Über die taz Panter Stiftung

Kämpfen für die Pressefreiheit

So positiv die Bilanz für die Stiftung auch sein mag, so negativ ist sie bezüglich der Presse- und Meinungsfreiheit.

Osteuropa, Asien, Afrika: Das internationale Engagement der taz Panter Stiftung umspannt mittlerweile fast den gesamten Erdball Diagram: Infotext

von Barbara Oertel

Die taz Panter Stiftung wäre nicht die taz Panter Stiftung, würde sie nicht fortwährend Neuland betreten sowie anfangs schier unmöglich erscheinende Projekte angehen und schließlich auch umsetzen. Was mit Workshops ganz unterschiedlicher Couleur (Trainings für Nachwuchsjournalist*innen und Aktivist*innen von Nichtregierungsorganisationen) als rein deutsche Veranstaltung begann, hat sich mittlerweile zu einem Potpourri von Angeboten entwickelt, das den gesamten Erdball umspannt.

Den Aufschlag für das internationale Engagement der Stiftung machten 2011 sieben junge Journalist*innen aus Weißrussland. Weitere Seminare mit Teilnehmer*innen aus bis zu elf Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion folgten genauso wie Workshops mit Medienmachern aus Kuba, Asien und Afrika. Seit vier Jahren bietet die Stiftung im Rahmen ihres Programms „Refugium“ einzelnen Journalisten, die in ihren Heimatländern an Leib und Leben bedroht sind, die Möglichkeit für eine Auszeit. Vor dem Hintergrund wachsender autokratischer Tendenzen in der Türkei, die viele Journalisten, so sie nicht gleich im Gefängnis landeten, ins Exil zwangen, rief die Stiftung 2017 die taz gazete ins Leben. Das zweisprachige Portal (türkisch und deutsch) dokumentiert aktuelle Entwicklungen in der Türkei und gibt denjenigen regimekritischen Autoren wieder eine Stimme, denen die Ausübung ihres Berufes derzeit verwehrt ist.

Damit ein Dialog entsteht

Unangefochten die Führung behaupten nach wie vor die Osteuropa-Workshops. Eine Region die so nah ist, vielen jedoch immer noch so fern ist. Über 200 Teilnehmer aus der Region, von denen ein Großteil sowohl untereinander als auch mit der taz vernetzt ist, haben bisher von den Angeboten der Stiftung profitiert. Der Ansatz, bei jedem Workshop Teilnehmer*innen aus verschiedenen, teils verfeindeten Ländern zusammen zu bringen und damit einen Dialog sowie gegenseitiges Verständnis füreinander zu fördern, hat sich als Erfolgsmodell erwiesen.

Wie nachhaltig das Engagement der Stiftung ist, zeigt auch der Umstand, dass vier unserer Alumnis beim diesjährigen taz lab zum Thema Europa im April in Berlin aus erster Hand über ihre Erfahrungen berichten werden. All dies wäre ohne die Mithilfe, vieler Unterstützer*innen in dieser Form nicht möglich gewesen. Dafür gilt ihnen allen unser herzlicher Dank. So positiv die Bilanz für die Stiftung auch sein mag, so negativ ist sie bezüglich der Presse- und Meinungsfreiheit. Diese steht – und das nicht nur in Osteuropa – unter wachsendem Druck und muss jeden Tag aufs neue erkämpft und verteidigt werden. Aus diesem Grund müssen wir am Ball bleiben und dürfen in unserem Engagement nicht nachlassen. Dabei setzen wir auch auf Sie!