Mit Raketen beschossen: Bagram, einer der größten US-amerikanischen Stützpunkte in Afghanistan. Ein Schrapnell beschädigte auch das Flugzeug von US-Kommandeur Dempsey.

Die US-Streitkräfte sind seit 2001 in Afghanistan stationiert. Bild: reuters
KABUL dpa | Aufständische haben auf der schwer gesicherten US-Basis Bagram in Afghanistan das Flugzeug von US-Generalstabschef Martin Dempsey beschossen und beschädigt. Dempsey sei bei dem Angriff in der Nacht zu Dienstag in seinem Zimmer gewesen und nicht zu Schaden gekommen, sagte ein Sprecher der Nato-geführten Schutztruppe Isaf. Zwei Besatzungsmitglieder hätten „sehr leichte Verletzungen“ erlitten. Zwei Raketen seien auf das Flugfeld abgefeuert worden.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Die Isaf teilte mit, Dempseys Flugzeug sei von einem Schrapnell getroffen worden. Außerdem sei ein Isaf-Hubschrauber beschädigt worden. Dempsey habe Afghanistan inzwischen mit einem Ersatzflugzeug verlassen. Der Isaf-Sprecher sagte, zu keinem Zeitpunkt habe eine „direkte Bedrohung“ für den US-Generalstabschef bestanden.
Die Taliban beschießen Isaf-Basen immer wieder mit Raketen. Die ungelenkten Geschosse richten in der Regel aber keine größeren Schäden an, wenn sie überhaupt treffen. Bagram ist einer der größten amerikanischen Stützpunkte in Afghanistan. Auf der Basis nördlich der Hauptstadt Kabul sind mehrere Tausend Soldaten stationiert.
Nach zahlreichen Angriffen von Afghanen in Uniform auf ausländische Soldaten war Dempsey am Montag nach Kabul gereist. Er war dort unter anderem mit Isaf-Kommandeur John Allen und dem afghanischen Armeechef Mohammad Scher Karimi zusammengekommen. Anschließend hatte er US-Soldaten in Bagram besucht.
Insgesamt starben in den vergangenen zwei Wochen zehn US-Soldaten bei Angriffen von Afghanen in Polizei- oder Armeeuniformen. Seit Jahresbeginn verlor die Isaf bei 32 solchen Attentaten 40 Soldaten. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 21 Angriffe mit 35 Toten.
Die Taliban äußerten sich zunächst nicht zu dem Beschuss von Dempseys Flugzeug. In Afghanistan wurde am Dienstag der dritte Tag des Festes Eid al-Fitr zum Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert. Das öffentliche Leben stand daher weitgehend still.
Ein Chirurg soll Patienten Organe transplantiert haben, obwohl diese gar nicht so lebensgefährlich erkrankt waren. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig erhebt Anklage. von Heike Haarhoff

Ein Pferd beim Plantschen, jede Menge Mangos und Herr Müller-Lüdenscheidts Alptraum. Unsere Bilder der Woche.

Körperfülle, Farben, Bärte oder Buchstaben. Gehörlose haben eindeutige Bezeichungen für Politiker.

Die Demonstranten in Istanbul sind hartnäckig. Trotz harter Polizeieinsätze verharren sie auf dem Taksim-Platz.

Demonstranten auf dem Taksim-Platz, Wasser auf dem Autobahnkreuz, Nadeln auf dem Tiger. Unsere Bilder der Woche.


Für alle, die mitreden wollen
Der lange Abschied vom Wachstum, Kriminalität ohne Grenzen, der Kampf um die richtige Landwirtschaft, Sozialpolitik gegen den sozialen Fortschritt, die überfällige Reform der UN: Der neue Atlas der Globalisierung von Le Monde diplomatique veranschaulicht auf 176 Seiten und in über 150 neuen Karten und Infografiken in welchem Tempo die Globalisierung voranschreitet und die Welt verändert.