbar!
27.06.2012 18:40 Uhr
von plusquamperfekt:
@Elo: Was soll denn der Quatsch schon wieder von wegen "kostenlos kriegen"? Ich bin DJ und KAUFE die Platten, die ich spiele (ja, ich spiele noch Vinyl!)
Niemand will die Musik kostenlos haben und Clubs und Diskos und alle anderen zahlen seit einem halben Jahrhundert regelmäßig Gebühren an die GEMA. Es geht nicht darum, dass man nichts mehr zahlen will, es geht darum, dass es unverschämt (bis zu 2000%) teurer werden soll!
27.06.2012 17:23 Uhr
von Jupp:
@Jan,
es gingen 735,9 Mio. an Urheber und Mitlglieder, davon 299,7 Mio. als Ausschüttung an die Mitglieder. Also knapp über 400 Mio. gehen an "andere Berichtigte", sprich die Komponisten und Texter.
Steht so auch in deinem Link, also bitte genau lesen!
26.06.2012 14:23 Uhr
von Jan:
Die Gema hat 2010 863,0 Mio Euro eingenommen, und davon gerade einmal 299,7 mio Euro effektiv an ihre Mitglieder ausbezahlt*. Wenn diese Wegelagerer jetzt noch erklären können, was mit der restlichen, knappen halben Milliarden Euro passiert ist, wäre das nicht mehr als ein Anfangsargument, um überhaupt über Beitragserhöhung zu diskutieren.
Aufsichtsrat ist übrigens ein gewissen Enjott Schneider (ja, er ist tatsächlich so hochnotpeinlich sich so zu nennen und zu schreiben!), der zudem auch noch musikalische Schandtaten wie die Musik zu "Marienhof" und "weißblaue Geschichten" zu verantworten hat.
*http://de.wikipedia.org/wiki/GEMA#Umsatz
26.06.2012 14:03 Uhr
von Vernunft:
Erstmal informieren, dann jammern, falls noch nötig.
http://www.mtmediaportal.de/die-neuen-gema-tarife-2013-oder-heute-schon-gejammert/
26.06.2012 13:22 Uhr
von Christian Rippel:
Bitte lass diese neuen Tarife nicht eintreten, wir sind schon so ein kulturarmes Land, wenn uns das letzte bisschen jetzt auch noch genommen wird,wird der Alltag vieler Menschen in diesem Land noch grauer und von weniger Lebensqualität, als er sowieso schon ist.
Bitte liebe GEMA, nutzt eure Monopolstellung, die ihr ja leider durch die Politik des Patentamtes habt nicht aus !
26.06.2012 12:04 Uhr
von Dirk:
Der einzige Grund, weshalb die Mafia in Deutschland nix zu melden hat, ist das Bestehen viel stärkerer Vereinigungen wie Gema, VG Wort, GEZ, IHK etc.
Deren edelster Existenzgrund besteht in der Abwehr krimineller Vereinigungen aus dem Ausland. Vergesst den anderen Quatsch von wegen Interessenvertretung etc, den glauben die ja selbst nicht.
26.06.2012 11:14 Uhr
von kyky:
verstehe ich nicht! welcher club braucht heute noch gema-musik und gema-künstler? back to the roots. musik war mal ein gemeinschaftserlebnis. unterstützt künstler aus dem netz oder macht eure eigene musik!
26.06.2012 10:34 Uhr
von Öko Fritz:
GEMA, GEZ, Künstlersozialkasse und IHK... etc.
sind Wegelagerer unserer Zeit:
10% von WAS? Umsatz, Gewinn?
Beteiligt sich die GEMA etwa am unternehmerischen Risiko?
Gemeinkosten, Raummiete, Wareneinsatz, Schwund, Personal, Krankheitsausfälle, Schlechtwetterisiko, Werbekosten etc. etc.
NEIN!
Nur kassieren! - Abschaffen -
Wenn Kinder im Kindergarten schon keine Volkslieder mehr singen dürfen, ohne zu zahlen, dann sind wir ein armes Land.
Irgandwann muß ich Angst haben ein "Knöllchen zu bekommen, wenn ich aus Spaß und Freude ein Liedchen trällere, weil ich "Lizentsz-Rechte" mißachte... no!
Mit Patenten geht es zu weit: GEN-Technik... alles wird von "Konzernen" und "Institutionen" unter den Nagel gerissen und dem freien Menschen entrissen!
Da lobe ich mir "sogenannte Entwicklungsländer" mit einer Kultur!
26.06.2012 10:20 Uhr
von bempo:
Es geht doch gar nicht nur um Musikveranstaltungen, es geht vor allem auch um ganz normale kleine Kneipen, in denen Musik von CD, Band oder per MP3 gespielt wird. Die sollen zukünftig statt 1300 EUR mal eben locker 22.000 Euro im Jahr zahlen... Dieser schreckliche Moloch GEMA kriegt den Hals einfach nicht voll genug, DAS ist das Problem!
26.06.2012 10:02 Uhr
von Elo:
Komisch, für´s Saufen, ihre Klamotten, Handys usw. zahlen die Partysüchtigen doch auch jeden Preis. Warum solls die Musik (beinahe) umsonst geben? Was würde es wohl kosten, eine entsprechend angesagte Band zu engagieren, die ein abendfüllendes Programm abliefert?
Ich hab auch was dagegen, wenn die "Verwertungsindustrie" z.B. beim Absingen von Kinderliedern, Kopieren der Noten im Kindergarten usw. ihre Hand aufhält. Aber hier im Artikel geht es um kommerzielle Veranstaltungen, wo eine Eventagentur oder sonst ein Geschäftemacher Reibach machen will! Und Musik ist wohl die wichtigste Resource dafür. Bekommt ein Gastwirt seine Schnitzel oder den Salat auch kostenlos geliefert?
26.06.2012 09:41 Uhr
von routier:
Macht doch einfach mal Eure Läden dicht. Am besten vom 31.12 auf den 1.1. Und das in Berlin, Hamburg, Frankfurt und alle großen Städte. Dazu entlasst das gute Personal, die Türsteher, kündigt die Verträge mit den Lieferanten und sagt den Drogendieler Sie soll in den Park gehen. Der Rest von Europa lacht schon wieder über Deutschland und die unverfrorenheit Einiger.
Wenn in Musik-Städten wie Berlin und Frankfurt die Clubs zumachen -könnt Ihr die Stadt zumachen.
Nur noch Idioten