• 17.07.2012

Unterstützung für Syriens Revolution

Die Zukunft im Blick

Von Berlin und Beirut aus organisiert „Adopt a Revolution“ den Aufbau Syriens. Für die Zeit nach dem Sturz Assads. Junge Syrer werden dafür gezielt ausgebildet.von Seif Al-Shishakli

  • 17.07.2012 23:29 Uhr

    von hbpbuz:

    Herr Seif Al-Shishakli ist der Ersatzjournalist für die anderen Journalisten der TAZ, die durch ihre Artikel ihr wahres Gesicht, nämlich Pressestelle der Terroristen in Syrien zu sein, gezeigt haben.
    Am Anfang des Artikels wird die Notwendigkeit gesehen, zu betonen, dass das Büro in einem CHRISTLICHEN Viertel Beiruts liegt, um den Eindruck zu erwecken, dass es auch Christliche Oppositionelle gibt bzw. die Oppositionelle christenfreundlich sind. Es drängt sich jedoch die Frage auf, ob die CHRISTLICHE Minderheit in Syrien die Terroristen (neuerdings Aktivisten oder besser Oppositionelle)unterstützen oder gar irgendwie an Demonstrationen teilnehmen. Dieser Frage hätte der "Journalist" nachgehen müssen und nicht, eine verdeckte Werbung für den angeblich friedlichen Verein. Der Artikel soll in erster Linie dazu dienen, Menschen zum Spenden aufzurufen.

    Warum distanzieren sich dann die Aktivisten nicht von Massakern, die die Terroristentruppe FSA verübt?
    Einfordern von Demokratie und Freiheit kann niemals dazu berechtigen, zu Waffen zu greifen und ethnische Minderheiten zu vernichten, wie dies von FSA versucht wird.

    Auffallend bei TAZ ist zunächst einmal, dass die in letzter Zeit veröffentlichten Artikel bzgl. Syrien überwiegend ohne Angabe von Journalistennamen veröffentlicht werden. Es sind meines Erachtens auch einige "angebliche" Journalisten in ihre Bunkern zurückgezogen worden, weil die Unternehmung bezüglich Beschuldigung von Assad doch nicht den erhofften Erfolg herbeigeführt hat.
    Nun versucht man, die Unternehmung umzustrukturieren, sowie dies bei diesem Artikel geschehen ist.
    Wenn ich die Verhältnisse in Syrien nicht kennen würde, würde ich diesem Artikel bis zum letzten Punkt glauben. Es entspricht aber weitgehend nicht der Wahrheit.
    Hören Sie doch endlich auf, sich als Handlanger der Terroristen zu betätigen.
    Derzeit gibt es in Syrien keine Alternative zu Assad, auch wenn er nicht der demokratischste Präsident ist, so ist er doch der modernste Herrscher in der Region und im Vergleich zu dem Terroristenhelfer, Saudis viel besser.

    Nennen Sie doch endlich die eigentliche Interesse, die gerade diesen Konflikt in Syrien entstehen ließen. Der Angriff auf Syrien gilt dem Iran. Der Iran soll geschwächt werden. Ob das syrische Volk Demokratie und Freiheit erhält, geht den USA, Saudis und dengleichen am Arsch vorbei.
    So wie es im Irak getan wurde, wird ein Land in Chaos versenkt, um die Ölfelder (wirtschaftliches Interesse) oder geopolitisches Interesse (Ermöglichung eines Angriffskrieges gegen Iran) zu wahren.
    Im Irak nannte man als Deckmantel die Massenvernichtungswaffen, die der Weltöffentlichkeit später präsentiert wurden, im Syrien hingegen soll die Unterdrückung des Volkes als Deckmantel dienen. Wir müssen bald auch Weißrussland, Saudi Arabien, Katar, eventuell auch China, Indien, Pakistan usw. überfallen, weil sie nicht so leben, wie wir ihnen vorschreiben.
    Und zum Schluss feiern wir die Märchenrechte (üblicherweise als Menschenrechte bezeichnet), die wir gegen die Menschen, ihre wahren Inhaber, verteidigt haben. Wie erwähnt müssen wir davor paar Millionen Menschen ermorden.

    Es leben diese Märchenrechte und deren Hüter.

    Ant-iPod:
    Ganz bestimmt sind die Muslimbrüder und al Qaida-Mitglieder überzeugte Demokraten, wie ihre Finanzierer, die Regierungen von Saudi Arabien, Katar, USA usw. Das sind ja alle Regierungen, die demokratisch gewählt sind, insbesondere Saudis und Kataraner.

  • 17.07.2012 14:22 Uhr

    von Hauke Laging:

    "die Zeit nach der Stunde null"

    Die ist in der Tat ein Riesenproblem. Und das schon lange vor dieser Stunde. Warum? Weil die Erwartung, was in dieser Stunde passiert, immensen Einfluss darauf hat, wie die Gruppen von Akteuren sich verhalten. Würden die Alewiten Assad und seine Superverbrecher weiter stützen, wenn sie davon ausgingen, nach seinem Sturz dieselben Rechte zu haben wie alle anderen Syrer auch? Wie würden sich diejenigen verhalten, die jetzt Angst vor dem Erstarken islamischer Radikaler haben?

    Vorbereitungen auf persönlicher Ebene, wie im Artikel geschildert, sind zweifellos hilfreich, aber ebenso zweifellos unzureichend. Was die Welt meines Erachtens dringend braucht, ist eine Art Fahrplan für Länder mit so einer Stunde null, damit sich Desaster wie in Afghanistan und Probleme wie in Ägypten nicht wiederholen.

    Mein Vorschlag dazu: Durch die Erarbeitung eines konsensfähigen Leitfadens für die Organisation staatlicher Umbrüche sollen Revolutionen erfolgreicher und damit auch wahrscheinlicher werden.

    Die Langversion gibt es hier:
    http://www.hauke-laging.de/ideen/revolutionsleitfaden/

  • 17.07.2012 13:48 Uhr

    von Reinaldo:

    Es wird schwer werden der syrischen Gesellschaft, die noch weit mehr in einem religiösen Dogmendenken verwurzelt ist als wir hier heutzutage, denen demokratische Strukturen und ein gemeinsames Volksempfinden völlig fremd sind, in einer solchen Gesellschaft die notwendige Toleranz zu erzeugen um einem wirklich demokratischen Neuanfang eine echte Chance zu geben.

  • 17.07.2012 13:00 Uhr

    von Opa Rodenwald:

    Organisiert den Aufbau Syriens?

    Zur Zeit organisiert die Opposition (zumindest die radikale) den Abriß und die Zerstörung Syriens und wird dafür von solch dubiosen und menschenverachtenden Regimen wie Saudi-Arabien, Katar und USA unterstützt.

  • 17.07.2012 12:30 Uhr

    von Ant-iPod:

    Ich finde es gut, dass es eben auch diese Art der Aktivisten gibt - Menschen die sich zivil organisieren und für ein neues, besseres Syrien arbeiten.
    Die Tatsache, dass diese Menschen eben keine Partei gegründet und sich am 07.05. nicht zur Wahl gestellt haben, sagt eine Menge über die Zustände in Syrien aus.

    Schade finde ich es, wenn man die Muslimbrüder per se als undemokratisch diffamiert. Dies sind in Syrien nicht mehr dieselben Menschen, die Ende der 70er Jahre bomben haben explodieren lassen.
    In einem neuen und demokratischen Syrien - möge es bald kommen - werden sie eine der vielen Facetten sein und warum auch nicht?

    Eine Gesellschaft braucht Menschen, die sich für sie engagieren.
    Die in diesem Artikel beschriebenen Menschen tun dies gewaltfrei und politisch - was mehr kann man sich wünschen, außer dass das Morden in Syrien bald aufhören möge und die Syrer selbstbestimmt ihr Land wieder aufbauen und ihre Gesellschaft wieder vereinen.

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