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US-Angriff auf VenezuelaRecht eindeutig

Bundeskanzler Merz bewertet den US-Einsatz in Venezuela als „komplex“. Dabei ist die Lage klar. Die zentralen völkerrechtlichen Fragen und Antworten.

Protest in Istanbul: Die Anklage gegen Maduro wegen Drogenhandels und anderer Vergehen rechtfertigt den militärischen Angriff und seine Entführung nicht Foto: Kemal Aslan/rtr

Ist die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes in Venezuela wirklich „komplex“, wie Bundeskanzler Friedrich Merz behauptete?

Nein, der US-Einsatz ist eindeutig völkerrechtswidrig. Die UN-Charta verbietet grundsätzlich den Einsatz von Gewalt gegenüber anderen Staaten. Es lag hierfür auch kein Rechtfertigungsgrund vor. Venezuela griff die USA nicht an, und der UN-Sicherheitsrat legitmierte den Angriff nicht.

Auch die US-Anklage gegen Venezuelas Präsident Nicolas Maduro wegen Drogenhandels und anderer Vergehen rechtfertigt den militärischen Angriff und seine Entführung nicht. Das Völkerrecht verbietet es, in fremde Staaten einzudringen, um Straftäter festzunehmen – selbst wenn andere Wege aussichtslos erscheinen.

Ebenso wenig rechtfertigt die Verstaatlichung von US-Anteilen an venezolanischen Ölanlagen ab 2007 den Einmarsch. Dass Venezuela die von Schiedsgerichten zugesprochenen Entschädigungen größtenteils nicht gezahlt hat, ändert daran nichts.

Welche Rolle spielt es völkerrechtlich, dass Maduro wahrscheinlich die letzten Wahlen zu seinen Gunsten fälschte?

Die venezolanische Wahlbehörde erklärte, Maduro habe die Präsidentschaftswahl im Juli 2024 mit 51 Prozent gewonnen. Die Opposition legte jedoch Protokolle aus den meisten Wahllokalen vor, die einen klaren Sieg der Opposition belegen sollen. Deshalb erkennen die EU und die USA Maduro nicht als rechtmäßigen Präsidenten an.

Doch das Gewaltverbot gilt auch gegenüber undemokratischen oder demokratisch zweifelhaften Staaten. Und auch ein Wahlfälscher darf nicht entführt werden.

Maduros Überstellung vor ein US-Gericht verstößt zudem gegen die völkerrechtliche Immunität von Staatsoberhäuptern. Auch hier kann es nicht auf den Vorwurf der Wahlfälschung ankommen, weil das Völkerrecht im Interesse der Stabilität internationaler Beziehungen nicht nur demokratische Staatsoberhäupter schützt.

Welche Konsequenzen hat der Völkerrechtsbruch der USA?

Der UN-Sicherheitsrat könnte Sanktionen gegen die USA verhängen. Das wird jedoch nicht geschehen, da die USA dort ein Vetorecht besitzen.

Auch 1989, als die USA unter Präsident George Bush senior in Panama intervenierten, um Diktator Manuel Noriega festzunehmen, verhinderte ein Veto von USA, Frankreich und Großbritannien eine Verurteilung durch den Sicherheitsrat.

Eine Strafverfolgung von Donald Trump und beteiligten US-Militärs oder Regierungsmitgliedern vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) ist ausgeschlossen, da die USA den Vertrag des IStGH nicht ratifiziert haben.

Können die USA nun Venezuela „regieren“, wie Trump ankündigte?

Nein, faktisch ist das unmöglich. Die venezolanische Regierung ist noch im Amt und übt die Staatsgewalt aus. Um das Land zu regieren, müssten die USA es besetzen und eine US-kontrollierte Regierung einsetzen, was ebenfalls völkerrechtswidrig wäre.

Vermutlich setzt Trump nur darauf, dass die venezolanische Regierung künftig seine Wünsche umsetzt, um weitere Militärschläge und Entführungen zu vermeiden.

Wie können Russland oder China auf die US-Intervention reagieren?

Die venezolanische Regierung unter Interimspräsidentin Delcy Rodríguez darf sich völkerrechtlich gegen weitere US-Angriffe verteidigen. Sie kann auch andere Staaten wie Russland und China um Unterstützung bitten, die Venezuela bisher beigestanden haben. Eine solche Hilfe wäre legal.

Ob Russland und China einem Hilferuf folgen, bleibt jedoch fraglich. Sie dürften sich wohl eher über die weitere Aushöhlung des Völkerrechts freuen. Wenn Bundeskanzler Friedrich Merz die US-Intervention in Venezuela nicht als völkerrechtswidrig verurteilt, verliert er die Glaubwürdigkeit, Russland und China zu kritisieren.

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29 Kommentare

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  • Auch nicht ganz ohne, die Konsequenzen bei Verstoß gegen internationales Völkerrecht :



    www.icrc.org/de/re...ssen-gegen-das-hvr

  • "Wenn Bundeskanzler Friedrich Merz die US-Intervention in Venezuela nicht als völkerrechtswidrig verurteilt, verliert er die Glaubwürdigkeit, Russland und China zu kritisieren."

    Ach, ist das wirklich so?



    Tatsache ist, Völkerrecht interessiert niemanden mehr. Das hat der sogenannte globale Süden spätestens bei den Reaktion zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine unter Beweis gestellt.



    Das Argument, man verliere an Glaubwürdigkeit, wenn man dies oder jenes nicht tut, erscheint mir inzwischen ziemlich belanglos und unwirksam.

    • @Katharina Reichenhall:

      @Katharina Reichenhall



      Gut wenn Sie sich die Fragen stellen, wir sind ja alle hier um voneinander zu profitieren.

    • @Katharina Reichenhall:

      Der Westen hat bereits mit dem Luftkrieg in Jugoslawien 1999 den Präzedenzfall zum ignorieren des Völkerrechts durch "humanitäre Intervention" geschaffen. Alles was folgt hat man sich nun selbst zuzuschreiben.

    • @Katharina Reichenhall:

      Berechenbarkeit schafft Vertrauen, um es bewusst amoralisch zu formulieren.



      Die USA hattte immer wieder Jingoismus, doch zog Stärke aus einer gewissen Berechenbarkeit und wohlwollender Hegemonie. Wenn das für mindestens drei Jahre vorbei ist, kann Europa zusammenrücken, und auch dafür braucht es Berechenbarkeit und Vertrauen. Deutschland reduzierte seinen Wert dort leider durch Griechenlandbashing für deutsche Banken.

    • @Katharina Reichenhall:

      Ja, ist klar. Wir schleimen lieber herum und drücken uns vor klarer Stellungnahme und nennen das dann "Diplomatie". Was kümmert uns da Glaubwürdigkeit? Es lohnt sich auch gar nicht, dem Völkerrecht wieder zu mehr Bedeutung und Beachtung zu verhelfen. Das als Fatalismus zu bezeichnen wäre zu milde, besser ist der Begriff: Verantwortungslosigkeit.

    • @Katharina Reichenhall:

      Das verstehe ich auch nicht, was interessiert es uns ob irgendein Diktator in Afrika oder im Nahen Osten uns Doppelmoral vorwirft? Gerade diese Länder verbitten sich jede Kritik an ihrem Missachten des Völkerrechts.



      Was macht die UN denn schon? Es ist immer eine Vetomacht in irgendeiner Art und Weise an den Konflikten beteiligt, dann bringt dieses Politgremium auch niemandem etwas.

  • Zwar handelt es sich nicht um einen Angriffskrieg, eher um eine kurzfristige Kommandoaktion, aber der Verstoß gegen das Völkerrecht ist evident.



    Selbst wenn einem das Ergebnis gefällt, steht die Wahl der Mittel in einem demokratischen Rechtsstaat nicht zur unbeschränkten Disposition der Exekutive. Sonst hätte Z.B. ein Wolfgang Daschner hier gar nicht erst angeklagt werden dürfen.

    Wir müssen mit diesem Preis der politisch-soziologischen Errungenschaft leben, oder es geht zurück in finstere Zeiten, wenn wir diesen Weg nicht schon beschreiten...

    Insofern ist ein klares Statement des Bundeskanzlers inzwischen überfällig.

  • Venezuela – Trump:



    Seit Beginn des militärischen Einsatzes in Venezuela und der Verhaftung von Präsident Maduro wird die Einhaltung des Völkerrechts plötzlich wiederentdeckt.



    Von der EU bis hin zu Russland und China – alle sind sich einig.



    Alle fordern – wie jedes Mal – dringende Sitzungen der UN, appellieren zur Deeskalation und diskutieren über die rechtliche Grundlage.



    Wie oft wurde das schon seit dem Gazakrieg diskutiert – und was ist passiert? Gar nichts.



    Niemanden schert diese sogenannte „völkerrechtsbasierte Weltordnung“. Man könnte die Beschlüsse einrahmen und in Völkerkundemuseen ausstellen.



    Die immer gleichbleibenden Appelle von Politik und Medien zermürben einen.



    Wir müssen akzeptieren, dass es nun einmal so ist: Die Stärkeren greifen die Schwächeren an, um ihren Profit, ihre Bodenschätze, Land oder was auch immer darunter fällt, zu erweitern.



    Ganz ähnlich wie im Mittelalter, als aus Fürstentümern durch Eroberungen immer größere Imperien und später Staaten entstanden.



    Statt sich ständig zu empören, sollte man künftig nüchtern analysieren, vorausplanen und handeln – das wäre vermutlich sinnvoller.

    • @Okay:

      Nein. Wir müssen keineswegs akzeptieren "dass es nun mal so ist". Wozu gab es die Aufklärung? Wozu gibt es zivilisierte Völker, Gesellschaften in der ganzen Welt, die in ihren Grundrechten, ihren Lebensgrundlagen geanu diese Art des Fortschritts festgeschrieben haben, auch wir. Das jetzt mit einem Schulterzucken einfach aufzugeben ist unverantwortlich, feige, dumm. Wir alle sollten uns MASSIV unsere Politiker*innen vorknöpfen, die pflaumenweiche Unterwürfigkeit demonstrieren und kein Rückgrad kennen. Machen wir denen klar, dass anständige, zivilisierte Menschen kein Recht des Stärkeren akzeptieren wollen und endlich klare Worte und Taten !!! verlangen.. Was passiert denn wenn der Pistolero aus den USA nun Grönland, Island, Nigeria oder gar Kanada genauso überfällt wie Venezuela? Schreien wir nur dann auf, wenn Xi sich Taiwan einverleibt und Putin die Ukraine? Was ist das denn für eine verlogene Doppelmoral?

      • @Perkele:

        Die Regierenden, die jetzt keinen massiven Widerspruch gegen Trumps militärisches Vorgehen gegen Venezuela verlauten lassen, machen sich zum Verbünden von Rechtsbrechern und stellen somit unseren ganzen, auf demokratischen Werten basierenden Rechtsstaat in Frage.

      • @Perkele:

        Um nicht zu akzeptieren, dass es nun mal so ist, ist die Komfortzone noch viel zu komfortabel.



        Für eine realistische wirkungsvolle Nichtakzeptanz fehlt mir leider das Vorstellungsvermögen. Meine Art der Nichtakzeptanz - absolut gewaltlos - nehmen "die" gar nicht wahr. Würde sie von der Mehrheit praktiziert, kämen "die" wahrscheinlich ins Grübeln.

  • Mal sehen, wer als nächstes dran ist: bei der derzeitig nötigen Menge zur Deckung des Drogenbedarfs in den VS bleibt da wohl kaum ein Staat in LA verschont: Mexiko (Nachschub und auch Produktion), ganz Mittelamerika, tja und die meisten Länder in Südamerika wohl auch, außer Argentinien, das wohl wetterbedingt, weniger wegen Milei, mehr verbraucht als produziert. Mal ganz davon abgesehen, dass sie dann in Europa wohl auch eher definitiv zum Luxusgut werden könnten: harte Zeiten

  • Das Völkerrecht hat die USA doch schon immer ignoriert, wenn es denn nicht zufällig gerade mal passt. Leider ist die Hoffnung nicht begründet, dass das unter Trump 2 besser wird. Das betrifft auch viele andere Staaten. Und in bestimmten Fragen auch die EU, die aufgrund der eigenen Schwächen sowieso leicht erpressbar ist.

  • "komplexe Lage" als Wording der Unsicherheit und Unentschlossenheit oder der Versuch, zu prokrastinieren, weil die eigentliche Beurteilung feststeht? Welche Vorteile entstehen für Deutschland und Europa, wenn sie nicht das einfordern, was ihnen ihre wertebasierte und rechtskonform geleitete Agenda zur Mitgestaltung im internationalen Völkerrecht eigentlich gebietet? Füße still halten, das ist hier Opportunismus an falscher Stelle, denn Trump respektiert wie Putin nur Entschlossenheit und Stärke.



    Das Recht des Stärkeren allerdings ist hier die Missachtung der Souveränität von Staaten. Wen trifft der Bannstrahl als nächstes? Vielleicht sollten sich mehr Menschen Sorgen machen seit diesem Angriff auf Venezuela. Im Iran, in Mexiko aber auch in Taiwan.



    Unter diesen Bedingungen kann man die FIFA-WM nur noch ignorieren und boykottieren.



    Katar als Blaupause für Grenzen?



    "Für gewöhnlich kämpft Tromsø IL aus Norwegens hohem Norden vor allem mit schneebedecktem Rasen und gefrorenen Trainingsanlagen. Doch nun hat der Klub aus der Stadt nördlich des Polarkreises einen ganz besonders mächtigen Gegner herausgefordert: die FIFA. In einer Pressemitteilung rief der Klub zum Boykott..."



    11freunde.de

  • Solange wir von den USA abhängig sind, muss man sich eine offene Konfrontation gut überlegen.



    Und abhängig ist Deutschland (und Frankreich, England etc.) im Moment: zB. Wenn man weiter militärische Unterstützung für die Ukraine organisieren möchte, geht ohne die USA sehr wenig.



    Auch wirtschaftlich ist man eng mit den USA verzahnt (sehr grosses Exportvolumen, was unter möglichen hogen Zöllen leidern würde).

  • Mich würde die Meinung von Guayana, dem Nachbarland von Venezuela, zu dem allen interessieren...

    • @Peter Schütt:

      Da gab es ja jene deutlichen Grenzstreitigkeiten.

  • Beim Eingriff Putins auf die Ukraine werden die unmittelbaren Interessen Deutschland und Europas berührt - das ist beim Angriff Trumps auf Venezuela nicht der Fall. Und wenn China demnächst Taiwan angreift, dann ist das halt auch wieder "komplex", da es allenfalls wirtschaftliche Interessen Europas berührt, aber keine unmittelbare Gefahr darstellt. So einfach ist das alles.

    • @Il_Leopardo:

      Taiwan heißt: VR China kann in den Pazifik + die Mikrochips sind weit weg unter Xis Kontrolle. Und ich halte es für legitim, demokratische Lebensführung dort an sich wie für uns als auch so erstrebenswert zu sehen. Völkerrecht auch.

      Venezuela wäre u.a. ein alternativer Anbieter von Fossilenergie. Das ist schon relevant. Am besten beschleunigen wir den Ausstieg daraus noch weiter, bei Verkehr, Heizung und Industrie. Sonst sind wir immer abhängig, und meist von Ländern, die nicht Norwegen oder UK sind.



      Politisch zumindest ein Kerneuropakuscheln hilft auch noch. Generalstände Europas, legt los!

      • @Janix:

        Sorry - das ist nicht etwa meine Auffassung - vielmehr gebe ich die Realität wieder. Selbstverständlich wäre es wünschenswert, wenn Taiwan seine Demokratie beibehalten könnte. Ich fürchte aber, dass das China nicht besonders interessiert und nach der Intervention Trumps in Venezuela wird möglicherweise demnächst Xi Jinping entsprechend handeln.

  • Warum wir hier das Bild eines Protest in Istanbul gezeigt? Wie wäre es mit einem Bild der jubelnden 7.9 Millionen Flüchtlinge aus Venezuela, deren Schicksaal der ehrenwerte Herr Maduro größtenteils zu verantworten hat.

    • @Nachtsonne:

      Es geht um Recht.



      Wie der Artikel ausführlich darlegt.

      Wir mögen alle nicht, wenn jemand Wahlbetrug begeht etc.



      Das hat, wie oben nachzulesen, nur null Legitimation fürs Durchdrehen à la jetzt. Und die Millionen sollten auch besser nicht aufs falsche Pferd mit oranger Mähne setzen.

  • Sonst zögert er nicht mit flotten Sprüchen, will angeblich in Europa Führung zeigen und die EU zur Weltmacht machen. Doch wenn es darauf ankäme, wird er kleinlaut. Na ja, das kennt man inzwischen von ihm.

  • Wahrscheinlich hatte der Student Friedrich M. während den Vorlesungen zum Völkerrecht gerade Flugstunden.

    • @HRMe:

      Kann sich hier Anleihen nehmen bei der Humboldt-Universität:



      "Viele sehen das Völkerrecht wegen seiner Missachtung in der Krise. Die Völkerrechtsexpertin Kalika Mehta erklärt, wie ein kritischer Ansatz die Menschenrechte stärken kann."



      Vielleicht gibt's im Berater*innenstab auch Expert*innen mit Vorbildung.



      Wie lässt sich dieses Werkzeug weiterentwickeln?



      Zivilgesellschaft, Aktivist*innen und Wissenschaft müssen das Völkerrecht weiter nutzen, um autoritäre Praktiken herauszufordern und zugleich ehrlich über seine Grenzen sprechen. Ich glaube an mehr zivilgesellschaftliche Beteiligung, nicht nur in der politischen Arbeit, sondern auch in der Gestaltung des Völkerrechts selbst. Sie kann eine Brücke schlagen zwischen den am stärksten Betroffenen, den Marginalisierten und den Machtzentren. Doch auch die Zivilgesellschaft steht nicht außerhalb der Systeme, die wir kritisieren, und hat ihre eigenen Probleme. Dennoch kann sie dazu beitragen, das Völkerrecht weniger staatenzentriert, partizipativer und inklusiver zu machen."



      Kalika Mehta ist Postdok­torandin am Centre for Re­flexive Globalisation and the Law: Colonial Legacies and their Implications in the Twenty-first Century



      amnesty.de

  • Ich weiß, daß das jetzt vielleicht Whataboutism ist, aber hat sich irgendjemand mal Gedanken darüber gemacht, was die letzten 10 Jahre mit den Völkerrecht IN Venezuela war???

    www.amnesty.de/akt...g-benoetigt-schutz

  • Merz erkennt das (Völker)recht eh nur dann an, wenn es ihm in den Kram passt. Die Ankündigung, den per Haftbefehl gesuchten mutmaßlichen Verbrecher Netanjahu trotz internationaler Verpflichtung bei einem Besuch in Deutschland nicht festnehmen zu wollen, ist ein Beispiel, die Duldung rechtswidriger Grenzkontrollen auf Anordnung seines Innenministers Dobrindt ein anderes. Wäre ich Jurist, würde ich mich schämen, den Herrn zu meiner „Zunft“ zählen zu müssen, als Staatsbürger schäme ich mich für diesen Bundeskanzler.

    • @Flix:

      Nicht nur schämen, sondern auch fürchten muss man diesen Mann. Er macht wilde Versprechungen (keine Zusammenarbeit mit der AgD, Strompreissenkung für alle, Durchsetzung von Recht und Gesetz und dann lässt er Dobrindt auf die Gesetze pfeifen und seinen Landwirtschaftsminister gesetzliche Vorschriften ( MWSt in der Agrarwirtschaft) ignorieren.