Überziehungskredite sind zu teuer
Aigner schimpft über hohe Dispozinsen
Eine Studie wirft den Banken Abzocke bei den Dispozinsen vor. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner lehnt gesetzliche Zinsobergrenzen ab – mit einem obskuren Argument.von Malte Kreutzfeldt
Leserkommentare
23.07.2012 07:29 Uhr
von LObbyist:
Mit der Lobby im Nacken: "Schimpfen's , Fr. Aigner,"und dann pochen Sie auf freiwillige Selbstverpflichtung -das klappte ja schon bei den Banken toll - so kommen wir schon zusammen."
Die Aigner-Show - Applaus, applaus.
20.07.2012 18:40 Uhr
von Celsus:
Das ist Schimpfen um mal wieder gewählt zu werden. Änderungswille besteht da in keiner Weise. Wer weiß, ob einige Politiker_innen dann sonderbarer Weise Beraterverträge nach so Äußerungen angeboten bekommen und dann für immer über derartige Themen schweigen.
Die Rechenschaftspflicht von Bundestagsabgeordneten sollte sich einmal auf den Zeitaufwand erstrecken, den sie für bestimmte Verdienste haben. Sicherlich kämen wir dann zu erschreckenden Erkenntnissen.
20.07.2012 12:18 Uhr
von antares56:
Gesetze zur Regulierung von Banken bzw Bankenwucher - nicht mit dieser Regierung, mit der SPD aber eher auch nicht!
20.07.2012 11:52 Uhr
von Kunde:
Die gennanten Zahlen (sechs und 15 Prozent) sind interessant, ich bin bei der KSK Köln und habe 18,25...
20.07.2012 11:42 Uhr
von aurorua:
Ilse Aigner lehnt gesetzliche Zinsobergrenzen ab, weil die Banken das Sagen haben.
20.07.2012 11:35 Uhr
von Halunke:
Eh nur wieder heisse Luft...:)Nicht reden Frau Aigner,handeln..:)
20.07.2012 11:07 Uhr
von heinzl:
Nicht die Dispozinsen sind ein Skandal, sondern das Desinteresse mit dem das Thema Geld und Verschuldung in breiten Teilen der Bevölkerung behandelt wird. Das fängt schon in den Schulen an, neben Deutsch und Mathematik sollte Geldwirtschaft ein Pflichtfach sein. Die wenigsten Menschen können die Verzinsung richtig berechnen. es fehlt sogar an der Vorstellung, was ein Zinssatz genau bedeutet und welche Folgen der Zinseszins hat.
Kaufen auf Kredit, Konto überziehen, Handyschulden - alles kein Problem! Zur Not erklärt man halt die Privatinsolvenz, aber es soll bloß keiner mit Eigenverantwortung, Verzicht und Maßhalten kommen.
20.07.2012 11:00 Uhr
von Fred Kirchheimer:
Wer einen Blick auf die dt. Bankenlandschaft wirft, wird schnell feststellen, daß es eine sehr eng geknüpftes Netz von Banken gibt die eigentlich dem Steuerzahler gehören: Spakassen und viele Volksbanken gehören Kommunen/Städten.
Und nun stellt sich die Frage, warum volkseigene Banken nicht ihre Gebühren und Zinsen auf die untere Kante dessen senken, was branchenüblich ist?
Ich sehe es bei der Sparkasse meiner Stadt, die dann eben das Geld für Sponsoring ausgibt, üblicherweise an Vereine und Organisationen, die auch schon von der Stadt und vielleicht auch von den Stadtwerken Geld erhalten. Die Sparkasse dient als politisches Instrumentarium. Es ist ein Machtinstrument und die Mehrheit der Bürger hat, wie immer, das Nachsehen.
Und wie immer sehen Politik, vor allem deren Vertreter die vor jeder Kamera stehen bleiben, über diese Fakten ganz locker hinweg. Tja, das ist auch deshalb möglich, weil viele Medienleute nicht die Traute haben, klare Fragen zu stellen.
Die Politik hat sehrwohl die Möglichkeit, das Zinsniveau zu senken.
So wie die Politik selbstverständlich auch die Möglichkeit hat, einen niedrigeren Benzinpreis zu ermöglichen. Die Preistreiber hocken im Kabinett!