• 28.04.2011

Warum wir zocken

Gott und Sklave sein

Was ist der Reiz des Computerspiels? Es ist der Ausbruch aus der Verwertung des Menschen als Humankapital und der Eintritt in eine höhere Form der Transzendenz.von DANIEL SCHULZ

  • 11.05.2011 19:28 Uhr

    von pyri.wordpress.com:

    Ich glaube nicht, dass der Artikel in Hinblick auf andere Leben als sie es sich da so vorgestellt werden positiv gemeint ist: nichts als Vorbringung von Klischees und Abwertungen, wenn schon nicht simpler Verachtung, dahingehend.
    Weshalb sollte überhaupt so etwas in einem "real life" ausprobiert werden wollen? Oder gar mit "sozialen" Kontakten zu haben.
    Letztlich las ich hier (auch) bloß negative Gefühle über der Ideologie eines Realismus heraus - gegenüber anderen Menschen die in jedem Fall nur allzu real doch sind: aber im Grunde ist es wohl leider (immer noch) so - was demnach real legitimiert wird über andere bestimmt.
    Wer wo wie leben möchte wird dabei gar nicht gefragt. Geschweige denn beantwortet...

  • 28.04.2011 12:06 Uhr

    von Biks:

    Gute Beschreibung einer Erfahrung, die man tatsächlich nur machen kann, wenn man sich mal ausschließlich für eine längere Zeit auf ein Spiel einlässt.

    Insbesondere die Veränderung der Realitätswahrnehmung fand ich faszinierend, aber man darf nie vergessen, welches Suchtpotenzial dahinter steckt. Zum Glück habe ich heute gar nicht mehr die Zeit dafür.

  • 28.04.2011 11:28 Uhr

    von Buzzebaer:

    Sehr schöner Artikel, geradezu ein philosophischer Ansatz...
    Da sieht man's mal wieder: Fernsehen macht blöd, aber spielen fordert einen (auch körperlich) heraus!

  • 28.04.2011 11:05 Uhr

    von TranszendentUndScharfDabei:

    deprimierend. ich kann mir nicht vorstellen, dass regelmäßiges spielen, so wie es der autor beschreibt, für das knüpfen befriedigender realer sozialer beziehungen förderlich ist. die auslassungen mit sexuellem einschlag schmecken jedenfalls streng nach regression mit verbitterungstendenz durch lustvolles auspolstern überhöhter idealbilder, von denen man schon weiß, dass es sie nie und nimmer im realen leben geben kann - wenn das kein fetter bremsklotz- bzw. frustförderungsfaktor fürs/beim ausprobieren im real life ist.

    eskapismus als solcher ist dabei gar nicht das problem. ob ich nun ein buch in die hand nehme, ein spiel spiele oder einem konzert lausche - why not? sobald aber dauerhaft lebensthemen auf diese "transzendente" schiene verlagert werden, ist natürlich die gefahr vorhanden, tatsächliche "gefährlichere" lebenserfahrungen zu umgehen, um den preis die einzigartikeit des lebens nicht voll auszukosten (mit den dazugehörigen ups and downs und kämpfen), was die reife der eigenen persönlichkeit wohl kaum zur vollen blüte wird bringen können. aber wem's wurscht ist ...




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