• 03.02.2012

Unversehens viel Grün in der Verkehrspolitik

Heimliche Radler-Förderung

Der Senat hat den Etat für den Fahrradverkehr verdoppelt. Die Nachricht ging in der Aufregung des Regierungswechsels unter. Wo das Geld investiert wird, ist unklar.von Gernot Knödler Maren Meyer

  • 06.02.2012 14:21 Uhr

    von Milchmädchen:

    Um 9 Mill Euro kleinteilig umzusetzen bräuchte man 20 Fachleute in den Bezirken, denn das macht sehr, sehr viel Arbeit (Bürokratie). Da die Bezirke keine Leute haben, geht das Geld in sinnlose Grossprojekte wie die Trasse durch den Grossmarkt. Dann kann wenigstens der Bürgermeister mal wieder ein rotes Band durchschneiden.
    Auf den Schlaglochpisten in der Stadt wird davon kaum etwas ankommen.

  • 06.02.2012 09:18 Uhr

    von olaf:

    Solange Autofahrer die Umwelt verpesten, uns Fußgängern, Kindern und Radfahrern den Platz auf den Straßen nehmen und obwohl sie (zuwenig) Steuern zahlen sich rücksichtslos nicht an die Verkehrsregeln halten, bin ich gegen jegliche weiteren Ausgaben von Steuergeldern für Autofahrer.

    Ich fahre auch nur mit dem Fahrrad und empfinde Autofahrern wie Stephan Mirwalt gegenüber nichts als Verachtung.

  • 06.02.2012 00:55 Uhr

    von Paula:

    Solange Fußgänger kein Kennzeichen tragen, sollten alle Gehwege zugunsten von breiteren Straßen beseitigt werden. Ich fahre nur mit dem Auto und empfinde Fußgängern gegenüber nichts als Verachtung.

    Spaß beiseite:

    Es wird Zeit, dass die lärmenden, stinkenden und extrem subventionierten Blechkisten aus den Städten verschwinden. Sie beanspruchen unerhört viel Platz, der in Städten sehr teuer ist und für die umweltfreundlichen Verkehrsteilnehmer bleiben nur noch Randstreifen. Das muss aufhören. Das Automobil ist ein Auslaufmodell. Der Radverkehr gehört in Städten grundsätzlich auf die Fahrbahn. Radwege sind durch nichts mehr zu rechtfertigen, zu teuer und zu gefährlich.

  • 05.02.2012 18:54 Uhr

    von Runde-Ecke:

    Fahrradetats fallen oft dem Kannibalismus der Verwaltung auf örtlicher Ebene zum Opfer, z.B. wenn es an Geld für die Grundinstandsetzung von Strassen mangelt, die ja sehr sehr teuer ist. Dann schnappt man sich SPD-seitig (Tiefbauabteilung) die Fahrradkohle und lässt die Radler leer ausgehen. Hamburg-Nord ist ein excellentes Beispiel. Als Rechtfertigung dient dann der Verweis auf die Wichtigkeit der Strassenoberflächen für die vielen vielen Pendler, die ja jeden Tag und bla.
    Wer die wirtschaftlich motivierten politischen Beharrungskräfte in der altpreussisch geprägten SPD kennt, weiss, dass sich an den wirklich skandalösen Verwaltungsverbrechen in der Stadt nichts ändern wird, egal welcher Politikverkäufer gerade den Kameras die Stirn bietet und sein Sprüchlein aufsagt.

  • 05.02.2012 18:05 Uhr

    von Michael Rothschuh:

    9 Mio. Euro, das hört sich an als sei das viel; man sollte es aber vergleichen mit dem, was für Straßen ausgegeben wird, die niemand braucht und die nie gebaut werden. Allein im Etat 2011/2012 sind wieder einmal 8,6 Mio. Euro vorgesehen für die so genannte Hafenquerspange, eine Autobahn, die von Moorburg mitten durch Wilhelmsburg nach Stillhorn verlaufen soll. Es soll ein "Planfeststellungsverfahren" geben, obwohl die Straße nicht einmal im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans steht, geschweige denn im Invistitionshaushalt des Bundes. An der Planung sind seit 30 Jahren schon viele Senate gescheitert; dass der Bund nun zahlt und dass die BewohnerInnen der betroffenen Stadtteile diese Planung durchgehen lassen ist nicht zu denken. Es ist schlicht: Geld herauswerfen für Planungsfirmen, die die Aufgabe haben, Papiere zu entwerfen, die wieder einmal im Papierkoprb landen werden. Welch ein hervorragendes Fahrradwegesystem könnte sich die Stadt leisten, wenn sie das Geld dafür ausgäbe!

  • 05.02.2012 15:05 Uhr

    von Stephan Mirwalt:

    Solange Fahrradfahrer kein Kennzeichen führen, keine Steuern zahlen und sich nicht an die Verkehrsregeln halten, bin ich gegen jegliche Ausgabe von Steuergeldern für Radler.

    Ich fahre auch nur mit dem Auto und empfinde Fahrradfahrern gegenüber nichts als Verachtung.

  • 04.02.2012 22:20 Uhr

    von Radeljochen:

    Unter der SPD wird es keine wirkliche Förderung des Radverkehrs geben.
    Aber auch als der Radverkehr in der vorherigen Regierung von den Grünen betreut wurde, ist nichts substantielles passiert. Daran sollte sich Till Steffen immer erinnern. Wo das Geld investiert wird kann Herr Steffen doch ganz leicht mit einer Anfrage klären. Wahrscheinlich wird das Geld wieder in roten Radwegen verbuddelt, die teuer und brandgefährlich sind.

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