Produzieren Hersteller bewusst Schwachstellen in elektronischen Geräten? Darüber berichtet die „Saarbrücker Zeitung“ und beruft sich auf ein Gutachten der Grünen.

Kaum vom Band, schon kaputt? Bild: dpa
SAARBRÜCKEN/BERLIN afp | Hersteller von elektronischen Geräten wie Drucker, Kopfhörer, Waschmaschinen oder Elektrozahnbürsten sorgen offenbar immer häufiger für Schwachstellen in ihren Geräten, damit diese schneller verschleißen oder kaputt gehen.
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Eine Studie der Grünen-Bundestagsfraktion führe zahlreiche Produkte auf, bei denen die Industrie laut Experten täusche oder trickse, berichtete die Saarbrücker Zeitung in ihrer Mittwochsausgabe. So würden Hersteller Bauteile verwenden, die einen frühzeitigen Defekt auslösten. Auch würden technische Tricks angewendet, um die Nutzungsdauer eines Gerätes zu verkürzen.
Die Leidtragenden sind laut dem Gutachten die Kunden, die in immer kürzeren Abständen neue Produkte kaufen müssten. Der künstliche Verschleiß koste sie mehrere Milliarden Euro im Jahr. Einer der Autoren, der Verbraucherexperte Stefan Schridde, sagte dem Blatt, er habe in den vergangenen Jahren an die 2.000 Hinweise ausgewertet.
Die Grünen-Politikerin Dorothea Steiner nannte die Strategie eine „Schweinerei“. Frühzeitiger Verschleiß verursache „auch immense Müllberge“. Die verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion, Nicole Maisch, forderte eine zügige Überarbeitung des „Gewährleistungs- und Garantierechts“.
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Leserkommentare
06.04.2013 10:30 | Eva 1811
Warum macht ihr nicht endlich eine Art "Abwrackprämie" für Alt-Elektrogeräte? ...
25.03.2013 15:47 | Phoebuskartelle
Eine Gesellschaft die extra EU Gesetze zum Austausch von Glühlampen in KfZ Scheinwerfern erlassen muss, kann nicht lange üb ...
22.03.2013 19:32 | Glühlampenmärchen
Es ist offenbar unausrottbar und nicht totzukriegen: natürlich haben gewöhnliche Glühlampen keine eingebaute "geplante Obso ...