Internet-Ausdrucker einmal anders: Ein Verlag verkauft im großen Stil Bücher, die ausschließlich aus Wikipedia-Artikeln bestehen - zu astronomischen Preisen.von Kai Schlieter
IEs ist wirklich grob widerlich, wie sich der Verlag aufführt. Allerdings weist amazon.de/der komische Verlag schon in der Suche darauf hin, nur wikipedia Artikel zu verwenden. Raus damit Amazon, geschädigt ist wohl niemand.
18.07.2012 13:23 Uhr
von Der Ballkönig:
@Hanno: Was hast du für ein Problem? Im Endeffekt ist dies ein Artikel über die Geschäftspraktiken eines windigen Verlagshauses. Es werden schlicht und einfach Fakten und Tatsachen berichtet, unter anderem dass Buchkäufer und Autoren über den Tisch gezogen werden. Natürlich ist es nicht verboten Waren zu überhöhten Preisen zu verkaufen - aber es ist andererseits (noch) nicht verboten, darüber zu berichten. Denn mit diesen Informationen kann der Käufer auf Grund fundierter Kenntnis entscheiden, ob er den Preis bezahlt oder nicht. Aber für euch Neoliberalen gilt ja die absolute Freiheit und Liberalität - solange ihr davon profitiert.
18.07.2012 08:55 Uhr
von Rainer:
Das Problem wäre ganz einfach zu beheben. Nur müsste die WikiMedia Foundation von dem naiv-gutmenschigen Creative-Commons-Sockel herabsteigen und Wikipedia als das begreifen was es ist: Das schützenswerte Ergebnis der geistigen Arbeit zahlloser Autoren.
Damit wäre auch ein großer Beitrag zur Entmüllung des Internet geleistet. Es nervt einfach nur noch, wenn das Ergebnis einer Stichwortsuche zu 80% aus Kopien von Wikipediaeinträgen besteht.
24.06.2012 13:29 Uhr
von Christian Peitz:
Skandalös ist das Vorgehen von VDM nicht nur in Bezug auf die Käufer, sondern auch in Bezug auf die Autoren. Man wird minimal beteiligt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Von den 49 Euro, die mein Buch kostet, bekomme ich ca. 0,75 Euro Beteiligung. Derzeit werden immer so zwei-sechs Bücher pro Jahr verkauft. - Schlimm ist, dass ich den Vertrag mit VDM (damals kurz nach dem Studium) überhaupt unterschrieben habe, vor allem weil er mir als Autor keinerlei Ausstiegsoption bietet. Der Vertrag läuft so lange wie das gesetzliche Urheberrecht, also bis siebzig Jahre nach meinem Tod.
Und VDM bedient sich übrigens noch einer raffinierten Technik: Da wissenschaftliche Publikationen ja bekanntlich von Aktualität leben, wird einfach alle paar Jahre ein neuer Sub-Verlag gegründet, der alte Bücher neu publiziert. - Der neue Sub-Verlag ist noch nicht vom schlechten VDM-Ruf betroffen, und dadurch, dass man keinerlei Hinweise auf "Nachdruck", "Zweitauflage" oder ähnliches gibt, erscheinen alte Bücher mit neuer Jahreszahl und lassen sich als Novitäten tarnen. Käufer müssen so denken, ein brandaktuelles Fachbuch zu erwerben, bekommen aber in Wahrheit eine mehrere Jahre alte Diplom-Arbeit.
Mich würde mal interessieren, ob es Erfahrungen von rechtlichen Auseinandersetzungen seitens geschröpfter Autoren mit dem VDM-Verlag gibt.
07.06.2012 12:59 Uhr
von JanaM.:
"Doktor" Müller operiert nun im Rahmen des von ihm gegründeten AV Akademikerverlags, der den Hochschulnachwuchs und den Bildungsaustausch fördern will. Hochschulabsolventen werden gezielt angeschrieben und bekommen eine kostenfreie Publikation ihrer Abschlussarbeit angeboten. Bedingung: Sie übertragen die exklusiven Druckrechte an den Verlag, der die Arbeit auch online nach Lust und Laune verbreiten darf. Die Umsatzbeteiligung des Autors besteht darin, dass der Autor nach zehn verkauften Druckexemplaren ein eigenes Freiexemplar bekommt. Hat wirklich Geschäftssinn, der Herr Doktor.
24.03.2012 13:40 Uhr
von Thomas:
Was ist da los?
Gestern noch 8 Leserkommentare, danach war die Seite nicht mehr aufrufbar. Jetzt sind alle Kommentare gelöscht?
Ist die TAZ einem "Verleger" auf die Füße getreten und der wehrt sich jetzt?
24.03.2012 13:40 Uhr
von berntie:
Juristisch sehe ich keine Möglichkeit dem beizukommen; da hilft nur Aufklärung der potenziellen Kundschaft.
Eine Sauerei bleibts trotzdem.
24.03.2012 13:40 Uhr
von marius:
Der einzig mögliche Grund, der mir spontan für diese Bücher einfällt: Bücher sind in wissenschaftlichen Arbeiten zitierfähig, Wikipedia-Artikel werden meines Wissens wegen ihrer Änderbarkeit häufig nicht als Quellen akzeptiert.
24.03.2012 13:40 Uhr
von Andreas F.:
Das ist nicht "Print on Demand", hier handelt es sich um "Pirate on Demand". Kann nicht ein rechtskundiger Mitleser mal ein paar schöne Abmahnungen verschicken?
24.03.2012 13:40 Uhr
von Dr. Klaus Graf:
leider wird das angebliche us-blog nicht genannt, gern würden wir wissen, worum es sich handelt:
Es ist schade, dass der Verfasser des Artikels sich genau so undifferenziert verhält, wie der VDM undifferenziert Bücher verlegt.
Es erscheinen im VDM nämlich durchaus auch Bücher von hoher wissenschaftlicher Qualität. Das geht in diesem Beitrag völlig unter und es wird der Anschein erweckt, ALLES was vom VDM käme sei Lug und Betrug. Ist es aber eben nicht.
13.09.2011 19:31 Uhr
von Tibor Hegewisch:
Ehrlich, ich habe neulich von einer Bekannten ein Werk aus dem Grin-Verlag über CDV-Fotografien geschenkt bekommen. Meine Freude hielt keine zwei Minuten, irgendwann tat es mir leid, dass mit die geschätzte Freundin dafür bei amazon 10 Euro gezahlt hatte. Ich habe über das Werk, das unfassbarer Weise angeblich auch noch eine 2 an einer Hamburger Uni bekommen haben soll, vernichtend rezensiert, als Warnung zehn Euro für ein derart schlechtes Werk auszugeben.
29.07.2011 23:33 Uhr
von Seeräuber-Jens:
Ich verstehe Euer Problem nicht!??
Was ist denn dagegen einzuwenden, wenn auch endlich unseren Politikern das Wissen der Online-Enzyklopädie Wikipedia, thematisch gebündelt, ausgedruckt zugänglich gemacht wird???
19.07.2011 08:30 Uhr
von Thomas:
Was ist da los?
Gestern noch 8 Leserkommentare, danach war die Seite nicht mehr aufrufbar. Jetzt sind alle Kommentare gelöscht?
Ist die TAZ einem "Verleger" auf die Füße getreten und der wehrt sich jetzt?
18.07.2011 19:16 Uhr
von berntie:
Juristisch sehe ich keine Möglichkeit dem beizukommen; da hilft nur Aufklärung der potenziellen Kundschaft.
Eine Sauerei bleibts trotzdem.
18.07.2011 19:07 Uhr
von marius:
Der einzig mögliche Grund, der mir spontan für diese Bücher einfällt: Bücher sind in wissenschaftlichen Arbeiten zitierfähig, Wikipedia-Artikel werden meines Wissens wegen ihrer Änderbarkeit häufig nicht als Quellen akzeptiert.
18.07.2011 17:41 Uhr
von Andreas F.:
Das ist nicht "Print on Demand", hier handelt es sich um "Pirate on Demand". Kann nicht ein rechtskundiger Mitleser mal ein paar schöne Abmahnungen verschicken?
18.07.2011 17:36 Uhr
von Dr. Klaus Graf:
leider wird das angebliche us-blog nicht genannt, gern würden wir wissen, worum es sich handelt:
@Hanno: ja, das ist leider so und wohl auch legitim, irgendwelchen Krempel zu überhöhten Preisen zu verkaufen. Bei Software-Büchern hat man das auch häufig, dass die Hälfte des Buchs nur aus ausgedruckter API-Beschreibung besteht. Das Problem ist doch eigentlich, dass man bei Amazon meist nicht die Qualität beurteilen kann, da man nur den Umschlag und die Beschreibung des Verlags sieht. Früher hätte man sich das im Buchladen kurz durchgeblättert und wieder weggestellt. Letztlich macht sich aber Amazon das Geschäft selbst kaputt, wenn sie dagegen nichts unternehmen. Wenn das so weiter geht, kommt vielleicht irgendwann ein Amazon-Konkurrent mit einer besseren Verkaufsplattform.
18.07.2011 14:08 Uhr
von Bachmann:
Wenn man auf Amazon nach Produkten dieses "Verlags" und deren Käufer-Bewertungen sucht, finden sich haufenweise "Bücher" mit Negativ-Bewertungen, denen fast immer eine positive Bewertung hinzugefügt wurde. Letztere stammen offensichtlich von Verlagsseite (Guerilla-Marketing für Anfänger). Hier sind ziemlich offensichtlich als Verleger getarnte Heizdeckenverkäufer unterwegs.
18.07.2011 13:58 Uhr
von Thomas:
Lieber Kai Schlieterer in Berlinen,
ein Blick in Wikipedia hätte gereicht, um aus dem falschen "Saabrückener" das korrekt "Saarbrücker" zu machen.
Ohnehin unterlaufen Ihnen in Ihrem Artikel so manch andere Patzer. Dennoch danke für die gute Info über die sonderbaren Publikationen von VDM!
18.07.2011 13:40 Uhr
von Buchschnecke:
Normalerweise sind es ja die Verlage und der "Börsenverein des Buchhandels" die durch sog. Urheberrechstklagen und Drohungen gegen Internetportale versuchen die Zeit rückwärts laufen zu lassen.
Hoffentlich bekommen die sowas auch mal zu schmecken.
18.07.2011 13:32 Uhr
von Möwe:
Peinlich, peinlich.... Wikipedia lebt davon, ständig aktuelle Informationen zu bieten.In Gedruckter Form geht das freilich verloren. Wer dafür noch Geld ausgibt, der würde wohl auch die Zeitung von letztem Monat kaufen.
18.07.2011 12:28 Uhr
von Wolfgang Messer:
Das ist prinzipiell kein neues Phänomen, dieser Wiki-Nepp mit "Books on Demand", leider auch noch unterstützt von Amazon: http://t.co/2VfnFCP
18.07.2011 12:09 Uhr
von Horst Reiter:
Leute! Das Thema ist uralt. Selbst um an einem lausigen Montag damit aufzumachen ist es zu alt. http://www.derwesten.de/kultur/literatur/Verlage-verkaufen-Kopien-von-Wikipedia-Texten-id3792294.html
18.07.2011 11:20 Uhr
von Dr. No:
Dieser erbärmliche Betrügerhaufen passt in die neoliberale Welt des "mehr scheinen als sein".
Widerlich, ekelhaft.
18.07.2011 11:18 Uhr
von Roland Brühe:
Da gruselt es einem ja, wenn man den Artikel liest. Und das Schlimmste: Bei VDM habe ich meine Diplom- und meine Masterarbeit veröffentlicht. Was soll man machen, wenn man kein Geld für eine "ordentliche" Publikation bei einem bekannteren Verlag hat und gleichzeitig eine zitierfähige Veröffentlichung haben möchte. Da wirkt das für den Autoren kostenfreie Angebot von VDM verlockend, wenngleich die beiden Bücher zu unverhältnismäßig hohen Kosten verkauft werden. Nach dem Lesen des Artikels bezweifle ich allerdings die von mir gewünschte Zitierfähigkeit meiner beiden Bücher, wenn sie in einen Kontext mit derartigen Veröffentlichungen, wie im Artikel beschrieben, gebracht werden können. Da werde ich wohl doch einmal das Kleingedruckte des Autorenvertrages anschauen um zu sehen, wie ich aus dem Vertrag aussteigen kann...
18.07.2011 11:12 Uhr
von Hanno:
Ich versteh ehrlich gesagt nicht genau was daran jetzt skandalös sein soll.
Ein Verlag verkauft zu überhöhten Preisen gedruckte Wikipedia-Artikel. Darf er. War schon immer so, erlaubt die Lizenz. Er könnte auch den Quellcode des Linux-Kernels ausdrucken oder Werke, deren Copyright abgelaufen ist, neu auflegen und den Preis auf 1000 EUR ansetzen.
Dass Menschen Dinge zu überhöhten Preisen verkaufen ist ja wohl nicht verboten, oder? Wird ja niemand gezwungen das zu kaufen.
Leserkommentare
05.09.2012 03:20 Uhr
von mirjam Meyer:
IEs ist wirklich grob widerlich, wie sich der Verlag aufführt. Allerdings weist amazon.de/der komische Verlag schon in der Suche darauf hin, nur wikipedia Artikel zu verwenden. Raus damit Amazon, geschädigt ist wohl niemand.
18.07.2012 13:23 Uhr
von Der Ballkönig:
@Hanno:
Was hast du für ein Problem? Im Endeffekt ist dies ein Artikel über die Geschäftspraktiken eines windigen Verlagshauses. Es werden schlicht und einfach Fakten und Tatsachen berichtet, unter anderem dass Buchkäufer und Autoren über den Tisch gezogen werden. Natürlich ist es nicht verboten Waren zu überhöhten Preisen zu verkaufen - aber es ist andererseits (noch) nicht verboten, darüber zu berichten. Denn mit diesen Informationen kann der Käufer auf Grund fundierter Kenntnis entscheiden, ob er den Preis bezahlt oder nicht. Aber für euch Neoliberalen gilt ja die absolute Freiheit und Liberalität - solange ihr davon profitiert.
18.07.2012 08:55 Uhr
von Rainer:
Das Problem wäre ganz einfach zu beheben. Nur müsste die WikiMedia Foundation von dem naiv-gutmenschigen Creative-Commons-Sockel herabsteigen und Wikipedia als das begreifen was es ist: Das schützenswerte Ergebnis der geistigen Arbeit zahlloser Autoren.
Damit wäre auch ein großer Beitrag zur Entmüllung des Internet geleistet. Es nervt einfach nur noch, wenn das Ergebnis einer Stichwortsuche zu 80% aus Kopien von Wikipediaeinträgen besteht.
24.06.2012 13:29 Uhr
von Christian Peitz:
Skandalös ist das Vorgehen von VDM nicht nur in Bezug auf die Käufer, sondern auch in Bezug auf die Autoren. Man wird minimal beteiligt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Von den 49 Euro, die mein Buch kostet, bekomme ich ca. 0,75 Euro Beteiligung. Derzeit werden immer so zwei-sechs Bücher pro Jahr verkauft. - Schlimm ist, dass ich den Vertrag mit VDM (damals kurz nach dem Studium) überhaupt unterschrieben habe, vor allem weil er mir als Autor keinerlei Ausstiegsoption bietet. Der Vertrag läuft so lange wie das gesetzliche Urheberrecht, also bis siebzig Jahre nach meinem Tod.
Und VDM bedient sich übrigens noch einer raffinierten Technik: Da wissenschaftliche Publikationen ja bekanntlich von Aktualität leben, wird einfach alle paar Jahre ein neuer Sub-Verlag gegründet, der alte Bücher neu publiziert. - Der neue Sub-Verlag ist noch nicht vom schlechten VDM-Ruf betroffen, und dadurch, dass man keinerlei Hinweise auf "Nachdruck", "Zweitauflage" oder ähnliches gibt, erscheinen alte Bücher mit neuer Jahreszahl und lassen sich als Novitäten tarnen. Käufer müssen so denken, ein brandaktuelles Fachbuch zu erwerben, bekommen aber in Wahrheit eine mehrere Jahre alte Diplom-Arbeit.
Mich würde mal interessieren, ob es Erfahrungen von rechtlichen Auseinandersetzungen seitens geschröpfter Autoren mit dem VDM-Verlag gibt.
07.06.2012 12:59 Uhr
von JanaM.:
"Doktor" Müller operiert nun im Rahmen des von ihm gegründeten AV Akademikerverlags, der den Hochschulnachwuchs und den Bildungsaustausch fördern will. Hochschulabsolventen werden gezielt angeschrieben und bekommen eine kostenfreie Publikation ihrer Abschlussarbeit angeboten. Bedingung: Sie übertragen die exklusiven Druckrechte an den Verlag, der die Arbeit auch online nach Lust und Laune verbreiten darf. Die Umsatzbeteiligung des Autors besteht darin, dass der Autor nach zehn verkauften Druckexemplaren ein eigenes Freiexemplar bekommt. Hat wirklich Geschäftssinn, der Herr Doktor.
24.03.2012 13:40 Uhr
von Thomas:
Was ist da los?
Gestern noch 8 Leserkommentare, danach war die Seite nicht mehr aufrufbar. Jetzt sind alle Kommentare gelöscht?
Ist die TAZ einem "Verleger" auf die Füße getreten und der wehrt sich jetzt?
24.03.2012 13:40 Uhr
von berntie:
Juristisch sehe ich keine Möglichkeit dem beizukommen; da hilft nur Aufklärung der potenziellen Kundschaft.
Eine Sauerei bleibts trotzdem.
24.03.2012 13:40 Uhr
von marius:
Der einzig mögliche Grund, der mir spontan für diese Bücher einfällt: Bücher sind in wissenschaftlichen Arbeiten zitierfähig, Wikipedia-Artikel werden meines Wissens wegen ihrer Änderbarkeit häufig nicht als Quellen akzeptiert.
24.03.2012 13:40 Uhr
von Andreas F.:
Das ist nicht "Print on Demand", hier handelt es sich um "Pirate on Demand".
Kann nicht ein rechtskundiger Mitleser mal ein paar schöne Abmahnungen verschicken?
24.03.2012 13:40 Uhr
von Dr. Klaus Graf:
leider wird das angebliche us-blog nicht genannt, gern würden wir wissen, worum es sich handelt:
http://archiv.twoday.net/stories/34630677/#34630900
23.11.2011 09:51 Uhr
von Autor:
Es ist schade, dass der Verfasser des Artikels sich genau so undifferenziert verhält, wie der VDM undifferenziert Bücher verlegt.
Es erscheinen im VDM nämlich durchaus auch Bücher von hoher wissenschaftlicher Qualität. Das geht in diesem Beitrag völlig unter und es wird der Anschein erweckt, ALLES was vom VDM käme sei Lug und Betrug. Ist es aber eben nicht.
13.09.2011 19:31 Uhr
von Tibor Hegewisch:
Ehrlich, ich habe neulich von einer Bekannten ein Werk aus dem Grin-Verlag über CDV-Fotografien geschenkt bekommen. Meine Freude hielt keine zwei Minuten, irgendwann tat es mir leid, dass mit die geschätzte Freundin dafür bei amazon 10 Euro gezahlt hatte. Ich habe über das Werk, das unfassbarer Weise angeblich auch noch eine 2 an einer Hamburger Uni bekommen haben soll, vernichtend rezensiert, als Warnung zehn Euro für ein derart schlechtes Werk auszugeben.
29.07.2011 23:33 Uhr
von Seeräuber-Jens:
Ich verstehe Euer Problem nicht!??
Was ist denn dagegen einzuwenden, wenn auch endlich unseren Politikern das Wissen der Online-Enzyklopädie Wikipedia, thematisch gebündelt, ausgedruckt zugänglich gemacht wird???
19.07.2011 08:30 Uhr
von Thomas:
Was ist da los?
Gestern noch 8 Leserkommentare, danach war die Seite nicht mehr aufrufbar. Jetzt sind alle Kommentare gelöscht?
Ist die TAZ einem "Verleger" auf die Füße getreten und der wehrt sich jetzt?
18.07.2011 19:16 Uhr
von berntie:
Juristisch sehe ich keine Möglichkeit dem beizukommen; da hilft nur Aufklärung der potenziellen Kundschaft.
Eine Sauerei bleibts trotzdem.
18.07.2011 19:07 Uhr
von marius:
Der einzig mögliche Grund, der mir spontan für diese Bücher einfällt: Bücher sind in wissenschaftlichen Arbeiten zitierfähig, Wikipedia-Artikel werden meines Wissens wegen ihrer Änderbarkeit häufig nicht als Quellen akzeptiert.
18.07.2011 17:41 Uhr
von Andreas F.:
Das ist nicht "Print on Demand", hier handelt es sich um "Pirate on Demand".
Kann nicht ein rechtskundiger Mitleser mal ein paar schöne Abmahnungen verschicken?
18.07.2011 17:36 Uhr
von Dr. Klaus Graf:
leider wird das angebliche us-blog nicht genannt, gern würden wir wissen, worum es sich handelt:
http://archiv.twoday.net/stories/34630677/#34630900
18.07.2011 15:55 Uhr
von Eyjafjallajökull:
@Hanno: ja, das ist leider so und wohl auch legitim, irgendwelchen Krempel zu überhöhten Preisen zu verkaufen. Bei Software-Büchern hat man das auch häufig, dass die Hälfte des Buchs nur aus ausgedruckter API-Beschreibung besteht. Das Problem ist doch eigentlich, dass man bei Amazon meist nicht die Qualität beurteilen kann, da man nur den Umschlag und die Beschreibung des Verlags sieht. Früher hätte man sich das im Buchladen kurz durchgeblättert und wieder weggestellt. Letztlich macht sich aber Amazon das Geschäft selbst kaputt, wenn sie dagegen nichts unternehmen. Wenn das so weiter geht, kommt vielleicht irgendwann ein Amazon-Konkurrent mit einer besseren Verkaufsplattform.
18.07.2011 14:08 Uhr
von Bachmann:
Wenn man auf Amazon nach Produkten dieses "Verlags" und deren Käufer-Bewertungen sucht, finden sich haufenweise "Bücher" mit Negativ-Bewertungen, denen fast immer eine positive Bewertung hinzugefügt wurde. Letztere stammen offensichtlich von Verlagsseite (Guerilla-Marketing für Anfänger). Hier sind ziemlich offensichtlich als Verleger getarnte Heizdeckenverkäufer unterwegs.
18.07.2011 13:58 Uhr
von Thomas:
Lieber Kai Schlieterer in Berlinen,
ein Blick in Wikipedia hätte gereicht, um aus dem falschen "Saabrückener" das korrekt "Saarbrücker" zu machen.
Ohnehin unterlaufen Ihnen in Ihrem Artikel so manch andere Patzer. Dennoch danke für die gute Info über die sonderbaren Publikationen von VDM!
18.07.2011 13:40 Uhr
von Buchschnecke:
Normalerweise sind es ja die Verlage und der "Börsenverein des Buchhandels" die durch sog. Urheberrechstklagen und Drohungen gegen Internetportale versuchen die Zeit rückwärts laufen zu lassen.
Hoffentlich bekommen die sowas auch mal zu schmecken.
18.07.2011 13:32 Uhr
von Möwe:
Peinlich, peinlich....
Wikipedia lebt davon, ständig aktuelle Informationen zu bieten.In Gedruckter Form geht das freilich verloren. Wer dafür noch Geld ausgibt, der würde wohl auch die Zeitung von letztem Monat kaufen.
18.07.2011 12:28 Uhr
von Wolfgang Messer:
Das ist prinzipiell kein neues Phänomen, dieser Wiki-Nepp mit "Books on Demand", leider auch noch unterstützt von Amazon:
http://t.co/2VfnFCP
18.07.2011 12:09 Uhr
von Horst Reiter:
Leute! Das Thema ist uralt. Selbst um an einem lausigen Montag damit aufzumachen ist es zu alt. http://www.derwesten.de/kultur/literatur/Verlage-verkaufen-Kopien-von-Wikipedia-Texten-id3792294.html
18.07.2011 11:20 Uhr
von Dr. No:
Dieser erbärmliche Betrügerhaufen passt in die neoliberale Welt des "mehr scheinen als sein".
Widerlich, ekelhaft.
18.07.2011 11:18 Uhr
von Roland Brühe:
Da gruselt es einem ja, wenn man den Artikel liest. Und das Schlimmste: Bei VDM habe ich meine Diplom- und meine Masterarbeit veröffentlicht. Was soll man machen, wenn man kein Geld für eine "ordentliche" Publikation bei einem bekannteren Verlag hat und gleichzeitig eine zitierfähige Veröffentlichung haben möchte. Da wirkt das für den Autoren kostenfreie Angebot von VDM verlockend, wenngleich die beiden Bücher zu unverhältnismäßig hohen Kosten verkauft werden.
Nach dem Lesen des Artikels bezweifle ich allerdings die von mir gewünschte Zitierfähigkeit meiner beiden Bücher, wenn sie in einen Kontext mit derartigen Veröffentlichungen, wie im Artikel beschrieben, gebracht werden können. Da werde ich wohl doch einmal das Kleingedruckte des Autorenvertrages anschauen um zu sehen, wie ich aus dem Vertrag aussteigen kann...
18.07.2011 11:12 Uhr
von Hanno:
Ich versteh ehrlich gesagt nicht genau was daran jetzt skandalös sein soll.
Ein Verlag verkauft zu überhöhten Preisen gedruckte Wikipedia-Artikel. Darf er. War schon immer so, erlaubt die Lizenz. Er könnte auch den Quellcode des Linux-Kernels ausdrucken oder Werke, deren Copyright abgelaufen ist, neu auflegen und den Preis auf 1000 EUR ansetzen.
Dass Menschen Dinge zu überhöhten Preisen verkaufen ist ja wohl nicht verboten, oder? Wird ja niemand gezwungen das zu kaufen.