Bei einem Anti-Terror-Einsatz erschießt die kasachische Polizei neun „Terroristen“. Die Gruppe soll für einen Anschlag im Juli in der Stadt Almaty verantwortlich sein.

Der autoritäre Staatschef Nursultan Nasarbajew (r.) regiert das Land schon seit 21 Jahren. Bild: dapd
ALMATY/ASTANA/MOSKAU afp/dpa | Die Polizei in Kasachstan hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei einem Sondereinsatz nahe der Stadt Almaty neun Extremisten getötet. Der Einsatz sei am Donnerstag in dem Dorf Tan, rund 15 Kilometer südwestlich der größten kasachischen Stadt Almaty geführt worden, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft am Freitag. Neun „Terroristen“ seien getötet worden und würden derzeit identifiziert.
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Die Extremisten hätten das Feuer eröffnet, als Spezialeinheiten sie festnehmen wollten, dabei sei ein Beamter verletzt worden. Vor der Aktion seien die Anwohner in Sicherheit gebracht worden, hieß es.
Nach Angaben der Ermittler wird die Gruppe verdächtigt, hinter einer schweren Explosion mit mehreren Toten am 11. Juli in der Region Almaty zu stecken. In jüngster Zeit hatte es in Kasachstan mehrere Angriffe mit islamistischem Hintergrund gegeben, von denen das Land bislang verschont geblieben war.
Die von Staatschef Nursultan Nasarbajew seit 1991 autoritär regierte ehemalige Sowjetrepublik galt bislang als das stabilste Land in Zentralasien. Das muslimisch geprägte Land soll aber mittlerweile Rückzugsort für Islamisten aus dem südlich gelegenen Afghanistan sein.
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