US-Soziologin über Occupy-Bewegung
"Niemand will Arbeiterklasse sein"
Die neue Protestbewegung ist ein Mittelschichtphänomen. Noch. Die US-Soziologin Frances Fox Piven über echte Armut, alte und neue Feindbilder und innovative Strategien des Protests.von Dorothea Hahn
Leserkommentare
01.11.2011 10:08 Uhr
von Immigrant:
Liebe taz,
mein lieber Gott, die taz erklärt der Welt die Gesellschaft und teilt sie ein in Unterschicht, Mittelschicht und Führungsschicht.
Das ist das Weltbild der taz - eine Dreigliederung der Gesellschaft. Natürlich kann man Gesellschaften immer unnd überall so einteilen. Ganz gleich wo immer entdeckt sie diese Drei-Gliederung von China bis zu den Eskimos.
Ich fasse es nicht !
Die US-Gesellschaft wird wohl noch etwas komplexer sein. Machen Sie weiter so wie es sich für eine rot-grüne BILD-ZEITUNG gehört.
31.10.2011 14:00 Uhr
von Arbeiter klasse:
Der wahre Antiklassenkämpfer kennt das Modell von 1984/Orwell(?): Die Mittelklasse benutzt die Unterklasse um selber zur Oberklasse zu werden.
Sieht man oft genug und ständig.
Vor 10 Jahren wurde man (weil man es am Arbeitsmarkt am eigenen Leib spürte) für "Übervölkerung" noch ausgeschimpft.
- Spanien: Jugendarbeitslosigkeit
- Libyen, Tunesien, Ägypten: Jugend-Übervölkerung
- USA: hunderttausend $ Studienkosten und kein Job.
- Deutschland: Diplom und Job als Taxifahrer oder überqualifiziert sonstwo. Jahrelang nicht in die Sozialkassen eingezahlt und keine Rentenansprüche. Zwangs-Freiberufler ohne Spar-Möglichkeit.
- Australien TV-Bericht: "Die studieren irgendwas geisteswissenschaftliches und landen dann ungelernt im Handwerk was sie nicht können.". Daher ist meine Dienstleistung (Handwerker wie in Deutschland ausbilden und vermieten) so gefragt.
- ...
Und basis-demokratien fordern populistisch gerne populistisch Todesstrafen für wen man aktuell nicht leiden kann: Autobah-Raser, Boni-Banker, Killer-Spieler usw.
Auch gibt es Dinge wo nur eine Norm existiert, aber auch viele, wo es mehr als eine geben kann. Auch davon sehe ich nichts dort.
Leider hat die FSF keine konstruktiven Demokratiesierungsprojekte . Als Programmierer findet man danach keinen Job mehr und die meisten sind nach gelöschten Projekten eh zwangs-freiberufler und können in den Festanstellungs-Markt nicht mehr zurück was der Spiegel oder sonstwer in 10 Jahren dann "aufdecken" wird. Also muss es anders organisiert sein. Aber ständig jammern das man keine Programmierer findet...
31.10.2011 13:09 Uhr
von Bernd Goldammer:
Man kann körperliche, interessante oder stupide Arbeit verrichten. Auch geistig und kreative Arbeit ist lohnabhängig. Wichtig ist die Abhängigkeit von Produktions- und Verbreitungsmitteln und die Lohnhöhe. Zusammen genommen gewährt sie Lebensqualität oder eben nicht! DDR-Staatsbürgerkunde Klasse Acht liefert die Theorie, das schlechtbezahlte Arbeitserleben von millionen Menschen bringt die Lebenserfahrung im neoliberalen Zeitalter hinzu. Das wird auch die TAZ auf Dauer nicht auseinander schälen können.