170 Panzer sollen in Nordsyrien stationiert worden sein. Es gibt Gerüchte über eine geplante Belagerung Aleppos. Aus Damaskus wurden schwere Gefechte gemeldet.von Jasna Zajcek

Im syrischen zivilen Widerstand wird auch unter Beschuss liebevoll für die Freitagsdemo gebastelt. Bild: reuters
BERLIN taz | Nachdem die Türkei in der vergangenen Woche mindestens 15 Panzer an ihrer Grenze zu Syrien stationierte, rüsteten die staatlichen syrischen Truppen am Freitag ebenso, aber deutlich massiver an ihrer Grenze zur Türkei auf. Glaubt man den Worten des Rebellengenerals Mustafa as-Sheikh von der oppositionellen Freien Syrischen Armee, so handelt es sich um rund 170 Panzer, höchstwahrscheinlich vom alten russischen Typ T-72 aus den 1970er Jahren.
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Schon damals wurde der Panzer gegen A-, B-, und C-Waffen gesichert, was dem syrischen Regime, das über ein großes Arsenal dieser Waffen verfügt, in der strategischen Planung eine gewisse Sicherheit gibt. Im Falle einer Nato-Invasion könnte Syrien auch, so die offiziell noch geheime Angst der Nato-Mächte, die hochmodernen Luftabwehrwaffen mit eben diesen A,- B- und C-Waffen bestücken, die Syrien im vergangenen Jahr für rund eine Milliarde Dollar von Russland gekauft hatte. Damit wäre eine luftgestützte Invasion überaus riskant.
Falls Sie den zivilen, friedlichen Widerstand in Syrien unterstützen wollen, so spenden Sie bitte über diese Website an die junge Berliner Nicht-Regierungsorganisation Adopt a Revolution. In einem sehr transparenten Verfahren wird dargestellt, welches lokalen Koordinationskomittees man in dem Land, in dem sowohl Bürger- als auch Stellvertreterkrieg der Großmächte herrscht, unterstützen kann.
Trotz Gewalt am Boden und Bombardierung aus der Luft schaffen es die syrischen Aktivisten sogar, nach deutschem Standard Berichte zu schreiben, die nachvollziehbar werden lassen, was mit den Spenden geschieht, sogar mit Fotos.
Die taz berichtete im März über den Beginn der deutschen studentischen Internet-Initative, besuchte ihre Dependancen in Beirut und Berlin mehrfach und stuft sie als glaubwürdig ein. Mittlerweile will schon das US-State Department die Organisation mit Millionenbeträgen fördern. Doch die deutschen Aktivisten aus der linken Jugendszene lehnten ab - aus ideologischen Gründen.
Der Aufzug der syrischen Panzer solle, spekuliert Oppositionsgeneral as-Scheikh, zum einen die Türkei von einer Invasion abschrecken. Zum anderen gibt es Gerüchte, dass die Armee ab dem 1. Juli die antike Handelsstadt Aleppo belagern will.
Derweil demonstrierte am Freitag der zivile Widerstand fast im ganzen Land. Bis Redaktionsschluss starben rund 40 Menschen. Schwere Gefechte wurden aus der Hauptstadt Damaskus gemeldet.
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