• 17.09.2012

Vorwürfe gegen Assad und Rebellen

Kriegsverbrechen in Syrien

Eine NGO wirft den Aufständischen in Syrien schwere Kriegsverbrechen vor. Derweil macht die UN auch dem Assad-Regime massive Vorwürfe.

  • 20.09.2012 14:52 Uhr

    von Ant-iPod:

    Warum sollte Syrien der einzige Bürgerkrieg sein, in dem nicht beide Seiten nach monatelanger Auseinandersetzung der Radikalisierung anheim fallen und Gewaltexzesse vermehrt auftreten. Das ist doch genau das, was immer dabei herauskommt und dies weis auch unsere Regierung nicht erst seid gestern.

    Wir können ja noch länger abwarten und nichts tun und uns dann in regelmäßigen Abständen ach so betroffen zeigen, wie sehr die Sitten verroht sind und wie schlimm die Welt ist.

    Hier regiert das Motto:
    "Wir wünschten, wir könnten Euch helfen, aber wir wollen nicht" - genau das ist es, was die USA, die EU und andere hier betreiben.

    Klar, die Hauptverantwortung für die Situation in einem Land trägt die Regierung - in diesem Fall das Regime Assads. Es ist auch unbestritten, dass die Verbrechen des Regimes weitaus umfassender und verheerender sind, als die der Opposition, was deren Missetaten, Mord, Vertreibung etc. aber in keiner Weise relativieren kann.
    Wer aber die Möglichkeit hat, die Situation zu verändern und dies vorsätzlich nicht unternimmt und dies in dem klaren Wissen, dass die Zurückhaltung die Situation immer weiter verschlimmert und den Aussöhnungsprozess des syrischen Volkes immer mehr erschwert - der macht sich mitschuldig!

    Wer es anachronistischen Monarchien überlässt, den Aufstand zu fördern, der darf sich nicht wundern, wenn Demokratie und Freiheit von einigen offensichtlich als nicht wertvolle Dinge eingestuft werden, da die Demokraten sich nicht für sie einsetzen.


    Das entscheidende ist doch, dass die Syrer ihre Zukunft gestalten müssen - und das können Sie unter Assad nicht, da er und seine Clique das Land wie ihre kleine Farm führen und sich persönlich daran bereichern. Wer in ihren Warenkorb hereinfassen will, der wird festgenommen, gefoltert und getötet - seit 40 Jahren mit Ausnahme von Januar bis Juni 2000.

    Assad ist offensichtlich eher bereit, dass ganze Land zu zerstören, als die Zukunft des Landes gerecht und pluralistisch zu gestalten. Er will lieber als Massenmörder, denn als politischer Held in die Geschichte eingehen - das ist ihm gründlich gelungen.

    Aber wir hier im Westen sind keineswegs unschuldig daran: Wir wussten spätestens seit 12 Monaten genau, was passieren würde, wenn nicht von Außen eingegriffen wird. Und wir haben genau all dies geschehen lassen und damit letztlich Assad und seine Armee, aber auch die Opposition all die Verbrechen begehen lassen, die wir durch beherzte Vorgehensweise und glaubwürdiges Auftreten hätten verhindern können - einzig, wir wollten nicht...

    Was sagt dass über unsere Regierungen aus...

  • 19.09.2012 14:26 Uhr

    von toddi:

    sswie man wie folgt erfährt haben die geistigen Führer der "Rebellen" bereits „Konsequenzen“ angekündigt Zitat: Der Terroristen in Syrien aus Saudi-Arabien führende geistige Brandstifer Adnan Arour hat seine zahlreichen Anhänger in Syrien über einen saudischen TV-Kanal dazu aufgerufen, die Wahrheit über die Beteiligung extremistischer Wahhabiten wie Al Qaeda am Umsturzversuch in Syrien dadurch zu unterdrücken, dass jeder, der das sagt, auch wenn es der Wahrheit entspricht, von Standgerichten seiner Anhänger wegen Verrat und Kollaboration mit der syrischen Regierung bestraft wird.Der wahhabitische Laienprediger Adnan Arour befürchtet, die Verbreitung der Wahrheit über die Beteiligung extremistischer Wahhabiten wie Al Qaeda am Umsturzversuch in Syrien könne die Freundschaft der Terroristen mit den USA gefährden. Außerdem hat er Angst, selbst für ein Anführer von Al Qaeda gehalten zu werden, führte Adnan Arour dazu indirekt weiter aus....
    Welche Strafe er für Verräter, die die Wahrheit verbreiten, für angemessen hält, hat er in dieser Fernsehsendung offen gelassen, aber angesichts dessen, dass er zuvor gefordert hat, Unterstützer der syrischen Regierung in Stücke zu hacken, durch einen Fleischwolf zu drehen und an Hunde zu verfüttern, gibt es jedoch keinen ernsthaften Zweifel darüber, dass er zu sehr schweren Strafen aufruft. Seine terroristischen Anhänger in Syrien haben auch keine Hemmungen, solch barbarische Verbrechen in die Tat umzusetzen. Bereits im Juni 2011 zerstückelten seine Anhänger in Jisr Al-Shughur Dutzende staatlicher syrischer Sicherheitskräfte."
    Quelle: http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/09/18/terroristenfuhrer-adnan-arour-ruft-zu-standgerichten-zur-unterdruckung-der-wahrheit-in-syrien-auf/#more-5793
    ein Angebot für Menschen die sich ihre eigene Meinung bilden wollen – die Position der „anderen Seite“ ist in den „freien“ Medien glaube ich hinreichend dokumentiert ;-) …

  • 19.09.2012 01:07 Uhr

    von t. wesemann:

    @ Kaboom

    Stimmt: so hie und da, eingezwängt zwischen Dutzende Artikeln, in denen die übliche kriegshetzerische Propaganda gegen Syrien reproduziert wird. Sehr häufig werden sie in der taz kritisiert, die Rebellen - in Nebensätzen oder ergänzend angeklebten Natürlich-Auch-Sätzen am Ende der Artikel.

    Nein, ganz eindeutig sogar hat sich die taz auf Seiten der Rebellen geschlagen: gegen den bösen Assad, der Bäckereien bombardiert und sein Volk ermordet. Im Gegensatz zu den armen Rebellen, deren Muttis für die Revolution kochen und deren "Freiheit unter Beschuss" steht. So einfach ist die Welt der taz; meist berichtet sogar die FAZ differenzierter über den Syrien-Krieg.

    Das beste war letztens so ein Rührstück in der taz mit dem bezeichnenden Titel "Der Sieg wird kommen", in dessen Vorspann es (ehe wenigstens das nachträglich geändert wurde) hieß, dass der "Himmel" den syrischen Freiheitskämpfern heute ganz besonders nahe sei. Ob das wohl auch bei deren Gesinnungsgenossen, den Botschaftsstürmer in Libyen und im Sudan, der Fall war?

    Aber die taz verstand sich ja schon von Anfang an als "Schule des Journalismus". Und da ist es nur natürlich, dass kluge Redakteure mit solchen Textproben schon mal ihrem Bewerbungsschreiben für die "richtigen" Jobs bei der Staats- und Konzernpresse vorbauen.

    PS. Der Assad ist wahrlich kein Waisenknabe, und ich möchte nicht unter seiner Herrschaft leben. Aber lieber noch unter Assad, als in einem irakisierten Syrien mit einer machtlosen Kolonialregierung von Washingtons Gnaden.

    @ Yeni Rüya

    "Demokratiebewegung war am Anfang heute ist es ein Tummelplatz von Söldnern und internationalen Agenten": sehr knapp formuliert, aber sehr treffend.

  • 18.09.2012 10:13 Uhr

    von Kaboom:

    @Yeni Rüya:
    Vielleicht sehen Sie sich mal auf den Seiten von HRW um. Vorwürfe bezüglich Menschenrechtsverletzungen durch die Aufständischen (ebenso wie durch die Schergen des Diktators) finden sich dort seit Monaten. Auch in der Presse dieses Landes wird btw. seit Monaten darüber berichtet. Auch in der TAZ.

  • 17.09.2012 16:06 Uhr

    von Yeni Rüya:

    Ich kann nur sagen: Guten Morgen HRW oder Medien!
    Schon seit Wochen werden durch die Presse der Nachbarländer die erwähnten Ereignisse geschildert und alle schuen weg oder zu.
    Das schlimmste daran ist, dass sogar die Nachrichtendiesnte der BRD Kenntnis davon haben.
    Syrien ist zum Schlachtfeld Aller geworden.
    Demokratiebewegung war am Anfang heute ist es ein Tummelplatz von Söldnern und internationalen Agenten.
    Die wirklichen Demokratiebefürworter müssen zwischen NOT oder/und ELEND wählen.

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